20,00 €
Produktinformationen "So war's damals ... Tatsachenbericht eines Solinger Arbeiters 1926 - 1948"
Wie kam Willi Dickhut dazu, Kommunist zu werden? Besonders für die Jugend ist der Lebensweg von Willi Dickhut ein Vorbild.
Die 20er und frühen 30er Jahre waren eine turbulente Zeit der Arbeiterbewegung. Als die herrschende Klasse ihre Macht nicht mehr mit dem Mittel der bürgerlichen Demokratie aufrechterhalten konnte, griff sie zum Mittel der faschistischen Diktatur. Die Arbeiterbewegung wurde zerschlagen – durch den brutalsten Terror, den die Menschheit jemals erlebt hat. Die Revolutionäre wurden in die tiefste Illegalität gezwungen.
Die faschistische Diktatur wurde militärisch vernichtet. Doch unter dem Mantel der „Erziehung zur Demokratie“ üben die westlichen Besatzungsmächte eine verschleierte Diktatur aus, um ungehindert den kalten Krieg vorbereiten zu können. Die deutschen Reaktionäre werden an diesem Plan beteiligt. Die Speerspitze richtet sich gegen die Sowjetunion.
Vor diesem historischen Hintergrund schildert der Verfasser auch seine persönlichen Erlebnisse um Kampferfahrungen als Funktionär der Arbeiterbewegung: Die Vergangenheit wird lebendig.
| Autor: | Willi Dickhut |
|---|---|
| Erschienen: | November 1979 |
| Format: | Taschenbuch |
| ISBN: | 978-3-88021-042-4 |
| Seitenzahl: | 563 Seiten |
| Sprache: | Deutsch |
| Stichwort: | Tatsachenbericht |
0 von 0 Bewertungen
Durchschnittliche Bewertung von 0 von 5 Sternen
Anmelden
Ähnliche Artikel
Ein großer Roman nach der wahren Geschichte einer einmalig mutigen Frau. Amsterdam, 1940: Hannie Schaft studiert Jura, und ihre Träume für die Zukunft sind ehrgeizig und voll Hoffnung. Doch es herrscht Krieg, und es sind die Träume, die zuerst sterben. Hannie sieht keine andere Möglichkeit mehr, als sich dem Widerstand anzuschließen. Und sie entdeckt ihre gefährlichste Waffe: ihr Frausein. Getarnt von Schönheit und Jugend kommt sie jenen Männern nahe, die so viel Unheil stiften – und tötet sie. Bald ist »das Mädchen mit den roten Haaren« die meistgesuchte Frau Hollands. Die Welt um sie herum verliert alles Menschliche, Hannie indes ist fest entschlossen, menschlich zu bleiben. Aber dann beginnt sie, Gefühle für den Widerstandskämpfer Jan zu entwickeln, mit verheerenden Konsequenzen ... Die Widerstandskämpferin Hannie Schaft – eine Frau, die ihr Leben für die Freiheit aller riskierte. »Ein brillanter Roman und ein Maßstab, um sich zu fragen, wie weit man selbst gehen würde, um jene zu schützen, die man liebt.« Jamie Ford, New-York-Times-Bestsellerautor. _________________________________________________________________________________________________________________ Buzzy Jackson ist preisgekrönte Autorin dreier Sachbücher und hat an der University of California, Berkeley, in Geschichte promoviert. Sie war Stipendiatin des Edith Wharton Writers-in-Residence und ist Mitglied des National Book Critics Circle. Sie lebt in Colorado. »Wir waren nur Mädchen« ist ihr Debütroman.Mehr unter buzzyjackson.com
Jean-Louis Pawellek traf für ein Schulprojekt im Jahr 2014 eine Zeitzeugin, die den Holocaust überlebt hat. Danach entwickelte er den Wunsch, weitere überlebende Opfer der Nazi-Schreckensherrschaft persönlich kennenzulernen und ihre Geschichte zu aufzuschreiben. Viele Zufälle, Wegbegleiter und Begebenheiten ließen später dieses Buch mit den zwölf Zeitzeugen des Holocausts sowie einem "Zweitzeugen" entstehen. Die Schicksale der Frauen und Männer sind ergreifend und mahnend. Sie sollen dazu dienen, niemals zu vergessen, was unschuldigen Kindern und Erwachsenen u.a. in den Konzentrationslagern angetan wurde. Jean-Louis Pawellek hat seine Treffen mit Videokamera aufgezeichnet. Die Aufnahmen können am Ende jedes Kapitels über einen sich im Buch befindlichen QR-Code im Internet angeschaut werden. _____________________________________________________________________________________________________________________________ Jean-Louis Pawellek, geb. am 2.5.1998 in Peine, ist gelernter Erzieher. Seit der Jugendzeit beschäftigt er sich mit der Thematik Holocaust. Er ist in den vergangenen Jahren mit Überlebenden europaweit in Kontakt getreten, aus denen auch enge Freundschaften entstanden und hat zahlreiche Vorträge über das Thema gehalten.
Fritz Sukrow ist 1920 Student im chemischen Bereich aus Berlin. Jetzt will er praktische Erfahrungen im Bergbau sammeln und zieht in den Ruhrpott. Er ist entsetzt über die Lebens- und Arbeitsbedingungen, fasziniert von den Menschen… Er verliebt sich in die strahlend schöne Gisela Zenk. Auch als er herausfindet, dass sie eine faschistische Fabrikantentochter ist, kann er sich nicht von ihrem Bann lösen. Aber auch die einfache Mary, Tochter eines kommunistischen Arbeiterführers, interessiert ihn zunehmend. Fritz kann sich bisher weder politisch noch in der Liebe entscheiden und tritt erstmal in die SPD ein. Aber die gefallen ihm irgendwie auch nicht. Als faschistische Banden unter General Kapp in Berlin putschen, treten im ganzen Land die Arbeiter in den Streik. Die fronterfahrenen Bergarbeiter im Ruhrgebiet formieren die Rote Ruhrarmee und setzen sich den Putschisten zur Wehr. Ein jeder ist herausgefordert zu entscheiden, auf welche Seite er sich stellt, so auch Fritz Sukow. Welche Entscheidungen er trifft, wollen wir noch nicht verraten – es bleibt auch im Actionreichen Buch bis zum Schluss spannend. Warum war die Arbeiterbewegung 13 Jahre später gespalten und nicht in der Lage den Hitler-Faschismus zu verhindern? Aus dem Leben heraus schreibt Karl Grünberg schon 1928 über die Einheit der kommunistischen und sozialdemokratischen Arbeiter und den Verrat der SPD-Führer Ebert und Noske. Es ist eine wichtige Lehre jener Zeit, dass die proletarische Einheitsfront den Faschismus verhinderte. Spannender und wahrhaftiger als jedes bürgerliche Schulbuch schildert es die Lehren der deutschen Arbeiter im Kampf gegen Faschismus und Kapitalismus.
Willi Dickhut berichtet im Buch über seine politischen Erfahrungen ab 1949. In der Stadt Solingen entwickelte er führend die Kommunalpolitik der KPD. Sie war geprägt vom Wunsch und praktischen Vorschlägen zu einer Kommunalpolitik gemeinsam mit der SPD. Die Erfahrungen werden im Buch verarbeitet. Die KPD entwickelt ein konkretes Kommunalwahlprogramm für die Stadt Solingen. Im September 1949 wird Adenauer Bundeskanzler. Ein Jahr später ist die Remilitarisierung beschlossene Sache, jeder Widerstand dagegen wird verfolgt. 1951 bereits stellt die Bundesregierung den Antrag auf Feststellung der Verfassungsfeindlichkeit der KPD. Willi Dickhut arbeitet in dieser Zeit zunächst in der Kaderabteilung NRW, später in der zentralen Kaderabteilung der KPD. Deutlich wird, wie eng die Zusammenarbeit mit der Kaderabteilung „West“ der SED war. Schon damals kam es dort zu bürokratischen Fehlern bei der Kaderbehandlung. Seit Mitte 1952 ist der Verfasser als 1.Kreissekretär in Solingen tätig. Es gelingt, verlorenen Einfluß der KPD in den Betrieben zurückzuerobern und eine Aktionseinheit mit der SPD auf kommunaler Ebene einzugehen. Am 17.August 1956 wird die KPD verboten. Die illegale Arbeit erschwert die notwendige innerparteiliche Diskussion. Und das in einer Situation, in der die KPD ohne Zögern die revisionistische Linie der KPdSU, die auf dem XX. Parteitag im Februar 1956 von Chruschtschow verkündet worden war, übernimmt. Willi Dickhut teilte den Standpunkt der KP Chinas, dass hier der Sozialismus verraten wurde, was 1966 zum Ausschluß aus der Partei führt. Für Willi Dickhut steht fest: Die Entartung der KPD bzw. DKP macht den Aufbau einer neuen marxistisch-leninistischen Partei notwendig, und er unterstützt diese Aufgabe mit ganzer Kraft.
Dieser Reader wendet sich besonders an Jugendliche und Interessenten, die sich für die ideologisch-politische Linie der MLPD interessieren und aneignen möchten. Er erhält kurze Einführungstexte und das jeweilige Inhaltsverzeichnis von: - allen Nummern des Revolutionären Weg (theoretisches Organ der MLPD), - "Geschichte der MLPD", - "Briefwechsel über Fragen der Theorie und Praxis des Parteiaufbaus", "So wars damals" und "Was geschah danach" von Willi Dickhut, bis zu einer Anleitung zum Konspektieren und vieles mehr.
Was für ein Leben! Geboren 1923 in der Bretagne, aufgewachsen in einfachen Verhältnissen, schon als Jugendliche Mitglied der kommunistischen Résistance, Retterin zweier jüdischer Jugendlicher - wofür sie von Yad Vashem später den Ehrentitel "Gerechte unter den Völkern" erhalten wird -, nach dem Krieg Neurophysiologin in Marseille, 1959 zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt wegen ihres Engagements auf Seiten der algerischen Unabhängigkeitsbewegung... und noch heute an Schulen ein lebendiges Beispiel für die Wichtigkeit des Ungehorsams. Anne Weber erzählt das unwahrscheinliche Leben der Anne Beaumanoir in einem brillanten biografischen Heldinnenepos. Die mit großer Sprachkraft geschilderten Szenen werfen viele Fragen auf: Was treibt jemanden in den Widerstand? Was opfert er dafür? Wie weit darf er gehen? Was kann er erreichen? Annette, ein Heldinnenepos erzählt von einer wahren Heldin, die uns etwas angeht. Rezension Das Epos, eine in erzählenden Versen verdichtete Biografie, ist genau die richtige Form der Hommage an eine Frau, die sich konsequent für das ihr richtig erscheinende entschieden hat. (...) Für alles das gebietet Anne Weber über eine Sprache und über Stilmittel, die bezaubern, überzeugen und der Heldin dieses modernen Epos so gerecht werden, wie es Worte überhaupt können. Harald Loch Die Rheinpfalz 20200612 AutorenportraitDie Schriftstellerin und Übersetzerin Anne Weber wurde 1964 in Offenbach geboren und lebt seit 1983 in Paris. Sie hat sowohl aus dem Deutschen ins Französische übersetzt (u.a. Sibylle Lewitscharoff, Wilhelm Genazino) als auch umgekehrt (Pierre Michon, Marguerite Duras). Ihre eigenen Büchern schreibt sie sowohl in deutscher als auch in französischer Sprache. Ihre Werke wurden u. a. mit dem Heimito von Doderer-Literaturpreis, dem 3sat-Preis,dem Kranichsteiner Literaturpreis und dem Johann-Heinrich-Voß-Preis ausgezeichnet. Beim S. Fischer Verlag sind u.a. erschienen: Luft und Liebe, Ahnen und Kirio. Bei Matthes & Seitz Berlin sind ihre Übersetzungen der Werke von Georges Perros erschienen: Luftschnappenwar sein Beruf und Klebebilder.
Bei dem Roman ›Die Armen‹ handelt es sich um die unmittelbare Fortsetzung des ›Untertan‹. Im ›Untertan‹ beschreibt Heinrich Mann de Werdegang von Diederich Heßling als typischem Vertreter der Bürgerwelt im Kaiserreich. Zum Teil mit demselben Personal schildert Heinrich Mann jetzt die Heßling-Welt aus der Sicht des Proletariats, das den durch Lug, Trug, Raffgier und vor allem durch Ausbeutung der Arbeiter in der Papierfabrik erwirtschafteten Wohlstand des mittlerweile Geheimen Kommerzienrats Heßling erst möglich macht. Rudolf Leonhard schrieb 1917 beim Erscheinen der Erstausgabe im Berliner Börsen-Courier: »Dieser Roman ist die stärkste Konzentration der Gegenwart; für spätere Historiker das sicherste Dokument einer Epoche, die für Deutschland die wilhelminische heißen wird. Hier hat sie, die noch besteht, einen Spiegel. Und der Spiegel zeigt nicht nur, sondern urteilt. (...) Wir jungen Leser aber hören die Zukunft aus diesem Buche, alles, was wir wollen. Einzelnes sogar wie der Zusammenschluß der geistigen und der proletarischen Jugend – bei Heinrich Mann steht es immer schon.« Hermann Hesse meinte: »Eine Räubergeschichte, mit der alten konstruktiven Kraft Manns aufgebaut, an vielen Stellen von seinem atemlosen Temperament beflügelt, da und dort gespenstisch beleuchtet von seiner alten wilden Freude an der Karikatur.« ______________________________________________________________________________________________________________________________________________________ Heinrich Mann, 1871 in Lübeck geboren, begann nach dem Abgang vom Gymnasium eine Buchhhandelslehre, 1891/92 volontierte er im S. Fischer Verlag. Heinrich Mann hat Romane, Erzählungen, Essays und Schauspiele geschrieben. 1933 emigrierte er nach Frankreich, später in die USA. 1949 nahm er die Berufung zum Präsidenten der neu gegründeten Akademie der Künste in Ost-Berlin an, starb aber 1950 noch in Santa Monica/Kalifornien.
Er ist ein Konformist, ein Obrigkeitstreuer, ein Feigling frei von Zivilcourage. Kein gutes Haar lässt Heinrich Mann am Protagonisten seines berühmtesten Romans. Doch Diederich Heßling macht im Deutschen Kaiserreich Karriere, seine Strategie verfängt: nach unten treten, nach oben buckeln. Was als bitterböse Satire auf das Erziehungssystem und den Nationalismus seiner Zeit angelegt ist, wird von dieser bald schon überboten. »Der Untertan« erscheint wenige Wochen vor Beginn des Ersten Weltkriegs – doch auch die noch kommende Barbarei der deutschen Geschichte scheint in diesem Roman schon auf. ______________________________________________________________________________________________________________________________________________________ Heinrich Mann, 1871 in Lübeck geboren, begann nach dem Abgang vom Gymnasium eine Buchhandelslehre, 1891/92 volontierte er im S. Fischer Verlag. Der ältere Bruder von Thomas Mann hat Romane, Erzählungen, Essays und Schauspiele geschrieben und wurde durch die Verfilmung seines Romans "Professor Unrat" unter dem Titel 'Der blaue Engel' (1931) mit Marlene Dietrich weltberühmt. 1933 emigrierte er nach Frankreich, später in die USA. 1949 nahm er die Berufung zum Präsidenten der neu gegründeten Akademie der Künste in Ost-Berlin an, starb aber 1950 noch in Santa Monica/Kalifornien.
»Ich weiß nur, dass wir eine Hoffnung hatten. Wir glaubten an die Zukunft, an eine bessere Zukunft, eine gerechtere Welt. Wir hatten ein Warum zum Leben.«Sanft geschwungene Hügel bis zum Horizont und immer wieder der weite Himmel: Behütet und geborgen wächst Clara in den 1930er Jahren in einer kleinen Hofschaft im Bergischen Land auf. Ihr Vater ist Redakteur bei einer kommunistischen Tageszeitung, ihre Mutter arbeitet für einen jüdischen Buchhändler. Auch wenn die Familie einen freigeistigen, kulturell interessierten Lebenswandel pflegt, so ist das Mädchen trotzdem integriert in die Dorfgemeinschaft. Mit der Machtergreifung Hitlers ändert sich Claras idyllische Kindheit jedoch schlagartig. Der Vater wird inhaftiert, die Mutter verliert ihre Anstellung und hat Mühe, ihre Tochter und sich über Wasser zu halten, während sie unermüdlich für die Freilassung ihres Mannes kämpft. Bald bemerkt Clara auch, dass sich ihre Nachbarn und Freunde ihr gegenüber anders verhalten. Mehr und mehr fühlt sie sich ausgeschlossen und zerrissen. Einzig ihr Patenonkel Artur erscheint Clara wie ein Fixstern am Himmel - auch wenn er als Mitglied der KPD bald fliehen muss. Mit feinfühliger Beobachtungsgabe und inspiriert von ihrer eigenen Familiengeschichte erzählt Marion Lagoda von einer Kindheit auf dem Land, einer Kindheit unter Hitler, einer Kindheit, in der Heimat und Widerstand untrennbar miteinander verbunden sind. _________________________________________________________________________________________________________________________ Marion Lagoda ist im Bergischen Land aufgewachsen und studierte Kunstgeschichte, bevor sie ein Volontariat bei der Rheinischen Post begann. Sie arbeitete als Journalistin u.a. für die Frankfurter Rundschau und spezialisierte sich später auf die Themen Natur und Garten. Sie ist Autorin zahlreicher Gartenbücher und schreibt Gartenreportagen für verschiedene Magazine. Marion Lagoda hat zwei erwachsene Kinder und lebt mit ihrem Mann in Hamburg.
'Kurz nach seiner abenteuerlichen Flucht aus dem Konzentrationslager Dachau im Mai 1933 schrieb der schwer gefolterte bayerische Kommunist und Reichstagsabgeordnete Hans Beimler nieder, was er dort hatte erleben müssen. Die Veröffentlichung war eine Sensation und wurde in mehrere Sprachen übersetzt, in internationalen Zeitungen zitiert – und in Deutschland illegal verbreitet. Hans Beimler wollte mit seinem Bericht zum Widerstand gegen die Nazidiktatur in Deutschland und im Ausland aufrufen. Er selbst leistete zunächst illegale Arbeit von Frankreich, der Tschechoslowakei und der Schweiz aus, bevor er mit den ersten Freiwilligen nach Spanien ging, um dort mit den Internationalen Brigaden gegen Franco zu kämpfen. Am 1. Dezember 1936 fiel Hans Beimler vor Madrid. Erstmals in der Bundesrepublik erscheint sein Erlebnisbericht in der Originalfassung, ergänzt um Fotos und Dokumente sowie um Anmerkungen zu Entstehungsgeschichte und zeitgeschichtlichen Hintergründen. Außerdem wird von Friedbert Mühldorfer in einer umfangreichen biographischen Skizze der Lebensweg des Antifaschisten Beimler nachgezeichnet. ____________________________________________________________________________ Zum Herausgeber: Friedbert Mühldorfer, *1951. Lehrer an einem Münchner Gymnasium und Historiker, seit 1975 Mitarbeit in der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten, Landesverband Bayern. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus, Geschichte der Arbeiterbewegung, Nachkriegsgeschichte. Rezession von Anna Bartholomé (genehmigter Abdruck) "Er war einer der wenigen, denen die Flucht aus dem Konzentrationslager Dachau bereits im Mai 1933 gelang: Hans Beimler, bayrischer Kommunist und Reichstagsabgeordneter der KPD. Von den dort erlittenen schweren Folterungen berichtete er in dem hier erstmals in der Originalfassung veröffentlichten Text. Der wurde noch im Sommer 1933 in mehrere Sprachen übersetzt und auch im faschistischen Deutschland illegal verbreitet. Spannend an diesem – mit Fotos und Dokumenten gestalteten – Buch ist darüber hinaus die sorgfältig recherchierte biografische Skizze durch Friedbert Mühldorfer. Er ist schon lange in der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes in Bayern aktiv. Er holt Hans Beimler vom Denkmalsockel herunter, auf den ihn die DDRGeschichtsschreibung stellte, und folgt seinem Lebensweg kritisch und sachlich. Nach seiner Flucht arbeitete Hans Beimler in verschiedenen europäischen Ländern für die Organisierung des antifaschistischen Widerstands. 1936 schloss er sich in Spanien dem Kampf gegen das faschistische Franco-Regime an. Mit seiner verantwortlichen Rolle in den Internationalen Brigaden wurde er zur Symbolfigur des proletarischen Internationalismus.Am 1. Dezember 1936 fiel er, seinem Sarg folgten in Barcelona über 200.000 Antifaschisten. Um so perfider die damals von der deutschen faschistischen Propaganda aufgebrachte Lüge, Hans Beimler sei „von den eigenen Leuten“, sozusagen auf Befehl Stalins umgebracht worden, weil er Widersprüche zur KPD-Führung gehabt habe. Diese bis heute von antikommunistischen Historikern verbreitete Hetze verfolgt und widerlegt Mühldorfer anhand konkreter Fakten – wenn er auch die dahinter stehende Motivation nicht offensiv angreift.Das sehr empfehlenswerte Buch ist im PapyRossa-Verlag erschienen ..."'
Der Selbstmord des alten Juden Salomon Taubers wäre fast unbemerkt geblieben, hätte nicht der Zufall dem jungen Hamburger Illustriertenreporter Peter Miller ein vergilbtes Tagebuch in die Hände gespielt: Die minutiösen Aufzeichnungen lassen in ihm den fürchterlichen Verdacht aufkommen, dass der einstige Lagerkommandant Eduard Roschmann noch lebt. Die Jagd auf Roschmann wird ein Abenteuer auf Leben und Tod. Miller gerät in das Räderwerk der mächtigen Geheimorganisation ODESSA, einer Organisation der ehemaligen SS-Angehörigen. In ihrem Auftrag und Schutz entwickelt Roschmann ein Fernsteuersystem für Raketen, die eines Tages Israel endgültig vernichten sollen. Aber wer verbirgt sich hinter den Decknamen Vulkan und Werwolf? Wovon wird ODESSA finanziert? Was enthält die ominöse schwarze Akte? Wer ist Roschmann? Ein spannender Wettlauf beginnt.
Jahrzehnte nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs sprechen Männern und Frauen, die beim Einmarsch der Deutschen in Weißrussland noch Kinder waren, zum ersten Mal darüber, woran sie sich erinnern. Ihre erschütternden Berichte machen Die letzten Zeugen zu einem der eindringlichsten Antikriegsbücher überhaupt."Ich bat sie alle um eines", schreibt Alexijewitsch. "Sich an ihre kindlichen Worte zu erinnern. An ihre kindlichen Gefühle. Zurückzukehren in jene Zeit, als sie noch Engel waren. Denn ich wusste: Mit anderen Worten lässt sich das nicht wiedergeben." Oft sind diese Erinnerungen nur Bruchstücke, und doch haben diese Kinder Dinge gesehen und erlitten, die niemand, am allerwenigsten ein Kind, sehen und erleiden dürfte.Nobel- und Friedenspreisträgerin Swetlana Alexijewitsch erweist sich einmal mehr als begnadete Zuhörerin und große Chronistin. In ihren Texten versteht sie es, den Erfahrungen von Menschen in Extremsituationen, im Ausnahmezustand, einen einzigartigen Resonanzraum zu verschaffen. Autorenportrait Swetlana Alexijewitsch, 1948 in der Ukraine geboren, ist eine der wichtigsten Zeitzeugen der postsowjetischen Gesellschaft. Ihre Bücher wurden vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem "Kurt-Tucholsky-Preis" des schwedischen PEN, mit dem "Triumph-Preis für Kunst und Literatur Russlands" und mit dem "Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung". 2013 erhielt Swetlana Alexijewitsch den "Friedenspreis des Deutschen Buchhandels" und 2015 den "Nobelpreis für Literatur". Personenportrait Ganna-Maria Braungardt, geboren 1956 in Crimmitschau, Studium in Woronesh, übersetzt seit 1991 aus dem Russischen, u. a. Werke von Ljudmila Ulitzkaja, Boris Akunin und Polina Daschkowa.
Dieses historische Dokument behandelt eine in den Medien meist ignorierte aber wesentliche Seite: den Widerstand der Arbeiterbewegung gegen den Hitlerfaschismus. Willi Dickhut, Arbeiter, Kommunist und Widerstandskämpfer, erstellte zwischen 1941 und 1945 umfassendes Material, das insbesondere die faschistische Demagogie und Desinformation der Bevölkerung widerlegte und damit wertvolle Hilfe in der Überzeugungsarbeit für neue Mitstreiter im aktiven Widerstand war. Das Buch enthält Analysen zu allen wichtigen politischen Entwicklungen des Hitlerfaschismus und des II. Weltkriegs. Das Material wurde unter den schwierigsten Bedingungen erstellt und verarbeitet und entfaltete eine große Wirkung. Es überzeugt durch tiefe Verbundenheit und das Engagement des Autors im antifaschistischen Widerstand. Auf Grund der authentischen Quellen und Dokumente ist es gut einsetzbar im Schulunterricht, bei Projekttagen und in der Bildungsarbeit der antifaschistischen Bewegung.
Inhalt: 2 Stück (12,75 € / 1 Stück)
2 Bände, zusammen 1288 Seiten, Neuherausgabe der 3-bändigen Originalausgabe des Roten Stern Verlages in 2 Büchern Gegen eine demokratisch gewählte Regierung putscht ein Teil der Armee, und der andere Teil verweigert der Regierung die Unterstützung. Diese flieht. In vielen Landesteilen wird der Generalstreik ausgerufen. Im Industriezentrum des Landes werden die Betriebe besetzt, und mehrere tausend Arbeiter bewaffnen sich, greifen die Putschisten an und besiegen reguläre Truppen im offenen Kampf. Neugebildete Vollzugsräte übernehmen alle öffentliche Gewalt und es bildet sich eine „Rote Armee“ mit etwa 50.000 Kämpfern, bestehend aus Sozialdemokraten, Unabhängigen, Kommunisten und Syndikalisten. Die Rede ist nicht von Spanien 1936, sondern vom Ruhrgebiet im März 1920. Nach der Niederschlagung des Rechts-Putsches ging die Reichsregierung zusammen mit den Einheiten, die sie im Stich gelassen hatten, gegen ihre Retter vor. Die Reaktion nahm blutige Rache. Wie ist es zu diesem Aufstand gekommen und was waren die Gründe seines Scheiterns? Wieso war 1920 möglich, was 1933 gegen die Nazis nicht gelang? Erhard Lucas (1937–1993) hat dazu in 3 Bänden „Märzrevolution 1920“ eine Geschichte der Ereignisse vorgelegt – seit vielen Jahren vergriffen. Wir wollen an „100 Jahre Märzrevolution“ im Ruhrgebiet erinnern und geben dieses Werk wieder heraus, zu einem Non-Profit-Preis, als Beitrag gegen das planmäßige Vergessenmachen.
Eine Kindheit in Dresden: Erich Kästner, geboren 1899, erzählt von seinen Eltern und Großeltern, dem Familienleben, den gesellschaftlichen Zwängen und Konventionen, dem Treiben auf den Straßen und Plätzen der Stadt. Kästners Erinnerungen, die junge wie alte Leser seit über 50 Jahren in ihren Bann schlagen, sind ein zeitloses Meisterwerk voller Menschlichkeit, Witz und Wärme. _______________________________________________________________________________________________________________________________ Erich Kästner, geb. am 23.2.1899 in Dresden, studierte nach dem Ersten Weltkrieg Germanistik, Geschichte und Philosophie. Neben seinen schriftstellerischen Tätigkeiten war Kästner Theaterkritiker und freier Mitarbeiter bei verschiedenen Zeitungen. Von 1945 bis zu seinem Tode am 29. Juli 1974 lebte Kästner in München und war dort u.a. Feuilletonchef der 'Neuen Zeitung'. 1957 erhielt er den Georg-Büchner-Preis.
Anlässlich des 30. Todestages von Willi Dickhut ist diese Broschüre von Gabi Fechtner erschienen. Willi Dickhut ist eine Kind der Arbeiterklasse. Er war organisierter Kommunist und unversöhnlich gegen den Verrat am Sozialismus in den ehemals sozialistischen Ländern. Er wurde zum Arbeitertheoretiker von internationaler Bedeutung, war in seinen Denken durchdrungen von der dialektischen Methode. Mit ihm wurden die Weichen für die Partei neuen Typs gestellt. Die Broschüre dokumentiert seine tiefe Überzeugung in die Sache des Sozialismus, dem er sich mit unerschütterlichem Willen verschieben hatte. Inhaltsverzeichnis: Kind und Führer der Arbeiterklasse Organisierter Kommunist, unversöhnlich gegen den Verrat am Sozialismus Arbeitertheoretiker von internationaler Bedeutung Durchdrungen von der dialektischen Methode Weichensteller für die Partei neuen Typs Unerschütterlicher Wille