Internationalismus, Arbeiterbewegung
Zimmerwaldkonferenz 2.0 – Kein Frieden ohne gesellschaftliche Veränderung
Zimmerwald 1915: ein kleiner Ort im Berner Mittelland. Geheim und als Vogelkundler getarnt, treffen sich mitten im Ersten Weltkrieg 38 führende Kriegsgegnerinnen und Kriegsgegner aus 11 europäischen Ländern. Die Arbeiter, die breiten Massen und ihre Familien leiden – auf allen Seiten der Grenzen. Die Zimmerwalder hat ein Wunsch zusammengeführt: den Krieg zu beenden, der „Burgfriedenpolitik“ entgegenzutreten. Es wird heiß und kontrovers diskutiert – aber doch ein gemeinsamer Nenner gefunden. Dieser Krieg muss sofort beendet werden! Zimmerwald 1.0 war ein bedeutender Schritt und schrieb Geschichte. Und heute? 110 Jahre später wachsen die Gefahren von Faschismus und Krieg. Zimmerwald 2.0 ist ein neuer Anlauf der kontroversen Diskussion – und der Einigung im Engagement gegen Faschismus und Krieg. Im September 2025 kommen 403 Teilnehmer*innen aus 34 Ländern zusammen, um ihre Friedenskräfte zu bündeln, trotz vieler Differenzen in der Weltanschauung. Diese werden nicht unter den Teppich gekehrt, aber auch nicht zum Hindernis für die gemeinsame Tat. Die Gefahren wachsen – aber „... es ist auch wahr, dass es ein Erwachen des demokratischen und revolutionären Gefühls mit immer klareren fortschrittlichen Nuancen gibt. (...) Der Silberstreif am Horizont ist die Herausbildung des Widerstands der Bevölkerung“ ist die Botschaft der Schlussresolution Zimmerwald 2.0. Das Buch enthält historische Dokumente ebenso wie alle Originalbeiträge und die Schlussresolution der Konferenz vom 6. September 2025 in Zürich.
Das Revier will leben! Tribunal gegen die Politik der verbrannten Erde der Ruhrkohle AG
Spannend wie ein Krimi, kompetent, gut recherchiert und emotional aufwühlend. Warum fehlen im Ruhrgebiet Lehrstellen und Arbeitsplätze? Warum droht hier eine Trinkwasserkatastrophe, von der kaum einer weiß? Warum sind Böden verseucht, die Kommunen verschuldet und viele Familien verarmt? Warum steigen nun auch im Revier die Mieten und weshalb erstarkt die faschistische AfD in diesem Gebiet, das durch Migration entstanden ist? Der 24. August 2025 brachte Licht ins Dunkel. 280 Teilnehmende klagten bei einem Tribunal die Ruhrkohle AG und die RAG-Stiftung für ihre Politik der verbrannten Erde an. Ehemalige Bergarbeiter und Bergarbeiterfrauen, junge Mütter, Witwen, Mieter, Gewerkschafter, Kommunalpolitiker, Anwälte, Ärzte und viele mehr berichteten aus erster Hand. Sie informierten gleichermaßen, wie sie den Kampf gegen diese verheerende Politik in die eigene Hand nahmen. Dieses Buch dokumentiert das Tribunal im Wortlaut. Vorwort Am Wochenende des 23./24. August 2025 fand in der Horster Mitte in Gelsenkirchen ein einzigartiges Event statt: das Tribunal gegen die Politik der verbrannten Erde der RAG und der RAG-Stiftung. Veranstalter des Tribunals waren AUF-Ruhr (Antifaschistisch-Unabhängig-Fortschrittlich, Wählergemeinschaft zum Ruhrparlament), die Bergarbeiterinitiative Kumpel für AUF, die überparteilichen Kommunalwahlbündnisse AUF Gelsenkirchen, BergAUF, NV AUF geht’s, AUF Witten, AUF Herten, Essen steht AUF und der Jugendverband REBELL. Weitere Einzelpersonen, fortschrittliche Initiativen, Organisationen wie das Internationalistische Bündnis, die MLPD und die Bergarbeiterfrauen-AG im Frauenverband Courage unterstützten das Projekt.Die Richter Frank Jasenski/Rechtsanwalt, Brigitte Ehrensperger/Druckvorlagenherstellerin und Frank Kraffczyk/Bergmann riefen 56 Zeugen und Sachverständige sowie weitere 24 Beiträge in der Aussprache in den Zeugenstand. Chefankläger ist Roland Meister/Rechtsanwalt und Spitzenkandidat für AUF-Ruhr. Er begründete die Dringlichkeit dieser Anklage, um einen Sachverhalt zu behandeln, der zur Vernichtung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen, vergiftetem Trinkwasser, wachsender Armut, Niedriglöhnen, horrenden Mieten und vielem mehr geführt hat. Dieser Sachverhalt ist zudem mit dafür verantwortlich, dass rassistische und faschistische Kräfte erstarkt sind.Die Bergarbeiterinitiative „Kumpel für AUF“ führt den Kampf gegen die Politik der verbrannten Erde seit der Schließung der letzten Zeche Prosper-Haniel im Jahr 2018. 18 Demonstrationen fanden in Bergarbeitersiedlungen des Ruhrgebiets statt, viele Veröffentlichungen und aufklärende Artikel sind seitdem erschienen. Das Tribunal war bis heute der Höhepunkt. Mit Sachkompetenz und sehr ernsthaft haben die Zeugen – betroffene Kumpel, Anwohnerinnen und Anwohner, Mieter, Jugendliche und Frauen – ihre Erfahrungen mit der Politik der verbrannten Erde in Redebeiträgen, Filmausschnitten, O-Tönen und Statistiken vorgetragen. Dadurch entstand ein Mosaik, das auf diesem Tribunal zu einer klaren Vorstellung zusammengefasst wurde. Der internationale Global-Player RAG bzw. RAG-Stiftung und ihren über 22.000 Beteiligungen haben im Zusammenspiel mit den bürgerlichen Parteien und staatlichen Institutionen eine regelrechte Diktatur über die Gesellschaft errichtet. Diese betrifft nicht nur die 5,1 Millionen Einwohner des Ruhrgebiets, sondern sie kann auch als regelrechte Blaupause für Bundesländer mit Schwerpunkt Automobil-, Chemie- oder Chip-Industrie genommen werden. Das Bewusstsein, die Klarheit und die Entschlossenheit, gegen diese Diktatur gemeinsam zu kämpfen, haben mit dem Tribunal einen neuen Schub bekommen. Die RAG wurde einstimmig im Sinne der Anklage für schuldig erklärt. Mit dieser Dokumentation wird der Erkenntnisfortschritt Eingang in die kämpferische Arbeiter-, Frauen-, Jugend- und Umweltbewegung finden. Das Bewusstsein wird wachsen, dass die kapitalistische Profitwirtschaft nicht das Ende der Geschichte sein kann. Ein gesellschaftsverändernder Kampf ist notwendig. Das Wochenende zeigte mit seiner Solidarität, Kultur und Gemeinsamkeit, dass die Arbeiterbewegung stärker sein wird, wenn sie sich organisiert und kämpft. Wir bedanken uns bei allen Mitwirkenden mit einem herzlichen Glück auf! Stefan Engel, öffentlicher Sprecher der Bergarbeiterzeitung Vortrieb Christian Link, Mitglied der Vorbereitungsgruppe zum Aufbau der Europakoordination der Internationalen Bergarbeiterkoordinierung und öffentlicher Sprecher von Kumpel für AUF Andreas Tadysiak, Hauptkoordinator der Internationalen Bergarbeiterkoordinierung September 2025 Inhalt: Vorwort, Eröffnung und Anklage des Chefanklägers Anklage 1: Von der Ruhrkohle AG zur RAG-Stiftung Anklage 2: Die RAG ist der größte Arbeits- und Ausbildungsplatzvernichter des Ruhrgebiets, ohne Ersatzarbeitsplätze und Ausbildungsplätze zu schaffen! Die Lüge: „Keiner fällt ins Bergfreie“ Anklage 3: Die RAG ist Vorreiterin im Abbau erkämpfter sozialer Errungenschaften unter Einsatz der Klassenzusammenarbeitspolitik Anklage 4: Die Vernichtung von bezahlbarem und lebenswertem Wohnraum durch VIVAWEST, Vonovia & Co Aussprache zu den Anklagepunkten 1 bis 4 Anklage 5: Die RAG provoziert aus nackter Profitgier eine regionale Trinkwasserkatastrophe und weitere Katastrophen Fotos und Dokumente Anklage 6: Die Lüge von der Gesundheitsfürsorge für die Bergleute Anklage 7: Die RAG verkauft den Kommunen gewinnbringend ihre vergifteten Flächen – ungeachtet der Gesundheit und des Schutzes von Mensch und Natur. Die Rolle des Regionalverbands Ruhr (RVR) Aussprache zu den Anklagen 5 bis 7 Anklage 8: Das Ausbluten der Kommunen und das Narrativ der Armutsmigration Anklage 9: Die kämpferische und revolutionäre Bergarbeitertradition und -kultur und der Kampf gegen ihre Unterdrückung, bürgerliche Verdrehung und Missbrauch Anklage 10: Der imperialistische Charakter der Diktatur der Monopole Aussprache zu den Anklagepunkten 8 bis 10 und Schlussresümee Schlussplädoyer und Urteil
Die Krise der bürgerlichen Gesellschaftswissenschaften, der Religion und der Kultur
' Es ist der vierte Teil von 4 Nummern der Schrift: "Die Krise der bürgerlichen Ideologie und die Lehre von der Denkweise" IV. Teil: Die Krise der bürgerlichen Gesellschaftswissenschaften, der Religion und der Kultur Eine immer schnellere Abfolge von Krisen erschüttert die kapitalistische Gesellschaft: Corona-Pandemie, tiefe Einbrüche der Weltwirtschaft, sozialer Notstand, die begonnene globale Umweltkatastrophe, wachsende Weltkriegsgefahr oder die zunehmende Gefahr des Faschismus. Die bürgerlichen Gesellschaftswissenschaften, die Religion und die Kultur versuchen Antworten zu geben, sind aber selbst vom Krisenmodus betroffen. Sie sind bei Weitem nicht »ideologiefrei«, sondern verbreiten die bürgerliche Weltanschauung! Das vorliegende Buch ergreift Partei für die Ideologie der Ausgebeuteten und Unterdrückten dieser Welt und ihre berechtigten kulturellen, ökologischen und sozialen Bedürfnisse. Schonungslos entwickelt es die Kritik an der bürgerlich-dekadenten Kultur, um zugleich alles Wertvolle und Fortschrittliche der menschlichen Kultur zu verteidigen. Das Buch entwickelt befreiende Visionen, wie eine sozialistische Gesellschaft die aufgeworfenen Fragen vorwärtsweisend lösen wird. Es ist der vierte Band in der Buchreihe »Die Krise der bürgerlichen Ideologie und die Lehre von der Denkweise«. Einleitung Der vierte Band der Buchreihe »Die Krise der bürgerlichen Ideologie und die Lehre von der Denkweise« befasst sich mit der Krise der bürgerlichen Gesellschaftswissenschaften, der Religion und der Kultur. Jede Gesellschaft braucht zum Funktionieren relativ vereinheitlichte weltanschauliche und kulturelle Erklärungen, Normen und Regeln. Mit den Klassengesellschaften entstanden Religionen als historisch erste systematisierte weltanschauliche Grundlagen. Mit der Herausbildung des Kapitalismus, beim Siegeszug von Aufklärung und modernen Naturwissenschaften ging der gesellschaftliche Einfluss der Religionen zurück. Die bürgerliche Ideologie entstand und beanspruchte weltanschauliche Deutungshoheit über die bürgerliche Gesellschaft. Die Entstehung der Arbeiterklasse bildete die materielle Grundlage für die Herausbildung der proletarischen Ideologie. Ihre materialistische Dialektik wurde zeitweilig zur vorherrschenden Methode für forschendes und freies Denken und Handeln in Wissenschaft und Kunst. Die bürgerlichen Gesellschaftswissenschaften, die Kunst und die Kultur schlugen im Kampf gegen den Feudalismus bedeutende Schlachten: die Soziologie und Pädagogik der Aufklärung Jean-Jacques Rousseaus, die Musik Ludwig van Beethovens, die Sprache und Literatur Johann Wolfgang von Goethes, die Enzyklopädie Denis Diderots, die Ökonomie David Ricardos oder die Philosophie Immanuel Kants, Georg Wilhelm Friedrich Hegels und Ludwig Feuerbachs. Insbesondere seit der Herausbildung des Imperialismus sahen sich die Herrschenden gezwungen, reaktionäre Rechtfertigungslinien und Verschleierungstaktiken für die kapitalistische Ausbeutergesellschaft anzubieten. Mit der Entstehung der allgemeinen Krisenhaftigkeit des Imperialismus wurden diese zunehmend vielschichtiger und reaktionärer. Schließlich geriet das ganze bürgerliche Betrugssystem selbst in einen fortwährenden Krisenmodus. Der Eintritt in die globale Umweltkatastrophe, die akute Gefahr eines atomaren Dritten Weltkriegs in Wechselwirkung mit einer wachsenden internationalen Tendenz zum Faschismus haben die Menschheit in eine latente Existenzkrise gestürzt. Die Destruktivkräfte des Imperialismus und ihre weltanschaulichen Ausprägungen treten immer abstoßender in Erscheinung. Als Antwort auf die gesellschaftlichen Krisen fördern die Herrschenden verstärkt Religionen sowie halbreligiöse Weltanschauungen wie Anthroposophie oder Esoterik. Die bürgerlichen Gesellschaftswissenschaften sollen den unterdrückten Massen die bürgerliche Gesellschaft nahebringen, sie auf ihre Verhaltensregeln ausrichten und kritischen Geistern illusionäre Irrwege weisen. Sie geben vor, gesellschaftliche Probleme von demokratischen Werten geleitet zu ergründen und zu lösen. Tatsächlich sind sie heute im Wesen Pseudowissenschaften mit der hauptsächlichen Aufgabe, das imperialistische Weltsystem schönzureden und die öffentliche Meinung antikommunistisch zu beeinflussen. Aber die Massen sind wacher und kritischer geworden! Um sie zu manipulieren und zu verwirren, wurde in den »modernen« kapitalistischen Gesellschaften das gesellschaftliche System der kleinbürgerlich-intellektuellen Denkweise geschaffen. Der bürgerliche Kulturbetrieb zielt besonders auf die Gefühle. Neben Elementen der Aufklärung und fortschrittlicher Ausbildung der Lebenskultur erzeugt und verstärkt die bürgerliche Massenkultur heute jedoch die zersetzende und negativistische kleinbürgerliche Denkweise, individuelle Selbstverwirklichung, Karrierismus, Egoismus; sie idealisiert die Nationalstaaten und die bürgerlichen Staats- und Familienverhältnisse und nimmt auch immer mehr dekadente Züge an. Die bürgerliche Geschichtsschreibung hat vor allem die Aufgabe, die herrschenden Verhältnisse zu rechtfertigen und zu idealisieren. Sie verfälscht dazu die Geschichte als eine zufällige Aneinanderreihung von Taten oder Untaten großer Persönlichkeiten und ihrer Gefolgsleute. Die moderne Geschichtsschreibung ignoriert gesellschaftliche Gesetzmäßigkeiten. Sie verleumdet die ehemals sozialistischen Länder und zeichnet ein antikommunistisches Zerrbild von ihnen. Die bürgerliche Pädagogik erzieht die Jugend im Sinne der bürgerlichen Staats- und Familienordnung. Sie suggeriert, dass die kapitalistische Gesellschaft das »Normale« und unantastbar sei. Bürgerliche Soziologie und Politikwissenschaft versuchen, die sich immer häufiger und heftiger entfaltenden gesellschaftlichen Krisen zu rechtfertigen. Das gleicht der unlösbaren Aufgabe einer Quadratur des Kreises. Sie richten das bürgerliche Krisenmanagement auf illusionäre Hoffnungen in die kapitalistische Gesellschaftsordnung oder lösen Weltuntergangsstimmung aus, um die Massen von der Erkenntnis abzuhalten, dass die sozialistische Weltrevolution notwendig und unvermeidlich ist. Das bürgerliche Rechtssystem genießt bis heute zu Unrecht den guten Ruf, »im Namen des Volkes« Gerechtigkeit walten zu lassen. Ihrem Wesen nach praktizieren Gerichte jedoch bürgerliche Klassenjustiz. Ihr Instrumentarium reicht von offener Repression bis zu einem scheinbaren Interessenausgleich zwischen unversöhnlichen Klassengegensätzen. Die bürgerlichen Wirtschaftswissenschaften prahlen mit angeblich wissenschaftlich begründeten Analysen und Prognosen. Tatsächlich bleiben sie weitgehend zweckmotivierte Kaffeesatzleserei im Sinne der Diktatur der Monopole und ihrer Wirtschaftsweisen. Die Agrarwissenschaft kreist als ein Feld der Wirtschaftswissenschaften meist um den konstruierten Hauptwiderspruch zwischen »konventioneller« und »ökologischer« Agrarwirtschaft. In Wirklichkeit besteht er zwischen der monopolistischen Agrarindustrie und den Lebensinteressen der Masse der Bauern, der breiten Massen und der Natur. Goethe gestaltete die deutsche Sprache dialektisch. Seine Werke prägen seither mehr oder weniger die deutsche Literatur. Die Differenziertheit seiner Grammatik, die Exaktheit seiner Begriffe und Formulierungen bleiben vorbildlich. Im System der kleinbürgerlichen Denkweise wuchern dagegen pseudo-kreative Wortspielereien, verschleiernde Begriffsbildungen und eine Verrohung der Sprache. Die Massen in Deutschland zeigen ein gewachsenes Informationsbedürfnis und zunehmendes Kulturniveau. Sie drängen nach selbständiger Meinungsbildung. Dem trägt die kapitalistische Lebenslüge der »freien Medien« scheinbar Rechnung. In Wahrheit verschleiern die monopolisierten Massenmedien nur ihren Zweck – die Manipulation der öffentlichen Meinung in einer raffinierten Mischung aus Wahrheit, Halbwahrheiten und Lügen. Der bürgerliche Sport erzielt durch die Berichterstattung über Profiveranstaltungen in Fernsehen, Radio und Internet sprudelnde Milliardenprofite. Gleichzeitig vermittelt er eine kleinbürgerliche Denk- und Lebensweise des Individualismus, der persönlichen Profilierung, der Konkurrenz, des Karrierismus und des bürgerlichen Nationalismus. Die bürgerlichen Gesellschaftswissenschaften und Kultur können aber angesichts der kapitalistischen Realität immer weniger die Sehnsucht der Massen nach Klarheit und Perspektive befriedigen. Daraus erwächst die dringliche Notwendigkeit, das freie Denken des wissenschaftlichen Sozialismus unter der Arbeiterklasse und den breiten Massen zu fördern. Eine Bewegung zu seiner Wiederbelebung und Verbreitung bildet das entscheidende weltanschauliche Fundament für das Erwachen und die Entwicklung des Klassenbewusstseins bis zum sozialistischen Bewusstsein. Das schließt die unverzichtbare Weiterentwicklung der dialektisch-materialistischen Gesellschaftswissenschaften und der proletarischen Kulturarbeit ein. Alle wertvollen Errungenschaften der bisherigen Menschheitsgeschichte müssen dabei gegen die zunehmende Dekadenz der imperialistischen Entwicklung verteidigt und erhalten werden. Die dialektische Negation der bürgerlichen Gesellschaftswissenschaften, der Kultur und Religion ist eine wesentliche weltanschauliche und praktische Schule eines überzeugenden gesellschaftsverändernden Kampfs. Sie hat zum Ziel, das proletarische Selbstverständnis, Selbstbewusstsein und Verhalten von immer mehr fortschrittlich oder revolutionär gesinnten Menschen in ihrem ganzen Lebensalltag herauszubilden und zu entwickeln. Sie ist auch Anleitung für die bewusste Gestaltung des Überbaus einer künftigen sozialistischen Gesellschaft auf der Grundlage der proletarischen Denkweise. Dieses Buch beruht ebenso wie die ersten drei Bände auf einer großen kollektiven Leistung von insgesamt 140 Autorinnen und Autoren. Entsprechend der Breite der Themen dieser Streitschrift haben Arbeiterinnen und Arbeiter, Fachleute der Wirtschaftswissenschaften, der Pädagogik, Soziologie, Literatur, Kunst und aus dem Rechtswesen unter Anleitung und Schriftleitung von Monika Gärtner-Engel und mir zusammengewirkt. Mit dem Buch würdigen wir besonders den Revolutionär Joachim Gärtner, der vor allem am Abschnitt über Beethoven mitarbeitete. Er stellte seine umfangreichen Kenntnisse und Fähigkeiten während des gesamten Parteiaufbaus der revolutionären Arbeiter- und Jugendbewegung zur Verfügung. Er verstarb am 21. Februar 2024 in Kassel. Stefan Engel, Oktober 2024 Werbeflyer zum Buch zum Download Flyer Buchvorstellung Frankfurter Buchmesse 2024 ____________________________________________________________________________________________________________________________________ Stefan Engel, Jahrgang 1954, ist gelernter Schlosser und arbeitet heute als freier Publizist. Seit 1968 ist er für den Parteiaufbau der MLPD aktiv. Von 1979 bis 2017 war er erster Vorsitzender der MLPD, bis 2016 an verantwortlicher Stelle in der internationalen revolutionären Arbeiterbewegung tätig. Seit 1991 hat er von Willi Dickhut die Leitung des theoretischen Organs REVOLUTIONÄRER WEG übernommen. Monika Gärtner-Engel ist Internationalismusverantwortliche der MLPD, Hauptkoordinatorin der revolutionären Weltorganisation ICOR und Co-Präsidentin der United Front. Sie ist seit 2021 stellvertretende Leiterin der Redaktion REVOLUTIONÄRER WEG und Mitautorin der Bücher »Neue Perspektiven für die Befreiung der Frau« und »Die globale Umweltkatastrophe hat begonnen!«. Besuchen Sie auch www.revolutionaerer-weg.de! Neben den Kurzvorstellungen der einzelnen RW-Ausgaben finden Sie hier Briefwechsel und Dokumente aus der laufenden theoretischen Arbeit, aus aller Welt sowie Dokumente des ersten Redaktionsleiters Willi Dickhut. '
Die Krise der bürgerlichen Naturwissenschaft
' Es ist der dritte Teil von 4 Nummern der Schrift: "Die Krise der bürgerlichen Ideologie und die Lehre von der Denkweise" III. Teil: Die Krise der bürgerlichen Naturwissenschaft In der Buchreihe »Die Krise der bürgerlichen Ideologie und die Lehre der Denkweise« behandelt der dritte Band die Krise der bürgerlichen Naturwissenschaft. Die Naturwissenschaftler genießen in der bürgerlichen Gesellschaft allgemein hohes Ansehen, weil sie scheinbar unpolitisch, unanfechtbar und nur dem gesellschaftlichen Fortschritt verpflichtet sind. Mit dem Vordringen des Positivismus und Pragmatismus haben die Naturwissenschaften jedoch erheblich an Wissenschaftlichkeit eingebüßt und sind in eine Krise geraten. Diese Streitschrift soll das materialistisch begründete freie Denken in der Arbeiterklasse wiederbeleben. Ohne sich von den Fesseln des Idealismus und der Metaphysik zu befreien, wird die Menschheit nicht in die Lage kommen, die Errungenschaften der modernen Naturwissenschaften für den gesellschaftlichen Fortschritt zu nutzen. So ist dieses Buch auch ein Muss für jede streitbare Wissenschaftlerin und jeden streitbaren Wissenschaftler. Es dient dem Ziel, dem wissenschaftlichen Sozialismus und seiner dialektisch-materialistischen Methode zu neuem Ansehen zu verhelfen.Auszug aus der Einleitung: Gegenüber der herrschenden bürgerlichen Ideologie hat sich überall auf der Welt in den letzten Jahren ein kritischer Geist entfaltet, kaum jedoch noch gegenüber den Naturwissenschaftlern! Die Rolle von Naturwissenschaft und Technik ist im Alltag der Gesellschaft deutlich gewachsen. Schulen und Universitäten, aber auch Literatur, Filme, Wissenschaftsmagazine, Ratgeber, Gesundheitskurse, Radio und Fernsehen oder Internet verbreiten zuweilen wertvolle und durchaus materialistische Informationen über wissenschaftliche oder technische Entwicklungen. Allerdings trüben allerlei idealistische und metaphysische Deutungen, unwissenschaftliche Begriffe und systemkonforme Handlungsanleitungen ihren Wahrheitsgehalt. … Im Fokus der Kritik stehen die krisenhaften, schädlichen Rückwirkungen der bürgerlichen Ideologie auf den Fortschritt der Naturwissenschaften.Inhaltsverzeichnis: Einleitung 1. Aufschwung und Niedergang der bürgerlichen Naturwissenschaft 2. Die weltanschauliche Sackgasse der modernen Physik 3. Die Astrophysik zwischen Wissenschaft und Schöpfungsmythos 4. Die Biologie als »Wissenschaft vom Leben« in der Krise5. Weltanschauliche Irrwege in der Umweltforschung6 . Die Krise des bürgerlichen Ingenieurwesens7. Das grundlegende Dilemma der bürgerlichen Medizin8. Der Mythos der »alternativen Medizin«9. Die moderne Psychologie zwischen Dichtung und Wahrheit10. Die Perspektiven der modernen Naturwissenschaft Einleitung als PDF-Datei zum Download Stimmen zu dem Buch: "Besonders begeisternd finde ich, dass viele Polemiken schöpferisch zu grundlegenden Definitionen von Medizin, Biologie und Physik führen. Das ist sehr wertvoll und eine schöpferische Weiterentwicklung des MarxismusLeninismus. Man hebt beim Lesen sozusagen den Kopf über den Rand der ständigen Krisenhaftigkeit dieses Systems zur leuchtenden Zukunft in einem sozialistischen System. Welche Fortschritte der Menschheit in einem proletarischen Wissenschaftsbetrieb möglich waren und möglich wären!" "Ich hatte vor dem Lesen ein mulmiges Gefühl und Angst vor Abwertung als Psychologin. Stattdessen fühle ich mich jetzt gestärkt und respektvoll behandelt. Der Angriff und die beeindruckende Polemik geht gegen die bürgerliche Psychologie und ihre Träger, ihre Funktion im Klassenkampf und Gesellschaft. Die oft messerscharfe Polemik hat mich gefreut und oft zum Lachen gebracht. Ich freue mich darauf, in die weltanschauliche Auseinandersetzung mit Kollegen zu gehen." Werbeflyer zum Buch zum Download DINA1-Plakat mit Inhaltsverzeichnis zum Buch "Die Krise der bürgerlichen Naturwissenschaft" erschienen. Hier zum Downloaden oder bestellen über den Verlag Neuer Weg (Tel. 0201 - 25915 oder vertrieb@neuerweg.de). Preis 1,20 € pro Stück zzgl. Versandkosten. ____________________________________________________________________________________________________________________________________ Stefan Engel, Jahrgang 1954, ist gelernter Schlosser und arbeitet heute als freier Publizist. Seit 1968 ist er für den Parteiaufbau der MLPD aktiv. Seit 1975 ist er einer der führenden Vertreter. Seit Ende der 1980er-Jahre bis 2016 war er an verantwortlicher Stelle in der internationalen revolutionären Arbeiterbewegung tätig. Seit 1991 hat er von Willi Dickhut die Leitung des theoretischen Organs REVOLUTIONÄRER WEG übernommen. Besuchen Sie auch www.revolutionaerer-weg.de! Neben den Kurzvorstellungen der einzelnen RW-Ausgaben finden Sie hier Briefwechsel und Dokumente aus der laufenden theoretischen Arbeit, aus aller Welt sowie Dokumente des ersten Redaktionsleiters Willi Dickhut. '
Die Krise der bürgerlichen Ideologie und des Opportunismus
' Es ist der zweite Teil von 4 Nummern der Schrift: "Die Krise der bürgerlichen Ideologie und die Lehre von der Denkweise"II. Teil: Die Krise der bürgerlichen Ideologie und des Opportunismus Das Vertrauen in den Kapitalismus unter den Massen bröckelt erheblich. Es sind vor allem opportunistische Strömungen, über die die bürgerliche Ideologie in die fortschrittlichen Bewegungen und die Arbeiterklasse eindringt, um die Entwicklung des sozialistischen Klassenbewusstseins der Arbeiterklasse zu verhindern. Das Buch knüpft direkt am ersten Teil dieser Reihe »Die Krise der bürgerlichen Ideologie und des Antikommunismus« an, der im April 2021 erschien. Als zweiter Teil in der Reihe »Die Krise der bürgerlichen Ideologie und die Lehre von der Denkweise« befasst es sich damit, wie der Opportunismus im weltanschaulichen Kampf auf der Grundlage der praktischen Kampferfahrungen nachhaltig überwunden werden kann. Die Bücher »Götterdämmerung über der ›neuen Weltordnung‹«, »Morgenröte der internationalen sozialistischen Revolution« und »Katastrophenalarm! Was tun gegen die mutwillige Zerstörung der Einheit von Mensch und Natur?« beinhalten die Analyse der Neuorganisation der internationalen kapitalistischen Produktion als neue Phase des Imperialismus und die Schlussfolgerungen für die Strategie und Taktik der internationalen sozialistischen Revolution. Das vorliegende Buch dient der Vervollständigung durch die weltanschauliche Seite. Es erscheint in vier Teilen als Nummer 36 bis 39 der Reihe REVOLUTIONÄRER WEG. Interview mit Stefan Engel, dem Leiter der Redaktion Revolutionärer Weg (RW) zum Erscheinen des Buchs bzw. des RW 37 unter dem Titel »Die Krise der bürgerlichen Ideologie und des Opportunismus« (Verlinkung zu rf-news). Werbeflyer zum Buch '
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Die Krise der bürgerlichen Ideologie und des Antikommunismus
Es ist der erste Teil von 4 Nummern der Schrift: "Die Krise der bürgerlichen Ideologie und die Lehre von der Denkweise" I. Teil: Die Krise der bürgerlichen Ideologie und des Antikommunismus Berechtigt verlieren immer mehr Menschen das Vertrauen in die herrschende Politik. Doch welche Lehren ziehen die Arbeiter und Arbeiterinnen, die Massen der Welt aus dem umfassenden Krisengeschehen? Die bürgerliche Ideologie hat ihre Anziehungskraft verloren und steckt tief in der Krise. Ein weltanschaulicher Kampf um Deutung und Schlussfolgerungen ist entbrannt. Der Antikommunismus ist seit der offenen Krise des Reformismus und des modernen Revisionismus zum Haupthindernis in der Bewusstseinsbildung der Massen geworden. Doch er befindet sich selbst in der Krise, was seine permanente Modifikation bewirkt. Dieses Buch folgt der Überzeugung, dass die Zeit reif ist für eine weltanschauliche Offensive des wissenschaftlichen Sozialismus. Die Bücher »Götterdämmerung über der ›neuen Weltordnung‹«, »Morgenröte der internationalen sozialistischen Revolution« und »Katastrophenalarm! Was tun gegen die mutwillige Zerstörung der Einheit von Mensch und Natur?« beinhalten die Analyse der Neuorganisation der internationalen kapitalistischen Produktion als neue Phase des Imperialismus und die Schlussfolgerungen für die Strategie und Taktik der internationalen sozialistischen Revolution. Das vorliegende Buch dient der Vervollständigung durch die weltanschauliche Seite. Es ist der erste Teil von vier Nummern der Schrift »Die Krise der bürgerlichen Ideologie und die Lehre von der Denkweise« der Reihe REVOLUTIONÄRER WEG 36-39. Stimmen zum Buch „Die Jugend kämpft um ihre Zukunft und braucht eine Ideologie der Zukunft, den wissenschaftlichen Sozialismus. Es ist ein anspruchsvolles Buch, was ich gerade deshalb jedem Jugendlichen empfehlen würde, zu lesen.“ „Kapitalismuskritik ist weit verbreitet unter meinen Kollegen. Der Antikommunismus ist das Problem! Er verbaut die Perspektive. Das Buch zu lesen, hilft zu verstehen, woher er kommt und gibt eine Hilfe, wie wir damit fertigwerden!“ „Wer nicht verzweifeln will über die Zustände im kapitalistischen Gesundheitssystem, sondern eine Perspektive sucht, dem empfehle ich das Buch.“ Besuchen Sie auch www.revolutionaerer-weg.de! Neben den Kurzvorstellungen der einzelnen RW-Ausgaben finden Sie hier Briefwechsel und Dokumente aus der laufenden theoretischen Arbeit, aus aller Welt sowie Dokumente des ersten Redaktionsleiters Willi Dickhut.
So war's damals ... Tatsachenbericht eines Solinger Arbeiters 1926 - 1948
Wie kam Willi Dickhut dazu, Kommunist zu werden? Besonders für die Jugend ist der Lebensweg von Willi Dickhut ein Vorbild. Die 20er und frühen 30er Jahre waren eine turbulente Zeit der Arbeiterbewegung. Als die herrschende Klasse ihre Macht nicht mehr mit dem Mittel der bürgerlichen Demokratie aufrechterhalten konnte, griff sie zum Mittel der faschistischen Diktatur. Die Arbeiterbewegung wurde zerschlagen – durch den brutalsten Terror, den die Menschheit jemals erlebt hat. Die Revolutionäre wurden in die tiefste Illegalität gezwungen. Die faschistische Diktatur wurde militärisch vernichtet. Doch unter dem Mantel der „Erziehung zur Demokratie“ üben die westlichen Besatzungsmächte eine verschleierte Diktatur aus, um ungehindert den kalten Krieg vorbereiten zu können. Die deutschen Reaktionäre werden an diesem Plan beteiligt. Die Speerspitze richtet sich gegen die Sowjetunion. Vor diesem historischen Hintergrund schildert der Verfasser auch seine persönlichen Erlebnisse um Kampferfahrungen als Funktionär der Arbeiterbewegung: Die Vergangenheit wird lebendig.
Was geschah danach ... Tatsachenbericht eines Solinger Arbeiters ab 1949
Willi Dickhut berichtet im Buch über seine politischen Erfahrungen ab 1949. In der Stadt Solingen entwickelte er führend die Kommunalpolitik der KPD. Sie war geprägt vom Wunsch und praktischen Vorschlägen zu einer Kommunalpolitik gemeinsam mit der SPD. Die Erfahrungen werden im Buch verarbeitet. Die KPD entwickelt ein konkretes Kommunalwahlprogramm für die Stadt Solingen. Im September 1949 wird Adenauer Bundeskanzler. Ein Jahr später ist die Remilitarisierung beschlossene Sache, jeder Widerstand dagegen wird verfolgt. 1951 bereits stellt die Bundesregierung den Antrag auf Feststellung der Verfassungsfeindlichkeit der KPD. Willi Dickhut arbeitet in dieser Zeit zunächst in der Kaderabteilung NRW, später in der zentralen Kaderabteilung der KPD. Deutlich wird, wie eng die Zusammenarbeit mit der Kaderabteilung „West“ der SED war. Schon damals kam es dort zu bürokratischen Fehlern bei der Kaderbehandlung. Seit Mitte 1952 ist der Verfasser als 1.Kreissekretär in Solingen tätig. Es gelingt, verlorenen Einfluß der KPD in den Betrieben zurückzuerobern und eine Aktionseinheit mit der SPD auf kommunaler Ebene einzugehen. Am 17.August 1956 wird die KPD verboten. Die illegale Arbeit erschwert die notwendige innerparteiliche Diskussion. Und das in einer Situation, in der die KPD ohne Zögern die revisionistische Linie der KPdSU, die auf dem XX. Parteitag im Februar 1956 von Chruschtschow verkündet worden war, übernimmt. Willi Dickhut teilte den Standpunkt der KP Chinas, dass hier der Sozialismus verraten wurde, was 1966 zum Ausschluß aus der Partei führt. Für Willi Dickhut steht fest: Die Entartung der KPD bzw. DKP macht den Aufbau einer neuen marxistisch-leninistischen Partei notwendig, und er unterstützt diese Aufgabe mit ganzer Kraft.
Willi Dickhut - Ein ungewöhnlicher Arbeiterführer und revol. Theoretiker - Vorbild für die Jugend
Anlässlich des 30. Todestages von Willi Dickhut ist diese Broschüre von Gabi Fechtner erschienen. Willi Dickhut ist eine Kind der Arbeiterklasse. Er war organisierter Kommunist und unversöhnlich gegen den Verrat am Sozialismus in den ehemals sozialistischen Ländern. Er wurde zum Arbeitertheoretiker von internationaler Bedeutung, war in seinen Denken durchdrungen von der dialektischen Methode. Mit ihm wurden die Weichen für die Partei neuen Typs gestellt. Die Broschüre dokumentiert seine tiefe Überzeugung in die Sache des Sozialismus, dem er sich mit unerschütterlichem Willen verschieben hatte. Inhaltsverzeichnis: Kind und Führer der Arbeiterklasse Organisierter Kommunist, unversöhnlich gegen den Verrat am Sozialismus Arbeitertheoretiker von internationaler Bedeutung Durchdrungen von der dialektischen Methode Weichensteller für die Partei neuen Typs Unerschütterlicher Wille
Über die Herausbildung der neuimperialistischen Länder
Für die Diskussion zum 100. Jahrestag der russischen Oktoberrevolution stellt die MLPD der internationalen revolutionären und Arbeiterbewegung ihre neu erschienene Blaue Beilage „Über die Herausbildung der neuimperialistischen Länder“ vor. Sie erscheint demnächst als „Blaue Beilage“ in der Roten Fahne (Magazin der MLPD) und danach als Broschüre und wird momentan übersetzt. Vorwort Die Analyse der Herausbildung und Entwicklung einer Reihe neuimperialistischer Länder wurde notwendig, weil diese neue Erscheinung das bisherige Gefüge des imperialistischen Weltsystems dramatisch infrage stellt. Auf dem festen Fundament der Analyse des Imperialismus, ausgehend von Lenin, hat die MLPD seit 1969 neue Erscheinungen und wesentliche Veränderungen mit der dialektisch-materialistischen Methode grundsätzlich und konkret untersucht: den staatsmonopolistischen Kapitalismus in der BRD, die Restauration des Kapitalismus in der Sowjetunion und in China, die Entstehung des Neokolonialismus, die Neuorganisation der internationalen Produktion und die Entwicklung der Umweltkrise. Die vorliegende Blaue Beilage baut auf diese in programmatischen Dokumenten und dem System ihres theoretischen Organs REVOLUTIONÄRER WEG erarbeitete ideologisch-politische Linie auf und entwickelt diese weiter. Das Buch „Morgenröte der internationalen sozialistischen Revolution“ stellte 2011 erstmals die These von der Herausbildung und Entwicklung neuimperialistischer Länder auf. Die vorliegende Analyse bringt für diese wohlbegründete These den wissenschaftlichen Nachweis. Diese Analyse ist ein Beitrag zur bewusstseinsbildenden Diskussion unter der Masse der Arbeiter, Frauen und Jugendlichen. Sie ist darüber hinaus eine Positionierung der MLPD gegenüber der internationalen revolutionären und Arbeiterbewegung für die Diskussion am 100. Jahrestag der russischen Oktoberrevolution. Juli 2017, Stefan Engel Einleitung Die Welt ist erfasst von großer Unruhe, dramatischen Konflikten, erbitterten Massenkämpfen und unerwarteten Wendungen. Viele Menschen sind in größter Sorge um die Zukunft: Sorge über den US-Präsidenten Donald Trump, die Errichtung einer faschistischen Diktatur in der Türkei, den nicht endenden Krieg in Syrien, den kriegerischen Konflikt in der Ukraine, die Provokationen der USA und Chinas im Südchinesischen Meer oder die dramatische Zuspitzung der Widersprüche um die koreanische Halbinsel. Hierbei drohen die USA und Nordkorea offen mit einem Atomkrieg. Und Sorge, weil die internationalen Monopole mutwillig und verantwortungslos die Zerstörung der Einheit von Mensch und Natur vorantreiben, um ihre Maximalprofite zu steigern. Unter dem Druck der Krise ihrer bürgerlichen Flüchtlingspolitik seit 2015 vollzogen und vollziehen immer mehr Regierungen in Europa einen deutlichen Rechtsruck. Auch die Merkel/Gabriel-Regierung in Deutschland. Sie rechtfertigen das mit einem vermeintlichen »Kampf gegen den Terrorismus«. Auf diesem Boden erstark(t)en überall offen reaktionäre, rassistische, nationalistische bis faschistoide Bewegungen und Parteien – wie nie seit dem II. Weltkrieg. Zugleich erleben wir den Beginn eines fortschrittlichen Stimmungsumschwungs unter der Arbeiterklasse und den breiten Massen. Diese Bewegung übertrifft in ihrem Umfang, ihrer Vielfalt und ihrem Gehalt schon jetzt bei Weitem die weltweiten Anti-Vietnamkrieg-Proteste der 1970er-Jahre. Eine neue, länderübergreifende, gesellschaftskritische Jugendbewegung umfasst Hunderttausende. Sie kündigt einen neuen Aufschwung der internationalen revolutionären und Arbeiterbewegung an. Woher kommt das alles? Und wie ist das zu beurteilen? Die hauptsächlichen Ursachen gesellschaftlicher Veränderungen und Umbrüche sind nicht in den Köpfen oder Programmen der herrschenden Politiker zu suchen oder im Aufkommen neuer Ideen oder Philosophien, so belegt es der dialektische und historische Materialismus. Sie haben ihre materielle Grundlage vielmehr in der ökonomischen Basis der Gesellschaft, in der widersprüchlichen Entwicklung der Produktionsweise. Die Entstehung einer Reihe neuimperialistischer Länder ist dabei heute eine Kernfrage. Diese Tatsache sowie ihre tieferen Ursachen und Auswirkungen gilt es zu begreifen. Andernfalls ist es unmöglich, die gegenwärtigen Veränderungen der Weltlage zu verstehen und daraus die richtigen Schlussfolgerungen zu ziehen für den Klassenkampf und die Zukunft der Menschheit. Die Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands (MLPD) kennzeichnet in ihrer Analyse hauptsächlich eine Gruppe von 14 Ländern als neuimperialistisch; sie sind unterschiedlich groß, auf unterschiedlicher Entwicklungsstufe und haben eine unterschiedliche sozialökonomische Struktur und Geschichte: die BRICS-Staaten Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika; die MIST-Staaten Mexiko, Indonesien, Südkorea und die Türkei sowie Argentinien, Saudi-Arabien, Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate und der Iran. Ihren neuimperialistischen Charakter entwickelten diese Länder in einem bestimmten Zeitraum und Zusammenhang mit den jüngsten gesellschaftlichen Entwicklungen. 3,7 Milliarden Menschen leben in diesen 14 Ländern, mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung. Der Prozess der Herausbildung neuimperialistischer Länder zeichnet sich bereits in einer Reihe weiterer Länder ab. Das ist für diese Analyse jedoch unerheblich.
Der Ukrainekrieg und die offene Krise des imperialistischen Weltsystems
' »Mit dem Ukrainekrieg und der akuten Gefahr eines Dritten Weltkriegs entstand im Rahmen der Allgemeinen Krise des Kapitalismus eine neue Phase der beschleunigten Destabilisierung des imperialistischen Weltsystems. Sie bereitet den Boden vor für eine revolutionäre Weltkrise. Damit erfährt die allgemeine Krisenhaftigkeit des Imperialismus eine neue Qualität. Alle hauptsächlichen Widersprüche des imperialistischen Weltsystems verschärfen sich sprunghaft. ... Diese neue Ausgangslage verändert schlagartig die Aufgabenstellung des revolutionären Klassenkampfs.« (S. 58)Inhaltsverzeichnis: 1. Der Ukrainekrieg und die akute Gefahr eines Dritten Weltkriegs .... 52. Die Außenpolitik der imperialistischen Länder zur Vorbereitung eines Dritten Weltkriegs .... 153. Wechselwirkung von Faschismus und Krieg .... 224. Der Übergang zum weltweiten Wirtschaftskrieg .... 315. Der Ukrainekrieg beschleunigt die Entwicklung zur globalen Umweltkatastrophe .... 396. Der Übergang des Opportunismus zum Sozialchauvinismus .... 507. Eine neue Phase der beschleunigten Destabilisierung des imperialistischen Weltsystems .... 578. Aktiver Widerstand gegen den Dritten Weltkrieg .... 63 Flyer zum Download '
„Kampf gegen den drohenden Flächenbrand in Nahost. Was ist die Perspektive des palästinensischen Bef
Einleitungsbeitrag der MLPD für die Veranstaltung „Internationalismus-Live“ zum Thema „Kampf gegen den drohenden Flächenbrand in Nahost. Was ist die Perspektive des palästinensischen Befreiungskampfs?“ von Monika Gärtner-Engel, Gabi Fechtner und Reinhard Funk am 10. Dezember 2023 in der Horster Mitte in Gelsenkirchen. 40 Seiten, bebildert Die Broschüre gliedert sich in sechs Abschnitte: Wir unterstützen den palästinensischen Befreiungskampf und kritisieren die menschenverachtende imperialistische und zionistische Aggression Israels in Gaza Der tiefere Hintergrund des Kriegs liegt im erbitterten Kampf zwischen alten und neuimperialistischen Mächten um die Vorherrschaft im Nahen und Mittleren Osten um Öl, Gas und die geostrategische Lage Der Umgang der deutschen Regierung und der deutschen bürgerlichen Medien und die Unterdrückung der Solidarität mit dem Kampf ist menschenverachtend, doppelzüngig, manipulativ und verlogen Im Unterschied zu vielen revisionistischen, trotzkistischen und kleinbürgerlich-nationalistischen Kräften in der Palästina-Solidaritätsbewegung treten wir für das Existenzrecht Israels ein Wir lassen uns vom proletarischen Internationalismus leiten Zur Solidarität gehört auch die Auseinandersetzung um die richtige Strategie und Taktik des palästinensischen Befreiungskampfs auf der Grundlage revolutionärer und marxistisch-leninistischer Prinzipien _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ Monika Gärtner-Engel, Jahrgang 1952, Diplompädagogin und heute freie Publizistin. Sie ist stellvertretende Parteivorsitzende der MLPD, Hauptkoordinatorin der ICOR und Co-Präsidentin der im September 2023 gegründeten weltweiten antiimperialistischen Einheitsfront gegen Faschismus, Krieg und Umweltzerstörung (United Front). Sie ist Mitautorin verschiedener Ausgaben der Reihe Revolutionärer Weg, dem Theoretischen Organ der MLPD. Gabi Fechtner, Jahrgang 1977, ist gelernte Werkzeugmechanikerin und heute freie Publizistin. Seit 1999 ist sie Mitglied im Zentralkomitee der MLPD und seit April 2017 Parteivorsitzende der MLPD. Anerkennung und Autorität erwarb sie sich unter anderem in Arbeiterkämpfen, als engagierte Vertreterin des echten Sozialismus und als Leiterin einer Solidaritätsbrigade der ICOR im syrisch-kurdischen Kobanê. Reinhard Funk, Jahrgang 1958, gelernter Werkzeugmacher, arbeitete im Ruhrgebiet als Kaltwalzer in der Stahlindustrie. Er ist seit vielen Jahren Mitglied im Zentralkomitee der MLPD, ihr Länderverantwortlicher für Palästina/Israel und machte verschiedene Reisen in die Region. Er ist Initiator der bundesweiten Bewegung „Gib Antikommunismus keine Chance!“
Der grosse Bergarbeiterstreik 1997
' Die Fackel weitertragen 2018 werden von der Ruhrkohle AG und der Regierung die letzten beiden Steinkohlezechen im Ruhrgebiet geschlossen. Mit heuchlerischen Krokodilstränen wollen die Verantwortlichen unter den Arbeitern eine depressive Niederlagenstimmung verbreiten und mitsamt dem Ruhrbergbau auch die kämpferische Tradition der Bergarbeiterbewegung begraben. Die Bergarbeiterbewegung Kumpel für AUF, die Betriebsgruppe der MLPD, der Jugendverband REBELL und viele andere Ruhrgebietler machten diesem Vorhaben einen Strich durch die Rechnung: Die Solidarität und die hart geführten Kämpfe, die gesammelten Kampferfahrungen der Bergleute bleiben von unschätzbarem Wert für die Arbeiterbewegung und ihre Jugend! Die Veranstaltung „Der große Bergarbeiterstreik 1997“ am 6. Oktober 2018 machte es sich zur Aufgabe, diese Lehren zu verarbeiten und unsterblich zu machen. Aus diesem Grund stellten Jugendliche Fragen an über 50 Bergleute, Bergarbeiterfrauen und Freunde. Sie zogen Schlussfolgerungen, und 600 Teilnehmer verpflichteten sich, die Fackel der Bergarbeiterbewegung weiterzutragen. In einer Revue ließen sie alle den Streik 1997 und seine Vorgeschichte lebendig werden. Dieses Buch ist unverzichtbar für jeden, der den Kampf um eine lebenswerte Zukunft unserer Jugend führen und gewinnen will. Dieses Buch fasst erstmalig die Geschichte des Streiks 1997 als einzigartiges Dokument zusammen. Es ist optimistisch in die Zukunft gerichtet, denn: Die Erfahrungen der Bergarbeiterbewegung bleiben unvergessen und werden in den kommenden Kämpfen weiterleben. Stefan Engel, öffentlicher Sprecher des Vortriebs und Mitglied der Betriebsaufbaugruppe Prosper der MLPDChristian Link, Mitglied im Vorstand von Kumpel für AUFAnna Vöhringer, Vorsitzende des Jugendverband REBELL Flyer "Der grosse Bergarbeiterstreik 1997" zum Download '
"20 Jahre Streik der Opelaner in Bochum - Wenn die Arbeiter das Heft in die Hand nehmen!"
Solange die Kapitalisten die Macht haben und die Politik diktieren, wird nicht nur unsere wirtschaftliche Existenz immer wieder in Frage gestellt. Das kann auch nicht mit einem Streik geändert werden. Aber unser Streik zeigt den zukunftsweisenden Weg auch für heute: Um jeweils konkrete Verbesserungen zu kämpfen, vor allem aber auch als Schule, wie wir Arbeiter in die Offensive kommen, unsere Stärke entfalten und diese Macht auch grundsätzlich in Frage stellen. Das wollen mit der heutigen Veranstaltung darlegen. Denn unser Streik sicherte nicht nur, dass das Werk I noch zehn Jahre bestand. Er war insbesondere ein Signal, das weit über unseren Werkszaun hinausreichte. Deshalb haben wir uns zu diesem Fest entschieden. Wir wollen die Erfahrung aus diesem Streik an andere Belegschaften, an die jüngere Generation weitergeben. Und auch das ist kein glatter Prozess, in dem wir berichten, und andere Belegschaften unsere Erfahrungen einfach in die Tat umsetzen. Es ist ein tiefgehender Selbstveränderungsprozess für uns alle. (Auszug aus der Rede)
Die globale Umweltkatastrophe hat begonnen! Was tun gegen die mutwillige Zerstörung der Einheit von
' Der Gesamtausgabe beinhaltet die Bücher: Katastrophenalarm! Was tun gegen die Zerstörung der Einheit von Mensch und Natur? Die globale Umweltkatastrophe hat begonnen! Ergänzungsband zu dem 2014 erschienenen Buch »Katastrophenalarm! Was tun gegen die mutwillige Zerstörung der Einheit von Mensch und Natur?«. Riesige Wald- und Buschbrände, gigantische Sturzregen, absterbende Wälder, Überflutungen, Dürrekatastrophen und Tornados – nahezu täglich Katastrophenmeldungen in Zeitungen und News-Tickern. Eine Reihe von irreversiblen Zerstörungs- und Selbstzerstörungsprozessen in der Natur entfalten sich und stellen das Überleben in immer mehr Regionen in Frage. Diese Prozesse machen deutlich, die globale Umweltkatastrophe hat begonnen! Die Hauptverantwortlichen für diese Entwicklung sind die internationalen Übermonopole, die in der Jagd nach Maximalprofit gnadenlos und wider besseres Wissen über den dringend nötigen Umweltschutz und akut gebotene Sofortmaßnahmen hinweggehen. Alle, die nicht in der globalen Umweltkatastrophe untergehen wollen, sind heute wie nie zuvor herausgefordert, einen gesellschaftsverändernden Kampf aufzunehmen. Im vorliegenden Gesamtwerk sind die beiden Bücher »Katastrophenalarm! Was tun gegen die mutwillige Zerstörung der Einheit von Mensch und Natur?« von 2014 und der Ergänzungsband »Die globale Umweltkatastrophe hat begonnen!« von 2023 enthalten. Sie machen unmissverständlich klar – eine Rettung der Menschheit wird nur im echten Sozialismus möglich sein. Wir befinden uns in einem Wettlauf mit der Zeit! Vorwort zur Gesamtausgabe Die Umweltfrage ist heute zu einer der wichtigsten Zukunftsfragen der breiten Massen geworden. Mit größter Besorgnis nehmen wir immer häufiger auftretende und intensivere regionale Umweltkatastrophen wahr, die bereits heute Millionen Menschen die Existenzgrundlage oder gar das Leben kosten. Die MLPD analysiert diese Entwicklung bereits seit den 1980er-Jahren kontinuierlich. 2014 erschien dazu das Buch »Katastrophenalarm! Was tun gegen die mutwillige Zerstörung der Einheit von Mensch und Natur?«, das ausgehend von den Lehren von Marx und Engels eine grundlegende und systematische Analyse der Umweltfrage vorlegte und Schlussfolgerungen für den proletarischen Klassenkampf und den Parteiaufbau zog. Es kam zu dem Schluss, dass sich die Welt bereits im beschleunigten Übergang in eine globale Umweltkatastrophe befindet. Früher als erwartet, schon Anfang 2023, stellten wir fest: Die globale Umweltkatastrophe hat begonnen. Irreversible, sich selbst verstärkende und zunehmend unkontrollierbare Entwicklungen sind in Gang geraten, die die ganze Existenz der Menschheit in Frage stellen und die Ablösung des Kapitalismus durch den Sozialismus noch dringlicher macht. Das erforderte eine Erweiterung und Ergänzung der bisherigen Analysen, was sich in einem Ergänzungsband zum »Katastrophenalarm! …« unter dem Titel »Die globale Umweltkatastrophe hat begonnen!« niederschlug. Das vor euch liegende Gesamtwerk enthält beide Schriften, die als Einheit zu verstehen sind. Stefan Engel, März 2024 Flyer Ergänzungsband zum Download Stefan Engel, gelernter Schlosser und heute freier Publizist, war 37 Jahre Vorsitzender der MLPD. Seine theoretische Arbeit und sein praktisches Know-how zur Führung von Arbeiterkämpfen stellt er seit Jahrzehnten der revolutionären Arbeiterbewegung, auch international, zur Verfügung. Seit 1991 ist Stefan Engel Leiter der Redaktion REVOLUTIONÄRER WEG, dem theoretischen Organ der MLPD. Er ist weltweit als marxistisch-leninistischer Theoretiker anerkannt. Monika Gärtner-Engel ist Internationalismusverantwortliche der MLPD, Hauptkoordinatorin der revolutionären Weltorganisation ICOR und Co-Präsidentin der United Front. Sie ist Mitautorin des Buchs »Neue Perspektiven für die Befreiung der Frau« und anerkannte Repräsentantin in der internationalen kämpferischen Frauenbewegung. Gabi Fechtner, gelernte Werkzeugmechanikerin, ist seit April 2017 Vorsitzende der MLPD und damit die erste Arbeiterin an der Spitze einer revolutionären Partei in Deutschland. Sie hat im Kollektiv der Redaktion REVOLUTIONÄRER WEG bereits an verschiedenen Veröffentlichungen mitgearbeitet. '
Die Falle - heute bin ich stolze Afrikanerin
Die 2. überarbeitete Auflage von "Die Falle - heute bin ich stolze Afrikanerin" von Clariste Soh Moube ist erschienen Heute ist Claristes Buch hoch aktuell. Die Bilder der Flüchtlinge im Mittelmeer erschrecken und empören uns. Welche Hoffnungen sterben dort täglich oder enden in erbärmlichen Flüchtlingslagern? Zehn lange Jahre hat Clariste selbst diesen Weg der trügerischen Hoffnungen beschritten, sie wollte in Europa Karriere machen als Fußballerin und ein besseres Leben finden, ihre Familie unterstützen. Schließlich geht sie den unbequemeren Weg: Sie bleibt in Afrika! Afrika wird nur dann eine lebenswerte Zukunft haben, wenn seine Jugend sich dafür engagiert. Dafür steht Clariste Soh Moube. Mehr Informationen zum Buch in unseren News
Der Attentäter - Die Hintergründe der Pogromnacht 1938 - die Geschichte von Herschel Grynszpan
' Paris, November 1938: Der siebzehnjährige Herschel Grynszpan erfährt, dass seine Familie aus Hannover an die polnische Grenze abgeschoben wurde. Er selbst ist zu der Zeit bei seinem Onkel Abraham in Paris. Verzweifelt plant er, den deutschen Botschafter aufzusuchen, um - notfalls mit Gewalt - seiner Familie zu helfen. In der Botschaft kommt es zu einer dramatischen Auseinandersetzung mit dem Legationsrat Ernst vom Rath, bei der der Beamte von Herschel schwer verletzt wird und wenig später seinen Verwundungen erliegt. Hitler mißbraucht diese Verzweiflungstat dazu, zur "Rache für die Mordtat von Paris" aufzurufen: In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 kommt es beinah überall in Deutschland zu einem Pogrom: Juden werden geschlagen, verhaftet und auch ermordet, jüdische Geschäfte geplündert und Synagogen in Brand gesteckt. Wegen der vielen zerbrochenen Fensterscheiben sprechen die Nazis auch verharmlosend von der "Kristallnacht". Sie wird zum Auftakt des Mordes an Millionen unschuldiger Menschen, die nicht mehr rechtzeitig aus Nazi-Deutschland fliehen können. Mangelnde Hilfe für Flüchtlinge, Aufhetzung von Menschen zu "Vergeltungsaktionen" und "Deutschland den Deutschen" - was haben wir von damals wirklich gelernt? Stehen dieses Mal genug von uns rechtzeitig auf? Mit einem Nachwort von Ruth Weiss (Jg. 1924), die als Kind gerade noch rechtzeitig aus Deutschland entkommen konnte. ______________________________________________________________________________________________________________________________________________________ Lutz van Dijk, Jg. 1955, Dr.phil., deutsch-niederländischer Schriftsteller, Historiker und Pädagoge, zuerst Lehrer in Hamburg, später Mitarbeiter des Anne-Frank-Hauses in Amsterdam. Seit 2002 als Mitgründer der Stiftung HOKISA in Kapstadt / Südafrika, die sich für Kinder und Jugendliche in einem Township engagiert. Mehr unter: www.lutzvandijk.co.za Flyer zum Buch Rezension Monatsmagazin "Blue" vom 23. Oktober 2018 '
Ein Leben im Widerstand - Gespräche über Imperialismus, Sozialismus und Befreiung
' In diesem Buch „Ein Leben im Widerstand“ erhält der Leser fundierte und spannende Einblicke in die Erfahrungen eines Mannes, der Zeit seines Lebens trotz Folter und Brandmarkung als „internationaler Terrorist“ ebenso beharrlich wie unbeugsam für soziale und politische Befreiung eintritt. Die Gespräche mit José Maria Sison über Imperialismus, Sozialismus und Befreiung führte Dr. Rainer Werning. Die Gespräche beleuchten vielfältige Themen der Entwicklung und der Kämpfe in den Philippinen von Marcos bis Duterte vor dem Hintergrund weltweiter Veränderungen. Nicht zuletzt geben sie einen Einblick in die Person Sisons. José Maria Sisons analytische Betrachtungen regen an, über die Perspektiven der philippinischen Revolution inmitten eines neuen weltweiten Aufschwungs des Sozialismus nachzudenken. "Vorwort José Maria Sison, heute 80-jährig, ist für die Herrschenden in seiner südostasiatischen Heimat, den Philippinen, das politische Enfant terrible par excellence. Mehr noch: Ein rotes Tuch, dessen sie sich mithilfe ihrer „Sicherheits“apparate schon längst sehnlichst gerne entledigt hätten. Sison war Gründungsvorsitzender der Kommunistischen Partei der Philippinen (CPP), die Ende Dezember 1968 auf marxistisch-leninistischer Grundlage neu konstituiert wurde, und während der Herrschaft von Präsident Ferdinand E. Marcos (1965-1986) eine Zeit lang der prominenteste politische Gefangene. Seit Ende der 1980er-Jahre lebt er mit seiner Frau Julieta im niederländischen Utrecht im Exil. Vor nunmehr drei Jahrzehnten verfassten beide Autoren, José Maria Sison und der deutsche Politikwissenschaftler und Publizist Dr. Rainer Werning, das Buch „Die Philippinische Revolution. Eine Innenansicht“. Der vorliegende Band versteht sich als dessen Ergänzung und auch Erweiterung. Im Mittelpunkt stehen diesmal die Ereignisse und weltweiten Umbrüche im Zuge des Endes des Kalten Krieges, des Falls der Berliner Mauer und der Erosion der früheren Sowjetunion. Zu den sicherlich packendsten Abschnitten gehört Sisons aufschlussreiche Kritik an den neokolonialen Regierungen — seit dem Sturz von Marcos bis zum aktuellen faschistoiden Regime unter Rodrigo Roa Duterte. Schlüssig behandelt er die Auswirkungen globaler Veränderungen auf das philippinische System, insbesondere der kapitalistischen Restauration in der ehemals sozialistischen Sowjetunion, der Entwicklung der VR China in ein neuimperialistisches Land sowie des Niedergangs der globalen Hegemonie der USA. Damit gibt er stichhaltige Anhaltspunkte, über die Perspektiven der philippinischen Revolution nachzudenken, inmitten eines neuen, weltweiten Aufschwungs des Sozialismus. Lange Jahre war Sison auch eine Führungspersönlichkeit verschiedener revolutionärer Organisationen und Bewegungen. Noch heute dient er dem revolutionären Linksbündnis der Nationalen Demokratischen Front der Philippinen (NDFP) als politischer Chefberater — und nebenbei betätigt(e) er sich stets auch künstlerisch. Somit erhält die Leserin/der Leser tiefe und spannende Einblicke in die Welt eines Mannes, der zeit seines Lebens — trotz Folter und Brandmarkung als „internationaler Terrorist“ — ebenso beharrlich wie unbeugsam für soziale und politische Befreiung stritt und weiter streitet." Rainer Werning Rainer Werning "Abschied vom „Geliebten Krieger“" - ein persönlicher Nachruf Rainer Werning "Mi Ultimo Adios to the "Beloved Warrior“" zum Download Rezension "uz" vom 4. Dezember 2020 Rezension "Pappelblatt" Nr. 20/2020 Rezension "junge Welt" vom 3. August 2020 Rezension "neues Deutschland" vom 27. Juli 2020 Rezension "südostasien.net" vom 31. März 2020 ______________________________________________________________________________________________________________________________ José Maria Sison war ein philippinischer Patriot, proletarischer Revolutionär und Internationalist. Er galt als herausragendster Denker und Führer der philippinischen Volksbewegung für Demokratie sowie nationale und soziale Befreiung in den letzten 50 Jahren. Sison war Gründungsvorsitzender der Ende Dezember 1968 auf marxistisch-leninistischer Grundlage neukonstituierten Kommunistischen Partei der Philippinen (CPP), eine Zeitlang der prominenteste politische Gefangene während der Herrschaft von Präsident Ferdinand E. Marcos (1965-86) und lebte seit Ende der 1980er Jahre mit seiner Frau Julieta im niederländischen Utrecht im Exil. Am 16. Dezember 2022 ist der philippinische Marxist-Leninist und Revolutionär José Maria Sison im Alter von 83 Jahren verstorben. Rainer Werning, Politikwissenschaftler und Publizist, lebt in der Nähe von Köln. Seit 1970 hat er sich auf südost- und ostasiatische Themenfelder spezialisiert. Er ist Autor mehrerer Bücher und zahlreicher Zeitungs- und Zeitschriftenaufsätze, Dozent im Rahmen der Landesanalyse und interkulturellen Kompetenz für die Philippinen und Korea bei der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) in Bad Honnef und Lehrbeauftragter am Institut für Orient- und Asienwissenschaften der Universität Bonn. Er ist Vorstandsmitglied der Deutsch-Philippinischen Freunde e.V.. '
Buttje Pieter und sein Held
1944 – während des Faschismus entdeckt Pieter Jensen unter den Büchern und Papieren seines Vaters, gut versteckt vor den Augen der Nazi-Schnüffler, eine Sammlung von Bildern, Postkarten und Zeitungsausschnitten. Ein Bild hat es ihm besonders angetan. Er fängt an nachzuforschen, zu fragen und zu erkunden. Es ist ein Bild von Ernst Thälmann.Wer ist das? Manche, die er fragt zucken zusammen; andere bekommen leuchtende Augen, fordern Pieter aber auf nicht darüber zu sprechen. Das lässt Pieter keine Ruhe. Er nimmt uns mit auf seine Entdeckungsreise:Wer war Ernst Thälmann und warum ist er bis heute ein Vorbild und anerkannter Führer der deutschen Arbeiterbewegung.Erschienen in der Reihe Rote Rübe Kinderbuch 5 ______________________________________________________________________________________________________________________________________________________ Max Zimmering (1909-1973) war ein proletarischer Schriftsteller, Journalist und Politiker. Den Großteil seines Lebens hat er in Sachsen, vor allem Dresden gelebt. Er hat noch weitere Kinderbücher geschrieben, so „Die Jagd nach dem Stiefel“, ein antifaschistischer Krimi. Seit 1929 war er Mitglied der KPD. Im Faschismus lebte er im Exil - in Prag, Palästina und England. Dort wurde er als Deutscher 1940-1941 interniert, was ihm eine unfreiwillige Weltreise einbrachte, denn die Internierungsorte waren bis nach Australien verstreut. Den Verrat am Sozialismus, ausgehend vom XX. Parteitag der KPdSU, hat er nicht erkannt. Zeitlebens war er ein aufrichtiger Antifaschist.
Tagebuch aus Gaza: Der Bericht einer Kinderpsychologin über Verlust, Traumata und Hoffnung
Die Kinderpsychologin Katrin Glatz Brubakk hat einen Monat als Trauma-Therapeutin im Nasser-Krankenhaus in Gaza gearbeitet. Dort bangen Kinder täglich um ihr Leben und das ihrer Liebsten - und zeigen zugleich eine unglaubliche Stärke. Inmitten von Angst und Zerstörung entstehen dennoch auch Momente voller Menschlichkeit: das befreiende Lachen eines Kindes, die Hilfsbereitschaft unter Fremden, das Teilen der letzten Ressourcen. "Ich habe den Klang des Krieges gehört. Nicht in Form von Bombenexplosionen, sondern als schmerzhafte Angstschreie traumatisierter Kinder. Schreie, die so durchdringend sind, dass sie den gesamten Schmerz Gazas verkörpern", sagt Katrin Glatz Brubakk. Sie zeigt Gaza mit diesem Tagebuch jenseits der Schlagzeilen. Sie erzählt von Schmerz, aber auch von Mut, Freude und Hoffnung. Das Buch ist bewegendes Zeugnis darüber, wie selbst kleine Gesten den Kindern helfen können, weiterzuleben - und wie die Menschlichkeit selbst im Krieg nicht untergeht. ______________________________________________________________________________________________________________________Katrin Glatz Brubakk ist eine deutschnorwegische Kinderpsychologin, die sich auf Traumata spezialisiert hat, und zu den profiliertesten Verfechterinnen der Rechte von Flüchtlingen zählt. Bei Westend erschien zuletzt von ihr "Inside Moria" (2024, mit Guro Kulset Merakerås).
Trotz alledem: Warum ich die Hoffnung auf eine bessere Welt nicht aufgebe
Das kämpferische Vermächtnis des leidenschaftlichen Globalisierungskritikers! In einer Zeit, die von verheerenden Kriegen in Gaza und der Ukraine, von einer drohenden Klimakatastrophe, von Flüchtlingselend und dem Erstarken autoritärer Regime geprägt ist, erinnert Jean Ziegler, langjähriger UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung, daran, dass im globalen Süden seit Jahrzehnten ein Vernichtungskrieg gegen die Schwächsten der Menschheit wütet, immer und schlimmer noch, mit allein im Jahr 2023 über sechzig Millionen Todesopfern. Gestorben an Hunger, Durst, Epidemien oder durch Verteilungskonflikte, hinterlassen sie ein so stummes wie beredtes Zeugnis von den Auswirkungen des Raubtierkapitalismus: Heute besitzen 50 Einzelpersonen so viel wie die abgehängte Hälfte der Menschheit, erwirtschaften die 500 größten transkontinentalen Unternehmen mehr als die Hälfte des Bruttoweltprodukts. Müssen wir diese kannibalische Weltordnung wirklich weiterhin ertragen, in der die Oligarchen des globalisierten Finanzkapitals über Hunderte von Millionen im Elend lebender Menschen herrschen? Die Hoffnung jedenfalls lässt sich nicht unterdrücken, dass sich doch noch eine planetarische Zivilgesellschaft entwickelt, in der die Menschenrechte und das Selbstbestimmungsrecht der Völker gewahrt und Gerechtigkeit und Solidarität mit den Armen und Schwachen geübt wird. Jean Ziegler, der unermüdliche Kämpfer gegen Elend und Unterdrückung, plädiert für einen machtvollen Aufstand des Gewissens und stellt uns die intellektuellen Waffen dafür zur Verfügung. ___________________________________________________________________________________________________________________________ Jean Ziegler, geboren 1934 im schweizerischen Thun, lehrte bis zu seiner 2002 erfolgten Emeritierung Soziologie an der Universität Genf und als ständiger Gastprofessor an der Sorbonne/Paris. Bis 1999 war Jean Ziegler Nationalrat im Parlament der Schweizer Eidgenossenschaft, von 2000 bis 2008 UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung und von 2009 bis 2019 Vizepräsident des Beratenden Ausschusses des UN-Menschenrechtsrats, als dessen Berater er heute noch tätig ist. Seine Publikationen wie »Die Schweiz wäscht weißer« (1992) und »Die Schweiz, das Gold und die Toten« (1998) haben erbitterte Kontroversen ausgelöst. Als Kritiker von Globalisierung und Raubtierkapitalismus ist er mit Bestsellern wie »Das Imperium der Schande« (2005), »Der Hass auf den Westen« (2007), »Wir lassen sie verhungern« (2012), »Ändere die Welt!« (2015) »Der schmale Grat der Hoffnung« (2017) und »Die Schande Europas« (2020) hervorgetreten.
Afrika - Geschichte und Vielfalt eines Kontinents
Neu erzählt mit afrikanischen Stimmen. Überarbeitete Neuausgabe. Afrika - mit 54 Staaten, über 2000 Sprachen und der jüngsten Bevölkerung der Welt - ist bunt und vielfältig. In Europas Erzählung vom "schwarzen Kontinent" klingt diese Vielfalt selten an. Lutz van Dijks Geschichte Afrikas will es anders und beleuchtet unzählige Facetten des Kontinents. Sie beginnt bei der Entstehung des Erdteils und den ersten Menschen, die von hier aus in alle Welt wanderten. Sie erzählt von den frühen Hochkulturen im islamischen Norden und den christlichen und traditionell-afrikanisch geprägten Kulturen im Süden, vom Leben in der Steppe und in den modernen Großstädten. Der Autor berichtet von den Jahrhunderten europäischer Kolonialisierung und der Befreiung und macht schließlich aktuelle Entwicklungen zum Thema: von der Rolle Chinas über den arabischen Frühling, Boko Haram und Migration bis hin zu internationalen Bewegungen wie "Black Lives Matter". Die größte Stärke dieses Werks aber liegt darin, dass Afrikanerinnen und Afrikaner immer wieder selbst zu Wort kommen: Sie erzählen von ihrem Leben und ihren Hoffnungen und machen das Bild von Afrika menschlich und lebendig - das nachhaltigste Mittel gegen das Klischee vom schwarzen Kontinent! Vollständig überarbeitete und ergänzte Neuausgabe des Standardwerks. Mit einem Vorwort von Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu. ____________________________________________________________________________________________________________________________ Lutz van Dijk, Dr. phil., geboren 1955 in Berlin, war Lehrer in Hamburg, später Mitarbeiter des Anne Frank-Hauses in Amsterdam. Seit 2001 lebt er in Kapstadt, wo er sich als Mitbegründer der Stiftung HOKISA für benachteiligte Kinder und Jugendliche in einem Township engagiert. Seine vielfach ausgezeichneten Bücher erzählen vom Engagement von und für Minderheiten. Zuletzt im Peter Hammer Verlag: "Damals hieß ich Rita. Die Geschichte von Rozette Kats" (illustriert von Francis Kaiser), ein Bilderbuch zum Holocaust. Mehrere Jahre berichtete der Autor für die Taz und andere Zeitungen aus Südafrika.
Völkermord in Gaza: Eine politische und rechtliche Analyse
Das Buch besteht aus zwei Teilen. In ersten Teil unternimmt Helga Baumgarten eine historisch-politische und ökonomische Analyse des israelischen Siedlerkolonialismus mit seiner zunehmend rassistischen Ausprägung gegen arabische und muslimische Menschen. In Teil 2 bietet Norman Paech die erste in die Tiefe gehende historisch-juristische Analyse der israelischen Politik auf der Basis des internationalen Rechts. Er untersucht dabei die juristischen Grundlagen dieses Konflikts, der seit dem Ende des 19. Jahrhunderts zwischen jüdischen Siedlern und der arabischen Bevölkerung besteht.
Free Moria!
Mit der weltweiten Coronapandemie spitzte sich die Lage in den Flüchtlingscamps in Deutschland, aber auch auf der Ägäis weiter zu. Die EU spricht von Humanität - in Wirklichkeit verstärkt sie nur die militärische Abschottung durch Frontex und überlässt die Menschen in unwürdigen Bedingungen. Deshalb hat „Solidarität International e.V. (SI)“ im März mit der Selbstorganisation der Flüchtlinge und griechischen Bewohnern auf Lesbos / Griechenland im Lager Moria (OXI) einen Solidaritätspakt geschlossen mit den Kerngedanken, sofort zu helfen, Maßnahmen zur Verbesserung der Lage im Camp und die Selbstorganisation der Flüchtlinge zu stärken und sich vor allem einzusetzen für die sofortige Evakuierung sämtlicher Lager. Der Solidaritätspakt wurde zu einer Erfolgsgeschichte, die in diesem Buch erzählt wird.