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Als Hitler den Ersten Weltkrieg gewann: Die Nazis und die Deutschen 1921–1940

Produktinformationen "Als Hitler den Ersten Weltkrieg gewann: Die Nazis und die Deutschen 1921–1940"

 

Die bis heute wohl wichtigste Frage zum Nationalsozialismus ist: Wie konnte aus einer gewalttätigen Splitterpartei innerhalb weniger Jahre eine verheerende Massenbewegung werden, die Adolf Hitler an die Macht brachte? Welche Faktoren gaben den Ausschlag für den Erfolg der Nazis?

Gerd Krumeich macht sich ausgehend von seinen jahrzehntelangen Forschungen zum Ersten Weltkrieg und dessen Folgen noch einmal auf die Suche nach Antworten. Auf der Grundlage zeitgenössischer Quellen und der Forschungsliteratur stellt er fest: Die Bedeutung des verlorenen Ersten Weltkriegs in der Nazi-Propaganda und den Reden Hitlers ist für die Attraktivität der NSDAP und die Radikalisierung eines mörderischen Antisemitismus bisher weit unterschätzt bzw. mit dem Begriff der »Dolchstoßlegende« marginalisiert worden. Krumeich legt eine dichte und intensiv geschriebene Neuinterpretation des Verhältnisses von Hitler und den Deutschen vor. Dabei geht er über die übliche Zeitgrenze von 1933 hinaus. So entsteht eine neue Geschichte des Aufstiegs des Nationalsozialismus von seinen Anfängen bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs.
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Prof. Dr. Gerd Krumeich, geb. 1945, war von 1997 bis 2010 Inhaber des Lehrstuhls für Neuere Geschichte an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Zahlreiche Veröffentlichungen zur deutschen und französischen Zeitgeschichte, insbesondere zum Ersten Weltkrieg und seinen Nachwirkungen; Gründungsmitglied des Historial de la Grande Guerre, Péronne, Mitherausgeber der Documents diplomatiques français zum Versailler Vertrag.
 
Autor: Prof. Dr. Gerd Krumeich
Erschienen: 11. März 2024
Format: gebundene Ausgabe
ISBN: 978-3-451-38568-1
Seitenzahl: 352 Seiten
Sprache: Deutsch
Stichwort: Faschismus

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  In der »Nacht der langen Messer« vom 30. Juni auf den 1. Juli 1934 wurden auf Befehl Adolf Hitlers rund 100 Menschen ermordet: Konkurrenten und Widersacher des Nazi-Regimes, unliebsame Zeugen des holprigen Aufstiegs Hitlers, Personen, die man schon lange loswerden wollte: Der sogenannte »Röhm-Putsch« ist die erste staatliche Mordaktion des »III. Reichs«. Bereits im Herbst 1934 erscheint die Schrift »Hitler rast« eines gewissen Klaus Bredow. Ungeheuer informiert und klarsichtig beschreibt er den Aufstieg Hitlers und der Nazis in engstem Schulterschluss mit Ernst Röhm und der SA, erste Entfremdungen und schließlich den Ablauf der Mordaktionen. »Bredow« ist das Pseudonym für Konrad Heiden, einen der bedeutendsten und erfolgreichsten Publizisten der 20er und 30er Jahre. Ein faszinierender Zeitzeugenbericht, der 90 Jahre verschollen war! _________________________________________________________________________________________________________________________________    'Klaus Bredow' ist nicht der echte Name des Autors. Ein General von Bredow gehörte zu den Mordopfern der 'Nacht der langen Messer', und dieses Pseudonym steht für den Journalist und Autor Konrad Heiden (1901-1966). Konrad Heiden war in den zwanziger, dreißiger und vierziger Jahren einer der bedeutendsten und erfolgreichsten publizistischen Gegner des Nationalsozialismus. Seine Bücher über die Geschichte des Nationalsozialismus, über die Anfänge der NS-Diktatur und die erste Biografie über Adolf Hitler überhaupt wurden mehrfach aufgelegt und in zahlreiche Sprachen übersetzt.Heiden beobachtete den Aufstieg der NSDAP in München fast von Beginn an. Bereits während des Studiums engagierte er sich für die junge Demokratie und bekämpfte die republikfeindlichen Kräfte. Als Journalist für die Frankfurter Zeitung setzte er den Kampf gewissermaßen mit der Feder fort.1933 musste er aus Deutschland fliehen, doch er schrieb aus dem Exil heraus gegen das Regime an, zunächst im Saargebiet, später dann in Paris. Bekannt wurde er vor allem durch seine Mitte der dreißiger Jahre veröffentlichte zweibändige Hitler-Biografie.Sven Felix Kellerhoff war als Journalist u. a. für die Berliner Zeitung, die Badische Zeitung und den Bayerischen Rundfunk tätig. Seit 1997 arbeitet er bei der WELT, seit 2003 dort als Leitender Redakteur für Zeit- und Kulturgeschichte, seit 2012 zusätzlich als Leiter des History Channel WELTGeschichte.  

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  Ein schwäbischer Schreiner verübt am 8. November 1939 einen Bombenanschlag auf Adolf Hitler, doch der überlebt durch eine Verschiebung seines Terminplans. Georg Elser hat früh erkannt, dass Hitlers Politik zum Weltkrieg führen wird und hielt es für unerlässlich, diesen Krieg zu verhindern. München, 8. November 1939: Alles war sorgfältig vorbereitet. In dreißig Nächten hatte Georg Elser im Pfeiler hinter dem Rednerpult eine Bombe installiert. Doch kurz bevor sie explodierte, hatte Hitler, früher als sonst, den Bürgerbräukeller verlassen. Zum gleichen Zeitpunkt war der Attentäter durch aberwitzige Umstände bereits verhaftet. Noch während Hitler seine Zuhörer gegen England aufstachelte, hatte Elser bei Konstanz versucht, unbemerkt in die Schweiz zu gelangen. In seiner Jackentasche fanden die Zöllner eine Postkarte des Bürgerbräukellers, die den „illegalen Grenzgänger" später zum Verdächtigen machte. Er wurde an die Gestapo nach München ausgeliefert und dort nach schweren Folterungen zu einem Geständnis gezwungen. Am 9. April 1945 wurde der schwäbische Widerstandskämpfer im KZ Dachau ermordet. Bis dahin suchte die Gestapo in endlosen Verhören nach den „Hintermännern". Hitler und Himmler wollten nicht glauben, dass Elser allein gehandelt hatte; es musste Drahtzieher geben. Es gab sie aber nicht – ein Umstand, der später auch die Historiker verwirrte: Ein Handwerker, der keiner politischen Gruppe angehörte, ein Einzelner, der früh erkannte, dass der Kriegstreiber Hitler nur mit Gewalt gestoppt werden kann, passte in keine ideologische Schublade. Leseprobe: Eine seiner Stärken, die glaubwürdig gespielte Harmlosigkeit, paarte sich mit sicherer Bewegung in gefährlichem Gelände. Bevor Elser irgendwo begann, wollte er sich zuerst gut auskennen. Er übereilte nichts. Vorher hatte er meistens keinen Plan, sondern wartete, bis sich eine Gelegenheit ergab. Das war der Grundsatz eines Pragmatikers. So arbeitete er zuerst monatelang bei den Schmauders am Haus- und Möbelbau mit. Damit gewann er Nähe, Lokalkenntnis und Wohlwollen. Als die Hausleute eines Tages weg waren, konnte er an seine ersten Sprengversuche gehen.Als es zu stark krachte und die Decke herunterbröckelte, sagte er voller Unschuld, die Gipser hätten halt schlecht gearbeitet. Elser, der sonst nie viel redete, konnte blitzschnell einen Schwank entwickeln, wie bei Berta Schmauder in Schnaitheim: Er erfinde eine Schaufensterreklame und könne damit 2,5 Millionen Mark verdienen. Mit der 'Erfindung' vertuschte er im Königsbronner Obstgarten die Explosionsschläge, die selbst schwere Ackerpferde fast in die Flucht schlugen.Wie Elser im Bürgerbräukeller die Lage erkundigte, ist ein Meisterstück der Volksschauspielerei. Ein Schwabe, des bayerischen Dialekts nicht mächtig, fragt sich bei der Bedienung mit einem rührenden Interesse am Führer durch. Als er zu Hause erkennt, dass er nur mit einer Sprengung der Saaldecke Hitler ins Grab bringen kann, fährt er nochmals nach München. Er packt das Problem wie ein Handwerker an, nimmt die Maße des Pfeilers mit einem Meterstab auf und trägt die Ergebnisse in ein Handwerkerbüchlein ein. Diese Maße hat er noch über ein Jahr danach exakt im Kopf.Elser war eine in sich ruhende, gefestigte Person, mitten in einem Regime, das Mitläufer brauchte. Für seine Hoffnung benötigte er keine öffentliche Inszenierung, keine Propaganda, keine Kampagne, kein Theater irgendeiner Art und schon gar nicht den Segen der Obrigkeit. Darin war er seiner Zeit und deren Menschentypus weit voraus.'Die seit 1933 in der Arbeiterschaft von mir beobachtete Unzufriedenheit und der von mir seit Herbst 1938 vermutete unvermeidliche Krieg beschäftigten stets meine Gedankengänge. Ich stellte allein Betrachtungen an, wie man die Verhältnisse der Arbeiterschaft bessern und einen Krieg vermeiden könnte. Die von mir angestellten Betrachtungen zeitigten das Ergebnis, dass die Verhältnisse in Deutschland nur durch eine Beseitigung der augenblicklichen Führung geändert werden könnten.'Georg Elser, nach dem Verhörprotokoll der Gestapo Berlin _____________________________________________________________________________________________________________ Hellmut G. Haasis, geboren 1942 in Mühlacker, studierte Theologie, Geschichte, Soziologie und Politik. Nach dem theologischen Examen politischer Publizist, Verleger und Rundfunkautor. Veröffentlichungen u.a.: 'Spuren der Besiegten' (1984), 'Gebt der Freiheit Flügel' (1988), 'Edelweißpiraten' (1996), 'Joseph Süß Oppenheimer, genannt Jud Süß' (1998). Thaddäus-Troll-Preis, Schubart-Preis, Civis-Preis.  

Regulärer Preis: 22,00 €
Proletarischer Widerstand gegen Faschismus und Krieg (2 Bücher)
Proletarischer Widerstand gegen Faschismus und Krieg (2 Bücher)

Dieses historische Dokument behandelt eine in den Medien meist ignorierte aber wesentliche Seite: den Widerstand der Arbeiterbewegung gegen den Hitlerfaschismus. Willi Dickhut, Arbeiter, Kommunist und Widerstandskämpfer, erstellte zwischen 1941 und 1945 umfassendes Material, das insbesondere die faschistische Demagogie und Desinformation der Bevölkerung widerlegte und damit wertvolle Hilfe in der Überzeugungsarbeit für neue Mitstreiter im aktiven Widerstand war. Das Buch enthält Analysen zu allen wichtigen politischen Entwicklungen des Hitlerfaschismus und des II. Weltkriegs. Das Material wurde unter den schwierigsten Bedingungen erstellt und verarbeitet und entfaltete eine große Wirkung. Es überzeugt durch tiefe Verbundenheit und das Engagement des Autors im antifaschistischen Widerstand. Auf Grund der authentischen Quellen und Dokumente ist es gut einsetzbar im Schulunterricht, bei Projekttagen und in der Bildungsarbeit der antifaschistischen Bewegung.

Inhalt: 2 Stück (12,75 € / 1 Stück)

Regulärer Preis: Ab 11,99 €
Tipp
Eine Abrechnung mit der AfD
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Die MLPD hat in der Auseinanderersetzung mit der ultrareaktionären und faschistoiden AfD eine neue Broschüre herausgegeben: "MLPD - Die sozialistische Alternative: Eine Abrechnung mit der AfD". Nun ist eine aktualisierte Version erschienen. Darin schreibt sie: "Liebe Leserinnen und Leser, es gibt ohne Ende Probleme: in Thüringen, in Deutschland, in Europa, auf der Welt … Da kommt die AfD scheinbar anders daher. Sie inszeniert sich als 'unterdrückte Protestpartei', die Klartext rede, sich um die Probleme der Menschen kümmere. Zugleich ist sie – abgesehen von den eigenen Anhängern – die absolut unbeliebteste Partei in allen Bundesländern. Wo sie auftritt, gibt es in der Regel ein Vielfaches an Gegendemonstranten. Es muss sich tatsächlich radikal etwas ändern! Aber das geht niemals mit, sondern nur gegen Kräfte wie die AfD. Den Arbeitern wird nichts geschenkt in diesem System! Um uns selber müssen wir uns selber kümmern. Das war schon die Losung der Bergarbeiter beim Kampf in Bischofferode 1992/93. Wer Protest will, der muss konsequent links wählen, sich organisieren und den Kampf aufnehmen. Die richtige Partei dafür ist die revolutionäre Arbeiterpartei MLPD. Sie ist radikal gegen das kapitalistische System, sie hat Rückgrat, einen gesellschaftlichen Plan und ist in der Lage, die Menschen im Kampf für eine lebenswerte Zukunft zusammenzuschließen. Wenn du AfD wählst, weil du meinst, damit mal richtig auf den Tisch zu hauen, täuschst du dich gewaltig. Im Gegenteil wirst du dazu missbraucht, den rechtesten Rand der Herrschenden zu stärken. Ob du willst oder nicht. Lies die folgenden Argumente – und dann freuen wir uns auf eine streitbare Diskussion ..."

Regulärer Preis: Ab 0,30 €
Rechtspopulisten im Parlament: Polemik, Agitation und Propaganda der AfD
Rechtspopulisten im Parlament: Polemik, Agitation und Propaganda der AfD

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Eine kurze Geschichte der AfD: Von der Eurokritik zum Remigrationsskandal
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  Eva Kienholz fasst in ihrer «Kurzen Geschichte der AfD» prägnant und anschaulich die zunehmende Radikalisierung der Alternative für Deutschland zusammen.  Die AfD hat die politische Landschaft in Deutschland seit ihrer Gründung 2013 tiefgreifend verändert. Entstanden als wirtschaftsliberale Partei, deren Hauptziel es war, den Euro in Deutschland wieder abzuschaffen, hat sie sich seitdem in mehreren Wellen radikalisiert. Von Bernd Lucke über Frauke Petry, Jörg Meuthen und Tino Chrupalla sind ihre Aussagen immer extremer geworden. Björn Höcke agitiert heute für die «Remigration» von Menschen mit Migrationshintergrund und gilt als gesichert rechtsextrem: Er hat das Ringen um die Macht in der Partei gewonnen. Trotzdem, oder gerade deswegen, hat die AfD in der Gunst der Wählerinnen und Wähler beständig zulegen können und breite Bevölkerungsschichten erreicht. Bei den drei Landtagswahlen in Ostdeutschland im Herbst 2024 erreichte sie in zwei Bundesländern über 30 Prozent der Stimmen, in Thüringen wurde sie sogar stärkste Kraft - ein Zäsur in der Geschichte der Bundesrepublik. Eva Kienholz zeichnet die Entwicklung der Partei nach, die sich immer weiter nach rechts bewegt hat und nun offen nach der Macht im Land greift. Ein wichtiges Buch zum Verständnis der politischen Landschaft in Deutschland. Rezension  "Das Buch gibt einem die Chance, zu verstehen, wie und mit welchen Mitteln es die AfD geschafft hat, so erfolgreich zu werden." Bodo Morshäuser Deutschlandfunk Kultur "Lesart" 20240824 ___________________________________________________________________________________________________________________ Eva Kienholz, geboren 1987 in Heidelberg, studierte Germanistik, Geschichte und Deutsche Literatur in Mannheim und Berlin. Sie ist als Journalistin und freie Autorin tätig. 2015 begann sie, sich intensiv mit der AfD und der Neuen Rechten zu beschäftigen. 2020 erschien ihr Buch «Ihr Kampf. Wie Höcke & Co. die AfD radikalisieren» im Verlag Das Neue Berlin.  

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  Bruno Frank hat „Lüge als Staatsprinzip“, eine leidenschaftliche Abrechnung mit Hitler und seiner Politik, wenige Monate vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges verfasst. Der Text entstand auf Anregung von Thomas Mann, der im Sommer 1939 eine Reihe von Broschüren plante, um die Stimme von Exil-Autoren nach Deutschland zu tragen. Der Ausbruch des Krieges vereitelte diese Pläne, Franks Text wurde nie gedruckt.
Nun erscheint „Lüge als Staatsprinzip“ im Verlag Das Kulturelle Gedächtnis zum ersten Mal: Es ist ein Fund aus den Archiven, der uns Einiges zu sagen hat. Der Band versammelt zwei Texte über die politischen Hoffnungen und Entgleisungen, Chancen und Katastrophen des 20. Jahrhunderts, die beklemmend aktuell anmuten: Der eine ist wenige Wochen nach dem Ende des Ersten, der andere wenige Monate vor dem Beginn des Zweiten Weltkrieges entstanden. Bruno Franks „Von der Menschliebe“ aus dem Dezember 1918 und Lüge als Staatsprinzip aus dem Juli 1939 appellieren an das Miteinander in der Gesellschaft und zeigen, wie dieses Miteinander durch destruktiven Eigennutz und haltlose Falschbehauptungen gespalten wurde.

 „Von der Menschliebe“ ist die emphatische und empathische Beschwörung eines solidarischen, demokratischen Gemeinwesens. Die Rede, die am 10. Dezember 1918 im Münchner Politischen Rat geistiger Arbeiter gehalten wurde, betont in hellsichtiger Weise nicht zuletzt die Bedeutung der öffentlichen Rede, der Künste und der Presse für den Ton, der in der Politik herrscht und sich auf das gesellschaftliche Klima auswirkt.
„Lüge als Staatsprinzip“ schrieb Bruno Frank im kalifornischen Exil. Der Text war für eine von Franks engem Freund Thomas Mann geplante Reihe von Broschüren gedacht, die in Deutschland verbreitet werden sollten. Das Vorhaben scheiterte am Ausbruch des Krieges, Franks scharfe Analyse der NS-Politik konnte nicht erscheinen. Nur ein handschriftlich korrigierter Durchschlag des maschinenschriftlichen Manuskripts hat sich im Nachlass des Autors erhalten. Nun erscheint das Werk erstmals im Druck.
Ergänzt werden die beiden Essays durch Tagebucheinträge und Briefe von Franks Freunden Erika und Thomas Mann, die die Entstehung von Manns Broschüren-Projekt und die unmittelbaren Reaktionen auf „Lüge als Staatsprinzip“ dokumentieren. Rezension: Bruno Franks erstmals gedruckter Essay "Lüge als Staatsprinzip" von 1939 könnte aktueller nicht sein.- Felix Stephan, Süddeutsche Zeitung Erinnert all das nicht fatal an das heutige Reden und Tun der Putins und Xis sowie hiesiger Brandstifter à la Höcke und Wagenknecht? Ein tapferer, unprätentiös anständiger Mensch wie Bruno Frank hätte es gewiss unerträglich gefunden, die Hände barmend in den Schoß zu legen. Stattdessen hat er uns Nachgeborenen etwas ganz und gar wertvolles hinterlassen: Intellektuelle Munition.- Marko Martin, Welt Der auf Anregung Thomas Manns entstandene Text liest sich streckenweise, als zielte er unmittelbar auf unsere Gegenwart. (...) Ein Schelm, wer [beim Lesen] nicht an Donald Trump, Wladimir Putin oder auch an gewisse deutsche Populisten – und gewiss nicht nur in Thüringen – denkt. Damals wie heute stellt sich die Frage: Warum fallen die Leute drauf rein? - Tobias Schwartz, Berliner Morgenpost Man fühlt sich an die Vulgarität und Kaltschnäuzigkeit heutiger Staatenlenker erinnert und wird Franks Essay, der als Warnung erscheinen sollte, auch heute als solche begreifen.- Tobias Lehmkuhl, Deutschlandfunk Kultur Über hundert Jahre ist das her, und wir schauen uns um und erbleichen vielleicht, denn nichts hat sich gewandelt. (...) Es scheint, als würde er (sc. Bruno Frank) an uns Heutige appellieren.- Stefan Berkholz, Neues Deutschland Ein absolut empfehlenswertes Buch. Ein Glücksfall, dass diese scharfsinnige Analyse und Anklage der unmenschlichen Schreckensherrschaft des deutschen Nationalsozialisten jetzt aus einem Archiv aufgetaucht ist und einer wunderbaren Ausgabe der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Eher eine Kaufverpflichtung als nur eine Empfehlung für jeden, der sich um die Demokratie sorgt. Zugleich ein beispielloses Zeitdokument.- Uwe Pöhls, Blog der Republik Der vorzügliche edierte Band mit zwei politischen Texten von Bruno Frank und ergänzenden Kommentaren von Thomas Mann und anderen ermöglicht einen neuen Blick auf einen Autor, den man sich eigentlich wieder einmal genauer vornehmen sollte.- Anton Thuswaldner, Die Furche Das Buch kommt just zur rechten Zeit (...). Diese faszinierende Wieder-, nein: Neuentdeckung aus der Feder eines unbeugsamen Moralisten ist eine Trouvaille und das Buch des Monats Februar 2025 der Darmstädter Jury.- Darmstädter Jury, Buch des Monats, Oliver Jungen ___________________________________________________________________________________________________________________ Bruno Frank (1887-1945) gehörte zu den erfolgreichsten Schriftstellern der Weimarer Republik. Aus einer jüdischen Bankiersfamilie stammend widmete er sich früh der Literatur. Mit Thomas Mann und seiner Familie verband ihn seit 1910 eine lebenslange Freundschaft, in seiner Wahlheimat München war er Teil der Schwabinger Bohème. Nach dem Ersten Weltkrieg trat er vor allem als Theaterautor und mit erfolgreichen Novellen und Romanen hervor. Am 28. Februar 1933, dem Tag nach dem Reichstagsbrand, verließ er Deutschland und ging zunächst in die Schweiz, dann nach England und Frankreich, schließlich in die USA ins Exil. Kurz nach Ende des Zweiten Weltkrieges in Europa starb Bruno Frank in Beverly Hills.  

Regulärer Preis: 22,00 €