Meeresbiologe Hannes Schindler stirbt an einer rätselhaften Krankheit und hinterlässt brisantes Material: Es geht um Fracking, ein umstrittenes Verfahren zur Erdgasförderung. Dann rast Sturmtief Cassandra über das Ruhrgebiet und schlägt eine Schneise der Verwüstung. In Essen geraten Ruhr und Kanalisation außer Rand und Band. Schon bald erkranken die ersten Menschen. Auf der fi eberhaften Suche nach den Gründen stoßen die Ex-Geliebte des Toten, ein Kriminalhauptkommissar a. D., eine Umweltmedizinerin und ein Mitarbeiter der Essener Stadtwerke auf Unfassbares. . . Ein bedrohliches Szenario vor akribisch recherchiertem Hintergrund: Brisant. Beunruhigend. Hochaktuell.
Ursula Sternberg, geboren 1958 in Duisburg, arbeitet hauptberuflich als Anwendungsentwicklerin und lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Katzen in Essen. In Frankfurt aufgewachsen, wohnt sie seit über dreißig Jahren wieder im Ruhrgebiet und ist tief mit dieser Region verwurzelt. Ab 2007 erschienen die ersten beiden Bände ihrer Ruhrgebiets-Krimiserie, bei Emons veröffentlicht wurden der dritte Band »Nachtexpress« und der vierte Band »Innenhafen«.
Juli 1952. Die Förderräder drehen sich wieder, die Schlote rauchen. Der junge Journalist Hermann Leschinski ist in diesem heißen Sommer jeden Tag mit seinem Moped im Kohlenpott unterwegs. Als er von den sechzigtausend Mark erfährt, die angeblich in einem Pappkoffer am Ruhrufer gefunden wurden, vermutet er ein Verbrechen hinter der Geschichte. Doch erst ein Mord im Essener Gruga-Park und sein Besuch in einer Duisburger Zechensiedlung bringen ihn auf die richtige Fährte ...
Autorenportrait
Peter Kersken, geb. 1952 in Oberhausen im Ruhrgebiet, studierte Philosophie und Literaturwissenschaft in Freiburg und Köln und arbeitete als Redakteur bei einer Kölner Tageszeitung. Er lebt heute als freiberuflicher Autor in der Eifel.
Die Geschichte des Ruhrgebiets ist vor allem die Geschichte des Bergbaus. Noch Mitte der 1950er-Jahre waren gut 600.000 Menschen im Bergbau beschäftigt. In mehr als 140 Schachtanlagen lief der Betrieb. In diesem reich bebilderten Buch - die erste Ausgabe erschien 2009 - erzählen Bergleute und ihre Angehörigen aus ihrem Leben. Sie erinnern sich an ihre erste Schicht aufm Pütt, an ihren harten Arbeitsalltag, an Kameradschaft, aber auch an raue Sitten. Viele dramatische Erlebnisse sind darunter, in manchen geht es buchstäblich um Leben und Tod. Unvergessen sind hier die katastrophalen Zechenunglücke mit einer Vielzahl von Toten, die noch mehr Hinterbliebene trauernd zurückließen. Auch das Leben in der Zechenkolonie wird geschildert. Da lag das Klo noch eine Treppe tiefer, da zog man Kaninchen im Stall auf und wickelte den wöchentlichen Waschtag in der Waschküche auf dem Hinterhof ab. Und manche anrührende Episode setzt dem Grubenpferd ein kleines Denkmal. Die im Buch erzählten Geschichten halten auch nach der 2018 erfolgten Einstellung der Kohleförderung im Ruhrgebiet die Erinnerung an das die Region prägende Bergmannsleben wach.
Josh, Caro und Speedy trauen ihren Augen nicht: Als sie heimlich den alten Matthis in seinem Haus beobachten, sehen sie, wie dort Feuer aus dem Wasserhahn schießt. Kurz darauf explodiert das ganze Haus. Ein schrecklicher Unfall? Während die Jugendlichen in Norddeutschland noch rätseln, sorgt die Explosion in einem kanadischen Energiekonzern für Aufregung: Im Gebiet um Matthis‘ Haus haben sie Fracking-Probebohrungen angestellt. Die drei Augenzeugen könnten ein Millionengeschäft zum Platzen bringen. Jemand muss sie schnellstens zum Schweigen bringen …
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Lukas Erler wurde 1953 in Bielefeld geboren. Er studierte Soziologie, Philosophie und Sozialgeschichte und absolvierte eine Ausbildung zum Logopäden. Seit über zwanzig Jahren ist er als Logopäde in der neurologischen Rehabilitation tätig. Als Krimi-Autor debütierte er 2010 mit dem vielbeachteten Ökothriller „Ölspur“, der wie der Nachfolgeband „Mörderische Fracht“ für den Friedrich-Glauser-Preis nominiert wurde. Lukas Erler lebt mit seiner Frau und zwei Söhnen in Nordhessen. „Brennendes Wasser“ ist sein erstes Jugendbuch.
Lukas Erler widmet „Brennendes Wasser“ seinem Sohn „Jan, dem ich die Idee zu diesem Buch verdanke, und Joshua Fox, der einen großartigen Film gedreht hat …“ („Gasland“).
Tauchen Sie ein in die Welt der Ruhrgebiets-Sagen!
21 spannende Sagen, unterhaltsam neu erzählt von Theaterregisseur und Kinderbuchautor Hartmut El Kurdi, berichten von pfiffigen Hasen, tapferen Rittern, zauberhaften Nixen und tückischen Teufeln. Wir erfahren unter anderem, wie der Schweinehirte Jörgen die Kohle entdeckte und damit das Herz der Prinzessin gewann, warum der Teufel einen Pferdefuß hat oder Hasen lange Ohren haben. Ein Geschichtenschatz für die ganze Familie.
Spannend wie ein Krimi, kompetent, gut recherchiert und emotional aufwühlend. Warum fehlen im Ruhrgebiet Lehrstellen und Arbeitsplätze? Warum droht hier eine Trinkwasserkatastrophe, von der kaum einer weiß? Warum sind Böden verseucht, die Kommunen verschuldet und viele Familien verarmt? Warum steigen nun auch im Revier die Mieten und weshalb erstarkt die faschistische AfD in diesem Gebiet, das durch Migration entstanden ist? Der 24. August 2025 brachte Licht ins Dunkel. 280 Teilnehmende klagten bei einem Tribunal die Ruhrkohle AG und die RAG-Stiftung für ihre Politik der verbrannten Erde an. Ehemalige Bergarbeiter und Bergarbeiterfrauen, junge Mütter, Witwen, Mieter, Gewerkschafter, Kommunalpolitiker, Anwälte, Ärzte und viele mehr berichteten aus erster Hand. Sie informierten gleichermaßen, wie sie den Kampf gegen diese verheerende Politik in die eigene Hand nahmen. Dieses Buch dokumentiert das Tribunal im Wortlaut. Vorwort Am Wochenende des 23./24. August 2025 fand in der Horster Mitte in Gelsenkirchen ein einzigartiges Event statt: das Tribunal gegen die Politik der verbrannten Erde der RAG und der RAG-Stiftung. Veranstalter des Tribunals waren AUF-Ruhr (Antifaschistisch-Unabhängig-Fortschrittlich, Wählergemeinschaft zum Ruhrparlament), die Bergarbeiterinitiative Kumpel für AUF, die überparteilichen Kommunalwahlbündnisse AUF Gelsenkirchen, BergAUF, NV AUF geht’s, AUF Witten, AUF Herten, Essen steht AUF und der Jugendverband REBELL. Weitere Einzelpersonen, fortschrittliche Initiativen, Organisationen wie das Internationalistische Bündnis, die MLPD und die Bergarbeiterfrauen-AG im Frauenverband Courage unterstützten das Projekt.Die Richter Frank Jasenski/Rechtsanwalt, Brigitte Ehrensperger/Druckvorlagenherstellerin und Frank Kraffczyk/Bergmann riefen 56 Zeugen und Sachverständige sowie weitere 24 Beiträge in der Aussprache in den Zeugenstand. Chefankläger ist Roland Meister/Rechtsanwalt und Spitzenkandidat für AUF-Ruhr. Er begründete die Dringlichkeit dieser Anklage, um einen Sachverhalt zu behandeln, der zur Vernichtung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen, vergiftetem Trinkwasser, wachsender Armut, Niedriglöhnen, horrenden Mieten und vielem mehr geführt hat. Dieser Sachverhalt ist zudem mit dafür verantwortlich, dass rassistische und faschistische Kräfte erstarkt sind.Die Bergarbeiterinitiative „Kumpel für AUF“ führt den Kampf gegen die Politik der verbrannten Erde seit der Schließung der letzten Zeche Prosper-Haniel im Jahr 2018. 18 Demonstrationen fanden in Bergarbeitersiedlungen des Ruhrgebiets statt, viele Veröffentlichungen und aufklärende Artikel sind seitdem erschienen. Das Tribunal war bis heute der Höhepunkt. Mit Sachkompetenz und sehr ernsthaft haben die Zeugen – betroffene Kumpel, Anwohnerinnen und Anwohner, Mieter, Jugendliche und Frauen – ihre Erfahrungen mit der Politik der verbrannten Erde in Redebeiträgen, Filmausschnitten, O-Tönen und Statistiken vorgetragen. Dadurch entstand ein Mosaik, das auf diesem Tribunal zu einer klaren Vorstellung zusammengefasst wurde. Der internationale Global-Player RAG bzw. RAG-Stiftung und ihren über 22.000 Beteiligungen haben im Zusammenspiel mit den bürgerlichen Parteien und staatlichen Institutionen eine regelrechte Diktatur über die Gesellschaft errichtet. Diese betrifft nicht nur die 5,1 Millionen Einwohner des Ruhrgebiets, sondern sie kann auch als regelrechte Blaupause für Bundesländer mit Schwerpunkt Automobil-, Chemie- oder Chip-Industrie genommen werden. Das Bewusstsein, die Klarheit und die Entschlossenheit, gegen diese Diktatur gemeinsam zu kämpfen, haben mit dem Tribunal einen neuen Schub bekommen. Die RAG wurde einstimmig im Sinne der Anklage für schuldig erklärt. Mit dieser Dokumentation wird der Erkenntnisfortschritt Eingang in die kämpferische Arbeiter-, Frauen-, Jugend- und Umweltbewegung finden. Das Bewusstsein wird wachsen, dass die kapitalistische Profitwirtschaft nicht das Ende der Geschichte sein kann. Ein gesellschaftsverändernder Kampf ist notwendig. Das Wochenende zeigte mit seiner Solidarität, Kultur und Gemeinsamkeit, dass die Arbeiterbewegung stärker sein wird, wenn sie sich organisiert und kämpft. Wir bedanken uns bei allen Mitwirkenden mit einem herzlichen Glück auf! Stefan Engel, öffentlicher Sprecher der Bergarbeiterzeitung Vortrieb Christian Link, Mitglied der Vorbereitungsgruppe zum Aufbau der Europakoordination der Internationalen Bergarbeiterkoordinierung und öffentlicher Sprecher von Kumpel für AUF Andreas Tadysiak, Hauptkoordinator der Internationalen Bergarbeiterkoordinierung September 2025 Inhalt: Vorwort, Eröffnung und Anklage des Chefanklägers Anklage 1: Von der Ruhrkohle AG zur RAG-Stiftung Anklage 2: Die RAG ist der größte Arbeits- und Ausbildungsplatzvernichter des Ruhrgebiets, ohne Ersatzarbeitsplätze und Ausbildungsplätze zu schaffen! Die Lüge: „Keiner fällt ins Bergfreie“ Anklage 3: Die RAG ist Vorreiterin im Abbau erkämpfter sozialer Errungenschaften unter Einsatz der Klassenzusammenarbeitspolitik Anklage 4: Die Vernichtung von bezahlbarem und lebenswertem Wohnraum durch VIVAWEST, Vonovia & Co Aussprache zu den Anklagepunkten 1 bis 4 Anklage 5: Die RAG provoziert aus nackter Profitgier eine regionale Trinkwasserkatastrophe und weitere Katastrophen Fotos und Dokumente Anklage 6: Die Lüge von der Gesundheitsfürsorge für die Bergleute Anklage 7: Die RAG verkauft den Kommunen gewinnbringend ihre vergifteten Flächen – ungeachtet der Gesundheit und des Schutzes von Mensch und Natur. Die Rolle des Regionalverbands Ruhr (RVR) Aussprache zu den Anklagen 5 bis 7 Anklage 8: Das Ausbluten der Kommunen und das Narrativ der Armutsmigration Anklage 9: Die kämpferische und revolutionäre Bergarbeitertradition und -kultur und der Kampf gegen ihre Unterdrückung, bürgerliche Verdrehung und Missbrauch Anklage 10: Der imperialistische Charakter der Diktatur der Monopole Aussprache zu den Anklagepunkten 8 bis 10 und Schlussresümee Schlussplädoyer und Urteil