Umwelt, Wissenschaft
Wir haben hier eine Reihe von Büchern zusammengestellt, die sich mit der Frage nach den Ursachen und vor allem mit den Schlußfolgerungen aus der drohenden Umweltkatastrophe ziehen.
Umweltschutz im Sozialismus - China 1966 - 1976
In Chinas Sozialismus zur Zeit Mao Zedongs wurde die Einheit von Mensch und Natur planmäßig organisiert. Das beweisen bisher kaum bekannte Berichte sowie Originaldokumente aus der Zeit von 1966 bis 1976. Dem ökonomischen und sozialen Fortschritt tat das keinen Abbruch, sondern inspirierte ihn. Anhand zahlreicher Berichte aus dem Alltag des Lebens auf dem Dorf, in der Industrie oder der Familie erhalten Leserinnen und Leser einen anschaulichen Eindruck über die immensen Anstrengungen des chinesischen Volkes, sozialistische Ökonomie und Ökologie zu vereinen.Themen der vorliegenden Berichte und Artikel sind unter anderem: Gesundheit, Arbeitsschutz, Wiederaufforstung, Wasserregulierung, Kultivierung von Wüsten, Terrassenanbau, Landwirtschaft, Schädlingsbekämpfung, die Verbindung von Stadt und Land, Umweltschutz in der Stadt, Umweltplanung, Wiederverwendung von Rohstoffen, Luft- und Wasserverschmutzung, Energieversorgung und Rohstoffverbrauch, Verkehr.Das Büchlein liest sich wie Anleitung, Beweis und Inspiration, wie Umweltschutz allseitig verwirklicht werden kann. Voraussetzung ist, dass der Kapitalismus nicht mehr Mensch und Natur traktiert.
Das Revier will leben! Tribunal gegen die Politik der verbrannten Erde der Ruhrkohle AG
Spannend wie ein Krimi, kompetent, gut recherchiert und emotional aufwühlend. Warum fehlen im Ruhrgebiet Lehrstellen und Arbeitsplätze? Warum droht hier eine Trinkwasserkatastrophe, von der kaum einer weiß? Warum sind Böden verseucht, die Kommunen verschuldet und viele Familien verarmt? Warum steigen nun auch im Revier die Mieten und weshalb erstarkt die faschistische AfD in diesem Gebiet, das durch Migration entstanden ist? Der 24. August 2025 brachte Licht ins Dunkel. 280 Teilnehmende klagten bei einem Tribunal die Ruhrkohle AG und die RAG-Stiftung für ihre Politik der verbrannten Erde an. Ehemalige Bergarbeiter und Bergarbeiterfrauen, junge Mütter, Witwen, Mieter, Gewerkschafter, Kommunalpolitiker, Anwälte, Ärzte und viele mehr berichteten aus erster Hand. Sie informierten gleichermaßen, wie sie den Kampf gegen diese verheerende Politik in die eigene Hand nahmen. Dieses Buch dokumentiert das Tribunal im Wortlaut. Vorwort Am Wochenende des 23./24. August 2025 fand in der Horster Mitte in Gelsenkirchen ein einzigartiges Event statt: das Tribunal gegen die Politik der verbrannten Erde der RAG und der RAG-Stiftung. Veranstalter des Tribunals waren AUF-Ruhr (Antifaschistisch-Unabhängig-Fortschrittlich, Wählergemeinschaft zum Ruhrparlament), die Bergarbeiterinitiative Kumpel für AUF, die überparteilichen Kommunalwahlbündnisse AUF Gelsenkirchen, BergAUF, NV AUF geht’s, AUF Witten, AUF Herten, Essen steht AUF und der Jugendverband REBELL. Weitere Einzelpersonen, fortschrittliche Initiativen, Organisationen wie das Internationalistische Bündnis, die MLPD und die Bergarbeiterfrauen-AG im Frauenverband Courage unterstützten das Projekt.Die Richter Frank Jasenski/Rechtsanwalt, Brigitte Ehrensperger/Druckvorlagenherstellerin und Frank Kraffczyk/Bergmann riefen 56 Zeugen und Sachverständige sowie weitere 24 Beiträge in der Aussprache in den Zeugenstand. Chefankläger ist Roland Meister/Rechtsanwalt und Spitzenkandidat für AUF-Ruhr. Er begründete die Dringlichkeit dieser Anklage, um einen Sachverhalt zu behandeln, der zur Vernichtung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen, vergiftetem Trinkwasser, wachsender Armut, Niedriglöhnen, horrenden Mieten und vielem mehr geführt hat. Dieser Sachverhalt ist zudem mit dafür verantwortlich, dass rassistische und faschistische Kräfte erstarkt sind.Die Bergarbeiterinitiative „Kumpel für AUF“ führt den Kampf gegen die Politik der verbrannten Erde seit der Schließung der letzten Zeche Prosper-Haniel im Jahr 2018. 18 Demonstrationen fanden in Bergarbeitersiedlungen des Ruhrgebiets statt, viele Veröffentlichungen und aufklärende Artikel sind seitdem erschienen. Das Tribunal war bis heute der Höhepunkt. Mit Sachkompetenz und sehr ernsthaft haben die Zeugen – betroffene Kumpel, Anwohnerinnen und Anwohner, Mieter, Jugendliche und Frauen – ihre Erfahrungen mit der Politik der verbrannten Erde in Redebeiträgen, Filmausschnitten, O-Tönen und Statistiken vorgetragen. Dadurch entstand ein Mosaik, das auf diesem Tribunal zu einer klaren Vorstellung zusammengefasst wurde. Der internationale Global-Player RAG bzw. RAG-Stiftung und ihren über 22.000 Beteiligungen haben im Zusammenspiel mit den bürgerlichen Parteien und staatlichen Institutionen eine regelrechte Diktatur über die Gesellschaft errichtet. Diese betrifft nicht nur die 5,1 Millionen Einwohner des Ruhrgebiets, sondern sie kann auch als regelrechte Blaupause für Bundesländer mit Schwerpunkt Automobil-, Chemie- oder Chip-Industrie genommen werden. Das Bewusstsein, die Klarheit und die Entschlossenheit, gegen diese Diktatur gemeinsam zu kämpfen, haben mit dem Tribunal einen neuen Schub bekommen. Die RAG wurde einstimmig im Sinne der Anklage für schuldig erklärt. Mit dieser Dokumentation wird der Erkenntnisfortschritt Eingang in die kämpferische Arbeiter-, Frauen-, Jugend- und Umweltbewegung finden. Das Bewusstsein wird wachsen, dass die kapitalistische Profitwirtschaft nicht das Ende der Geschichte sein kann. Ein gesellschaftsverändernder Kampf ist notwendig. Das Wochenende zeigte mit seiner Solidarität, Kultur und Gemeinsamkeit, dass die Arbeiterbewegung stärker sein wird, wenn sie sich organisiert und kämpft. Wir bedanken uns bei allen Mitwirkenden mit einem herzlichen Glück auf! Stefan Engel, öffentlicher Sprecher der Bergarbeiterzeitung Vortrieb Christian Link, Mitglied der Vorbereitungsgruppe zum Aufbau der Europakoordination der Internationalen Bergarbeiterkoordinierung und öffentlicher Sprecher von Kumpel für AUF Andreas Tadysiak, Hauptkoordinator der Internationalen Bergarbeiterkoordinierung September 2025 Inhalt: Vorwort, Eröffnung und Anklage des Chefanklägers Anklage 1: Von der Ruhrkohle AG zur RAG-Stiftung Anklage 2: Die RAG ist der größte Arbeits- und Ausbildungsplatzvernichter des Ruhrgebiets, ohne Ersatzarbeitsplätze und Ausbildungsplätze zu schaffen! Die Lüge: „Keiner fällt ins Bergfreie“ Anklage 3: Die RAG ist Vorreiterin im Abbau erkämpfter sozialer Errungenschaften unter Einsatz der Klassenzusammenarbeitspolitik Anklage 4: Die Vernichtung von bezahlbarem und lebenswertem Wohnraum durch VIVAWEST, Vonovia & Co Aussprache zu den Anklagepunkten 1 bis 4 Anklage 5: Die RAG provoziert aus nackter Profitgier eine regionale Trinkwasserkatastrophe und weitere Katastrophen Fotos und Dokumente Anklage 6: Die Lüge von der Gesundheitsfürsorge für die Bergleute Anklage 7: Die RAG verkauft den Kommunen gewinnbringend ihre vergifteten Flächen – ungeachtet der Gesundheit und des Schutzes von Mensch und Natur. Die Rolle des Regionalverbands Ruhr (RVR) Aussprache zu den Anklagen 5 bis 7 Anklage 8: Das Ausbluten der Kommunen und das Narrativ der Armutsmigration Anklage 9: Die kämpferische und revolutionäre Bergarbeitertradition und -kultur und der Kampf gegen ihre Unterdrückung, bürgerliche Verdrehung und Missbrauch Anklage 10: Der imperialistische Charakter der Diktatur der Monopole Aussprache zu den Anklagepunkten 8 bis 10 und Schlussresümee Schlussplädoyer und Urteil
Zeitenwende – Perspektiven für eine künftige Medizin
Dieses Buch ist die persönliche Bilanz eines Allgemeinmediziners und überzeugten Sozialisten – nach einer mehr als 50-jährigen ärztlichen Tätigkeit. Es enthält viele Denkanstöße zur Medizin, zum aktuellen Zeitgeschehen und zu den Perspektiven eines künftigen Gesundheitswesens. Dr. Willi Mast, Arzt für Allgemeinmedizin, seit 36 Jahren allgemeinärztliche Praxis in Gelsenkirchen. Schwerpunkte: Naturheilverfahren und umweltbedingte Krankheiten, behandelte seit Februar 2020 über 150 Covid-19-Patienten bzw. Verdachtsfälle und gesicherte Covid-19-Patientinnen und -Patienten.
Atheistisches Lexikon: was - wie - warum
Anscheinend ist es ein Leichtes, sich über Internet, Google und Co. rasche Informationen über „Gott und die Welt" zu verschaffen. Aber diese Informationen bleiben an der Oberfläche oder sind vielfach manipuliert. Der Freidenker-Verein Gelsenkirchen will mit seiner Publikation dem Bedürfnis nach Orientierung und Wissen vor allem der Jugend nachkommen und die eigenständige und freie Meinungsbildung unterstützen. was - wie - warum ist deshalb ein Nachschlagewerk, das vom freien Denken geprägt ist. Freidenker sind Menschen, die gegen geistige und politische Unfreiheit und Bevormundung, gegen Ausbeutung und Unterdrückung durch Kirchen, Religionen und Staaten eintreten. Freidenker vertreten eine materialistische Weltanschauung. Deshalb trauen sie den Menschen zu, als gesellschaftliche Wesen und zugleich als Teil der Natur selbständig und selbstbestimmt ihr Leben im Umgang mit Natur und Gesellschaft zu meistern - ohne dass sie dabei von einem gütigen oder strafenden Gott geleitet werden, ohne sich einem unerbittlichen Schicksal ausgeliefert zu sehen. Nichts in dieser Welt ist „gottgegeben", weder die Natur noch der Mensch, weder seine Gesellschaft noch sein Denken. Was deren Gesetzmäßigkeiten sind, wie sie funktionieren und warum - bei der Suche danach zu helfen ist die Absicht dieses Nachschlagewerkes. was - wie - warum ist aber durchaus nicht nur ein trockenes Wörterbuch. Viele Begriffe sind umstritten, und als Freidenker streiten wir engagiert und dialektisch um Auffassungen. was - wie - warum unterteilt die Behandlung der verschiedenen Stichwörter in drei Bereiche: „Kosmos - Erde - Leben" - hier bewegen wir uns auf dem weiten Feld der Naturwissenschaften und ihrer Gesetze.Uns geht es dabei um Grundwissen und nicht um die Erläuterung der jeweils neuesten Theorie. „Mensch und Gesellschaft" - hier vermitteln wir an Kernbegriffen Gesetzmäßigkeiten der gesellschaftlichen Entwicklung, der Geschichte der menschlichen Gesellschaft. „Philosophie und Weltanschauung" - hier haben wir uns auf das besonders interessante Gelände der Ideologie begeben.
Die Krise der bürgerlichen Gesellschaftswissenschaften, der Religion und der Kultur
' Es ist der vierte Teil von 4 Nummern der Schrift: "Die Krise der bürgerlichen Ideologie und die Lehre von der Denkweise" IV. Teil: Die Krise der bürgerlichen Gesellschaftswissenschaften, der Religion und der Kultur Eine immer schnellere Abfolge von Krisen erschüttert die kapitalistische Gesellschaft: Corona-Pandemie, tiefe Einbrüche der Weltwirtschaft, sozialer Notstand, die begonnene globale Umweltkatastrophe, wachsende Weltkriegsgefahr oder die zunehmende Gefahr des Faschismus. Die bürgerlichen Gesellschaftswissenschaften, die Religion und die Kultur versuchen Antworten zu geben, sind aber selbst vom Krisenmodus betroffen. Sie sind bei Weitem nicht »ideologiefrei«, sondern verbreiten die bürgerliche Weltanschauung! Das vorliegende Buch ergreift Partei für die Ideologie der Ausgebeuteten und Unterdrückten dieser Welt und ihre berechtigten kulturellen, ökologischen und sozialen Bedürfnisse. Schonungslos entwickelt es die Kritik an der bürgerlich-dekadenten Kultur, um zugleich alles Wertvolle und Fortschrittliche der menschlichen Kultur zu verteidigen. Das Buch entwickelt befreiende Visionen, wie eine sozialistische Gesellschaft die aufgeworfenen Fragen vorwärtsweisend lösen wird. Es ist der vierte Band in der Buchreihe »Die Krise der bürgerlichen Ideologie und die Lehre von der Denkweise«. Einleitung Der vierte Band der Buchreihe »Die Krise der bürgerlichen Ideologie und die Lehre von der Denkweise« befasst sich mit der Krise der bürgerlichen Gesellschaftswissenschaften, der Religion und der Kultur. Jede Gesellschaft braucht zum Funktionieren relativ vereinheitlichte weltanschauliche und kulturelle Erklärungen, Normen und Regeln. Mit den Klassengesellschaften entstanden Religionen als historisch erste systematisierte weltanschauliche Grundlagen. Mit der Herausbildung des Kapitalismus, beim Siegeszug von Aufklärung und modernen Naturwissenschaften ging der gesellschaftliche Einfluss der Religionen zurück. Die bürgerliche Ideologie entstand und beanspruchte weltanschauliche Deutungshoheit über die bürgerliche Gesellschaft. Die Entstehung der Arbeiterklasse bildete die materielle Grundlage für die Herausbildung der proletarischen Ideologie. Ihre materialistische Dialektik wurde zeitweilig zur vorherrschenden Methode für forschendes und freies Denken und Handeln in Wissenschaft und Kunst. Die bürgerlichen Gesellschaftswissenschaften, die Kunst und die Kultur schlugen im Kampf gegen den Feudalismus bedeutende Schlachten: die Soziologie und Pädagogik der Aufklärung Jean-Jacques Rousseaus, die Musik Ludwig van Beethovens, die Sprache und Literatur Johann Wolfgang von Goethes, die Enzyklopädie Denis Diderots, die Ökonomie David Ricardos oder die Philosophie Immanuel Kants, Georg Wilhelm Friedrich Hegels und Ludwig Feuerbachs. Insbesondere seit der Herausbildung des Imperialismus sahen sich die Herrschenden gezwungen, reaktionäre Rechtfertigungslinien und Verschleierungstaktiken für die kapitalistische Ausbeutergesellschaft anzubieten. Mit der Entstehung der allgemeinen Krisenhaftigkeit des Imperialismus wurden diese zunehmend vielschichtiger und reaktionärer. Schließlich geriet das ganze bürgerliche Betrugssystem selbst in einen fortwährenden Krisenmodus. Der Eintritt in die globale Umweltkatastrophe, die akute Gefahr eines atomaren Dritten Weltkriegs in Wechselwirkung mit einer wachsenden internationalen Tendenz zum Faschismus haben die Menschheit in eine latente Existenzkrise gestürzt. Die Destruktivkräfte des Imperialismus und ihre weltanschaulichen Ausprägungen treten immer abstoßender in Erscheinung. Als Antwort auf die gesellschaftlichen Krisen fördern die Herrschenden verstärkt Religionen sowie halbreligiöse Weltanschauungen wie Anthroposophie oder Esoterik. Die bürgerlichen Gesellschaftswissenschaften sollen den unterdrückten Massen die bürgerliche Gesellschaft nahebringen, sie auf ihre Verhaltensregeln ausrichten und kritischen Geistern illusionäre Irrwege weisen. Sie geben vor, gesellschaftliche Probleme von demokratischen Werten geleitet zu ergründen und zu lösen. Tatsächlich sind sie heute im Wesen Pseudowissenschaften mit der hauptsächlichen Aufgabe, das imperialistische Weltsystem schönzureden und die öffentliche Meinung antikommunistisch zu beeinflussen. Aber die Massen sind wacher und kritischer geworden! Um sie zu manipulieren und zu verwirren, wurde in den »modernen« kapitalistischen Gesellschaften das gesellschaftliche System der kleinbürgerlich-intellektuellen Denkweise geschaffen. Der bürgerliche Kulturbetrieb zielt besonders auf die Gefühle. Neben Elementen der Aufklärung und fortschrittlicher Ausbildung der Lebenskultur erzeugt und verstärkt die bürgerliche Massenkultur heute jedoch die zersetzende und negativistische kleinbürgerliche Denkweise, individuelle Selbstverwirklichung, Karrierismus, Egoismus; sie idealisiert die Nationalstaaten und die bürgerlichen Staats- und Familienverhältnisse und nimmt auch immer mehr dekadente Züge an. Die bürgerliche Geschichtsschreibung hat vor allem die Aufgabe, die herrschenden Verhältnisse zu rechtfertigen und zu idealisieren. Sie verfälscht dazu die Geschichte als eine zufällige Aneinanderreihung von Taten oder Untaten großer Persönlichkeiten und ihrer Gefolgsleute. Die moderne Geschichtsschreibung ignoriert gesellschaftliche Gesetzmäßigkeiten. Sie verleumdet die ehemals sozialistischen Länder und zeichnet ein antikommunistisches Zerrbild von ihnen. Die bürgerliche Pädagogik erzieht die Jugend im Sinne der bürgerlichen Staats- und Familienordnung. Sie suggeriert, dass die kapitalistische Gesellschaft das »Normale« und unantastbar sei. Bürgerliche Soziologie und Politikwissenschaft versuchen, die sich immer häufiger und heftiger entfaltenden gesellschaftlichen Krisen zu rechtfertigen. Das gleicht der unlösbaren Aufgabe einer Quadratur des Kreises. Sie richten das bürgerliche Krisenmanagement auf illusionäre Hoffnungen in die kapitalistische Gesellschaftsordnung oder lösen Weltuntergangsstimmung aus, um die Massen von der Erkenntnis abzuhalten, dass die sozialistische Weltrevolution notwendig und unvermeidlich ist. Das bürgerliche Rechtssystem genießt bis heute zu Unrecht den guten Ruf, »im Namen des Volkes« Gerechtigkeit walten zu lassen. Ihrem Wesen nach praktizieren Gerichte jedoch bürgerliche Klassenjustiz. Ihr Instrumentarium reicht von offener Repression bis zu einem scheinbaren Interessenausgleich zwischen unversöhnlichen Klassengegensätzen. Die bürgerlichen Wirtschaftswissenschaften prahlen mit angeblich wissenschaftlich begründeten Analysen und Prognosen. Tatsächlich bleiben sie weitgehend zweckmotivierte Kaffeesatzleserei im Sinne der Diktatur der Monopole und ihrer Wirtschaftsweisen. Die Agrarwissenschaft kreist als ein Feld der Wirtschaftswissenschaften meist um den konstruierten Hauptwiderspruch zwischen »konventioneller« und »ökologischer« Agrarwirtschaft. In Wirklichkeit besteht er zwischen der monopolistischen Agrarindustrie und den Lebensinteressen der Masse der Bauern, der breiten Massen und der Natur. Goethe gestaltete die deutsche Sprache dialektisch. Seine Werke prägen seither mehr oder weniger die deutsche Literatur. Die Differenziertheit seiner Grammatik, die Exaktheit seiner Begriffe und Formulierungen bleiben vorbildlich. Im System der kleinbürgerlichen Denkweise wuchern dagegen pseudo-kreative Wortspielereien, verschleiernde Begriffsbildungen und eine Verrohung der Sprache. Die Massen in Deutschland zeigen ein gewachsenes Informationsbedürfnis und zunehmendes Kulturniveau. Sie drängen nach selbständiger Meinungsbildung. Dem trägt die kapitalistische Lebenslüge der »freien Medien« scheinbar Rechnung. In Wahrheit verschleiern die monopolisierten Massenmedien nur ihren Zweck – die Manipulation der öffentlichen Meinung in einer raffinierten Mischung aus Wahrheit, Halbwahrheiten und Lügen. Der bürgerliche Sport erzielt durch die Berichterstattung über Profiveranstaltungen in Fernsehen, Radio und Internet sprudelnde Milliardenprofite. Gleichzeitig vermittelt er eine kleinbürgerliche Denk- und Lebensweise des Individualismus, der persönlichen Profilierung, der Konkurrenz, des Karrierismus und des bürgerlichen Nationalismus. Die bürgerlichen Gesellschaftswissenschaften und Kultur können aber angesichts der kapitalistischen Realität immer weniger die Sehnsucht der Massen nach Klarheit und Perspektive befriedigen. Daraus erwächst die dringliche Notwendigkeit, das freie Denken des wissenschaftlichen Sozialismus unter der Arbeiterklasse und den breiten Massen zu fördern. Eine Bewegung zu seiner Wiederbelebung und Verbreitung bildet das entscheidende weltanschauliche Fundament für das Erwachen und die Entwicklung des Klassenbewusstseins bis zum sozialistischen Bewusstsein. Das schließt die unverzichtbare Weiterentwicklung der dialektisch-materialistischen Gesellschaftswissenschaften und der proletarischen Kulturarbeit ein. Alle wertvollen Errungenschaften der bisherigen Menschheitsgeschichte müssen dabei gegen die zunehmende Dekadenz der imperialistischen Entwicklung verteidigt und erhalten werden. Die dialektische Negation der bürgerlichen Gesellschaftswissenschaften, der Kultur und Religion ist eine wesentliche weltanschauliche und praktische Schule eines überzeugenden gesellschaftsverändernden Kampfs. Sie hat zum Ziel, das proletarische Selbstverständnis, Selbstbewusstsein und Verhalten von immer mehr fortschrittlich oder revolutionär gesinnten Menschen in ihrem ganzen Lebensalltag herauszubilden und zu entwickeln. Sie ist auch Anleitung für die bewusste Gestaltung des Überbaus einer künftigen sozialistischen Gesellschaft auf der Grundlage der proletarischen Denkweise. Dieses Buch beruht ebenso wie die ersten drei Bände auf einer großen kollektiven Leistung von insgesamt 140 Autorinnen und Autoren. Entsprechend der Breite der Themen dieser Streitschrift haben Arbeiterinnen und Arbeiter, Fachleute der Wirtschaftswissenschaften, der Pädagogik, Soziologie, Literatur, Kunst und aus dem Rechtswesen unter Anleitung und Schriftleitung von Monika Gärtner-Engel und mir zusammengewirkt. Mit dem Buch würdigen wir besonders den Revolutionär Joachim Gärtner, der vor allem am Abschnitt über Beethoven mitarbeitete. Er stellte seine umfangreichen Kenntnisse und Fähigkeiten während des gesamten Parteiaufbaus der revolutionären Arbeiter- und Jugendbewegung zur Verfügung. Er verstarb am 21. Februar 2024 in Kassel. Stefan Engel, Oktober 2024 Werbeflyer zum Buch zum Download Flyer Buchvorstellung Frankfurter Buchmesse 2024 ____________________________________________________________________________________________________________________________________ Stefan Engel, Jahrgang 1954, ist gelernter Schlosser und arbeitet heute als freier Publizist. Seit 1968 ist er für den Parteiaufbau der MLPD aktiv. Von 1979 bis 2017 war er erster Vorsitzender der MLPD, bis 2016 an verantwortlicher Stelle in der internationalen revolutionären Arbeiterbewegung tätig. Seit 1991 hat er von Willi Dickhut die Leitung des theoretischen Organs REVOLUTIONÄRER WEG übernommen. Monika Gärtner-Engel ist Internationalismusverantwortliche der MLPD, Hauptkoordinatorin der revolutionären Weltorganisation ICOR und Co-Präsidentin der United Front. Sie ist seit 2021 stellvertretende Leiterin der Redaktion REVOLUTIONÄRER WEG und Mitautorin der Bücher »Neue Perspektiven für die Befreiung der Frau« und »Die globale Umweltkatastrophe hat begonnen!«. Besuchen Sie auch www.revolutionaerer-weg.de! Neben den Kurzvorstellungen der einzelnen RW-Ausgaben finden Sie hier Briefwechsel und Dokumente aus der laufenden theoretischen Arbeit, aus aller Welt sowie Dokumente des ersten Redaktionsleiters Willi Dickhut. '
Die Krise der bürgerlichen Naturwissenschaft
' Es ist der dritte Teil von 4 Nummern der Schrift: "Die Krise der bürgerlichen Ideologie und die Lehre von der Denkweise" III. Teil: Die Krise der bürgerlichen Naturwissenschaft In der Buchreihe »Die Krise der bürgerlichen Ideologie und die Lehre der Denkweise« behandelt der dritte Band die Krise der bürgerlichen Naturwissenschaft. Die Naturwissenschaftler genießen in der bürgerlichen Gesellschaft allgemein hohes Ansehen, weil sie scheinbar unpolitisch, unanfechtbar und nur dem gesellschaftlichen Fortschritt verpflichtet sind. Mit dem Vordringen des Positivismus und Pragmatismus haben die Naturwissenschaften jedoch erheblich an Wissenschaftlichkeit eingebüßt und sind in eine Krise geraten. Diese Streitschrift soll das materialistisch begründete freie Denken in der Arbeiterklasse wiederbeleben. Ohne sich von den Fesseln des Idealismus und der Metaphysik zu befreien, wird die Menschheit nicht in die Lage kommen, die Errungenschaften der modernen Naturwissenschaften für den gesellschaftlichen Fortschritt zu nutzen. So ist dieses Buch auch ein Muss für jede streitbare Wissenschaftlerin und jeden streitbaren Wissenschaftler. Es dient dem Ziel, dem wissenschaftlichen Sozialismus und seiner dialektisch-materialistischen Methode zu neuem Ansehen zu verhelfen.Auszug aus der Einleitung: Gegenüber der herrschenden bürgerlichen Ideologie hat sich überall auf der Welt in den letzten Jahren ein kritischer Geist entfaltet, kaum jedoch noch gegenüber den Naturwissenschaftlern! Die Rolle von Naturwissenschaft und Technik ist im Alltag der Gesellschaft deutlich gewachsen. Schulen und Universitäten, aber auch Literatur, Filme, Wissenschaftsmagazine, Ratgeber, Gesundheitskurse, Radio und Fernsehen oder Internet verbreiten zuweilen wertvolle und durchaus materialistische Informationen über wissenschaftliche oder technische Entwicklungen. Allerdings trüben allerlei idealistische und metaphysische Deutungen, unwissenschaftliche Begriffe und systemkonforme Handlungsanleitungen ihren Wahrheitsgehalt. … Im Fokus der Kritik stehen die krisenhaften, schädlichen Rückwirkungen der bürgerlichen Ideologie auf den Fortschritt der Naturwissenschaften.Inhaltsverzeichnis: Einleitung 1. Aufschwung und Niedergang der bürgerlichen Naturwissenschaft 2. Die weltanschauliche Sackgasse der modernen Physik 3. Die Astrophysik zwischen Wissenschaft und Schöpfungsmythos 4. Die Biologie als »Wissenschaft vom Leben« in der Krise5. Weltanschauliche Irrwege in der Umweltforschung6 . Die Krise des bürgerlichen Ingenieurwesens7. Das grundlegende Dilemma der bürgerlichen Medizin8. Der Mythos der »alternativen Medizin«9. Die moderne Psychologie zwischen Dichtung und Wahrheit10. Die Perspektiven der modernen Naturwissenschaft Einleitung als PDF-Datei zum Download Stimmen zu dem Buch: "Besonders begeisternd finde ich, dass viele Polemiken schöpferisch zu grundlegenden Definitionen von Medizin, Biologie und Physik führen. Das ist sehr wertvoll und eine schöpferische Weiterentwicklung des MarxismusLeninismus. Man hebt beim Lesen sozusagen den Kopf über den Rand der ständigen Krisenhaftigkeit dieses Systems zur leuchtenden Zukunft in einem sozialistischen System. Welche Fortschritte der Menschheit in einem proletarischen Wissenschaftsbetrieb möglich waren und möglich wären!" "Ich hatte vor dem Lesen ein mulmiges Gefühl und Angst vor Abwertung als Psychologin. Stattdessen fühle ich mich jetzt gestärkt und respektvoll behandelt. Der Angriff und die beeindruckende Polemik geht gegen die bürgerliche Psychologie und ihre Träger, ihre Funktion im Klassenkampf und Gesellschaft. Die oft messerscharfe Polemik hat mich gefreut und oft zum Lachen gebracht. Ich freue mich darauf, in die weltanschauliche Auseinandersetzung mit Kollegen zu gehen." Werbeflyer zum Buch zum Download DINA1-Plakat mit Inhaltsverzeichnis zum Buch "Die Krise der bürgerlichen Naturwissenschaft" erschienen. Hier zum Downloaden oder bestellen über den Verlag Neuer Weg (Tel. 0201 - 25915 oder vertrieb@neuerweg.de). Preis 1,20 € pro Stück zzgl. Versandkosten. ____________________________________________________________________________________________________________________________________ Stefan Engel, Jahrgang 1954, ist gelernter Schlosser und arbeitet heute als freier Publizist. Seit 1968 ist er für den Parteiaufbau der MLPD aktiv. Seit 1975 ist er einer der führenden Vertreter. Seit Ende der 1980er-Jahre bis 2016 war er an verantwortlicher Stelle in der internationalen revolutionären Arbeiterbewegung tätig. Seit 1991 hat er von Willi Dickhut die Leitung des theoretischen Organs REVOLUTIONÄRER WEG übernommen. Besuchen Sie auch www.revolutionaerer-weg.de! Neben den Kurzvorstellungen der einzelnen RW-Ausgaben finden Sie hier Briefwechsel und Dokumente aus der laufenden theoretischen Arbeit, aus aller Welt sowie Dokumente des ersten Redaktionsleiters Willi Dickhut. '
Die globale Umweltkatastrophe hat begonnen! Was tun gegen die mutwillige Zerstörung der Einheit von
' Der Gesamtausgabe beinhaltet die Bücher: Katastrophenalarm! Was tun gegen die Zerstörung der Einheit von Mensch und Natur? Die globale Umweltkatastrophe hat begonnen! Ergänzungsband zu dem 2014 erschienenen Buch »Katastrophenalarm! Was tun gegen die mutwillige Zerstörung der Einheit von Mensch und Natur?«. Riesige Wald- und Buschbrände, gigantische Sturzregen, absterbende Wälder, Überflutungen, Dürrekatastrophen und Tornados – nahezu täglich Katastrophenmeldungen in Zeitungen und News-Tickern. Eine Reihe von irreversiblen Zerstörungs- und Selbstzerstörungsprozessen in der Natur entfalten sich und stellen das Überleben in immer mehr Regionen in Frage. Diese Prozesse machen deutlich, die globale Umweltkatastrophe hat begonnen! Die Hauptverantwortlichen für diese Entwicklung sind die internationalen Übermonopole, die in der Jagd nach Maximalprofit gnadenlos und wider besseres Wissen über den dringend nötigen Umweltschutz und akut gebotene Sofortmaßnahmen hinweggehen. Alle, die nicht in der globalen Umweltkatastrophe untergehen wollen, sind heute wie nie zuvor herausgefordert, einen gesellschaftsverändernden Kampf aufzunehmen. Im vorliegenden Gesamtwerk sind die beiden Bücher »Katastrophenalarm! Was tun gegen die mutwillige Zerstörung der Einheit von Mensch und Natur?« von 2014 und der Ergänzungsband »Die globale Umweltkatastrophe hat begonnen!« von 2023 enthalten. Sie machen unmissverständlich klar – eine Rettung der Menschheit wird nur im echten Sozialismus möglich sein. Wir befinden uns in einem Wettlauf mit der Zeit! Vorwort zur Gesamtausgabe Die Umweltfrage ist heute zu einer der wichtigsten Zukunftsfragen der breiten Massen geworden. Mit größter Besorgnis nehmen wir immer häufiger auftretende und intensivere regionale Umweltkatastrophen wahr, die bereits heute Millionen Menschen die Existenzgrundlage oder gar das Leben kosten. Die MLPD analysiert diese Entwicklung bereits seit den 1980er-Jahren kontinuierlich. 2014 erschien dazu das Buch »Katastrophenalarm! Was tun gegen die mutwillige Zerstörung der Einheit von Mensch und Natur?«, das ausgehend von den Lehren von Marx und Engels eine grundlegende und systematische Analyse der Umweltfrage vorlegte und Schlussfolgerungen für den proletarischen Klassenkampf und den Parteiaufbau zog. Es kam zu dem Schluss, dass sich die Welt bereits im beschleunigten Übergang in eine globale Umweltkatastrophe befindet. Früher als erwartet, schon Anfang 2023, stellten wir fest: Die globale Umweltkatastrophe hat begonnen. Irreversible, sich selbst verstärkende und zunehmend unkontrollierbare Entwicklungen sind in Gang geraten, die die ganze Existenz der Menschheit in Frage stellen und die Ablösung des Kapitalismus durch den Sozialismus noch dringlicher macht. Das erforderte eine Erweiterung und Ergänzung der bisherigen Analysen, was sich in einem Ergänzungsband zum »Katastrophenalarm! …« unter dem Titel »Die globale Umweltkatastrophe hat begonnen!« niederschlug. Das vor euch liegende Gesamtwerk enthält beide Schriften, die als Einheit zu verstehen sind. Stefan Engel, März 2024 Flyer Ergänzungsband zum Download Stefan Engel, gelernter Schlosser und heute freier Publizist, war 37 Jahre Vorsitzender der MLPD. Seine theoretische Arbeit und sein praktisches Know-how zur Führung von Arbeiterkämpfen stellt er seit Jahrzehnten der revolutionären Arbeiterbewegung, auch international, zur Verfügung. Seit 1991 ist Stefan Engel Leiter der Redaktion REVOLUTIONÄRER WEG, dem theoretischen Organ der MLPD. Er ist weltweit als marxistisch-leninistischer Theoretiker anerkannt. Monika Gärtner-Engel ist Internationalismusverantwortliche der MLPD, Hauptkoordinatorin der revolutionären Weltorganisation ICOR und Co-Präsidentin der United Front. Sie ist Mitautorin des Buchs »Neue Perspektiven für die Befreiung der Frau« und anerkannte Repräsentantin in der internationalen kämpferischen Frauenbewegung. Gabi Fechtner, gelernte Werkzeugmechanikerin, ist seit April 2017 Vorsitzende der MLPD und damit die erste Arbeiterin an der Spitze einer revolutionären Partei in Deutschland. Sie hat im Kollektiv der Redaktion REVOLUTIONÄRER WEG bereits an verschiedenen Veröffentlichungen mitgearbeitet. '
Albert Einstein - Wissenschaftler und Rebell
Albert Einstein hatte den Mut, jahrhundertealte, als unumstößlich geltende Lehrmeinungen in Frage zu stellen. Es waren Eigenschaften, wie eine kritische Eigenständigkeit, rebellischer Geist, aber auch Hartnäckigkeit, Ausdauer und Leidenschaft für seine Forschung, die Einstein zu einem außergewöhnlichen wissenschaftlichen Leistungen befähigten. Dieses Buch befasst sich besonders mit dem Rebell in Einstein. Es nimmt daher bei der Würdigung seines Lebenswerkes einen kritischen Standpunkt ein. Dies unterscheidet das Buch von vielen Veröffentlichungen zu Einstein, in denen seinen revolutionären Theorien zum Teil zu starren Dogmen verkümmern. Dieses Buch würdigt AlbertEinstein als einen herausragenden Wissenschaftler, uns als einen politischen Menschen, der sich gegen Militarismus, Faschismus und für den gesellschaftlichen Fortschritt einsetzte. Einstein hatte aber auch menschliche Schwächen und war nicht frei von konservativen Einstellungen; ein Mensch mit Ecken und Kanten, an den man sich reiben muss. Insbesondere für Jugendliche ist das Buch gut geeignet. Der Anhang zur Relativitäts- und Quantentheorie erleichtert es Laien, in die Materie auf dem Stand der heutigen Wissenschaft einzusteigen. _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ Christian Jooß, Jahrgang 1967, ist Universitätsprofessor für Physik in Göttingen und arbeitet in den Bereichen Festkörper-, Material- und Quantenphysik. Er hat besonders die Entwicklung neuer Materiezustände durch kollektive Selbstorganisation in stark wechselwirkenden Vielteilchensystemen, wie Supraleitern und magnetischen Systemen untersucht. Aktuell forscht er an neuen Ansätzen für die erneuerbare Energiewandlung in stark korrelierten Materialien. Neben seinen Hauptarbeitsgebieten hat er sich mit fachlichen und weltanschaulichen Entwicklungen und Kontroversen in vielen Bereichen der Physik befasst. Ehrenamtlich ist er in der Arbeiter- Umwelt- und Jugendbildung aktiv, sowie in verschiedenen Wissenschaftseinrichtungen.
Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen
Vom unbewussten Universum zur Bildung des bewusst rationell schaffenden Menschen
Das Buch von Oscar Creydt (1907-1987) erschien erstmals 1986 auf Spanisch unter dem Titel “Del Universo Inconsciente a la Formación del Trabajador Consciente Racional“ und ist sowohl von seinem Gehalt als auch seiner Entstehungsgeschichte ein beeindruckendes Werk. Oscar Creydt entwickelte eine sehr gründliche, tiefgehende und dialektische Darstellung der materiellen Welt von den niedrigsten Formen - Strahlung, Photonen - bis zu den höchsten, der menschlichen Gesellschaft. Der Kern der Arbeit ist die bewusste Anwendung der dialektischen Methode. Erkennbar hat er Klassiker wie Engels „Dialektik der Natur“ und auch Lenins Bestimmungen der Dialektik anschaulich und schöpferisch angewandt und konnte beeindruckende Prognosen treffen, die von der bürgerlichen Naturwissenschaft erst Jahrzehnte später bestätigt wurden. Als das Buch 1986 zur Zeit der Militärdiktatur Stroessners in Paraguay erschien, ermöglichte es den Revolutionären in Lateinamerika auch unter der schwierigen Bedingungen Zugang zum Studium der dialektischen Methode. In den langen Jahren der erzwungenen Illegalität und des Exils in Argentinien hat Creydt immer wieder Teile einer dialektisch-materialistischen Analyse zur Naturwissenschaft erarbeitet und in seinen letzten Lebensjahren zum vorliegenden Buch zusammengefasst. Seine Methode gleicht in Vielem der Willi Dickhuts, dem Vordenker und Mitbegründer der MLPD, der sich in der Illegalität um 1940 in die moderne Naturwissenschaft einarbeitete um die dialektische Methode tiefer zu begreifen.1 Die gegenwärtige bürgerliche Lehrmeinung, das Universum sei aus einem Urknall entstanden, lehnt Creydt ab. Es kann nichts aus dem Nichts entstehen. Er vertritt die dialektisch-materialistische Auffassung der selbstorganisierten Entwicklung der Materie, dass der Aufbau des Universums von einfachen zu komplexeren Molekülen auf der Aktion und Wechselwirkung der Systeme der Elementarteilchen beruht. Neben Physik und Biologie befasst Creydt ausführlich die Entwicklung des Menschen in Wechselwirkung zur Arbeit. Die „Bildung des bewusst rationell schaffenden Menschen“ widerlegt die bürgerliche Ideologie der „Unveränderbarkeit der Gesellschaft“ und des „egoistischen Menschen“ und damit einer Kernthese des Antikommunismus. Creydts Ausblick geht daher optimistisch von einer Entwicklung der Gesellschaft zu einem Zustand ohne Ausbeutung des Menschen durch den Menschen aus. Das Buch sollte Verbreitung finden als bedeutende naturwissenschaftliche Streitschrift zur Verteidigung und Propagierung des dialektischen Materialismus. Es ist und kann kein einfaches Buch sein – aber es ist kein Buch nur für Naturwissenschaftler, „weil es die Entwicklung der Erde und der Menschheit sehr spannend und von einer Warte aus schildert, wie es im bürgerlichen Bildungssystem nicht gemacht wird. Nämlich von der materialistischen Weltanschauung.“, so eine Leserin. 1 Willi Dickhut, Materialistisch Dialektik und bürgerliche Naturwissenschaft“, Verlag Neuer Weg, 1987 ________________________________________________________________________________________________________________________________________ Oscar Creydt (1907 - 1987) gehörte 1933 zu den Gründern der Kommunistischen Partei Paraguays und wurde 1953 zu ihrem Generalsekretär gewählt. Er war einer der ersten Kritiker des revisionistischen Verrats am Sozialismus, wie er beim XX. Parteitag der KPdSU zutage trat. Mit der Ergänzung des Namens Kommunistische Partei Paraguays (unabhängig) wurde unterstrichen, dass es nicht um eine neue Parteigründung ging, sondern um die Trennung vom revisionistischen Lager. Zur Kontinuität ihrer revolutionären proletarischen politischen Linie hat Oscar Creydt auch durch eine systematische theoretische Arbeit maßgeblich beigetragen.In den langen Jahren der erzwungenen Illegalität und des Exils in Argentinien hat er immer wieder Teile einer dialektisch-materialistischen Analysen zur Naturwissenschaft erarbeitet und in seinen letzten Lebensjahren zum vorliegenden Buch zusammengefasst. Im März 1987 starb Oscar Creydt im argentinischen Exil.
Höcke: Ein Rechtsextremist auf dem Weg zur Macht. Die AfD und ihr gefährlichster Vordenker.
Frederik Schindlers Buch "Höcke" ist eine investigative Recherche über das Innenleben der AfD und ihren prägendsten Politiker, den Thüringer AfD-Chef Björn Höcke. Wer verstehen will, wie Höcke tickt und wie er es geschafft hat, dass seine Partei längst kein Problem mehr mit ihm hat, muss dieses Buch lesen. Wer ist der Mann, der im ganzen Land Anhänger hat? Wie hat es Höcke geschafft, aus einer rechtskonservativen Partei eine vom Bundesamt für Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestufte Bestrebung zu formen? Was ist Höckes Ziel und wie will er es erreichen? Frederik Schindler, Politikredakteur der WELT, hat über Jahre hinweg mit Weggefährten, Höckes Vertrauten, Kritikern und ihm selbst gesprochen, Reden analysiert und Netzwerke offengelegt. Sein Buch zeigt, wie Björn Höcke systematisch Macht aufbaut - innerhalb der AfD und darüber hinaus. Es ist keine polemische Abrechnung, sondern eine präzise, faktenbasierte Analyse über den Mann, der Geschichte umdeuten will, um politische Realität zu formen. Dieses Buch liefert - einen tiefgehenden Einblick in Höckes politische Biografie und seine ideologischen Wurzeln, - eine kritische Auseinandersetzung mit dem Geschichtsbild und den rhetorischen Mitteln der Neuen Rechten, - eine Analyse der Gefahren für die parlamentarische Demokratie in Deutschland, - Hintergrundwissen für alle, die politische Entwicklungen einordnen wollen. Wer verstehen will, wie Höcke Sprache, Ideologie und Strategie gezielt einsetzt, um politischen Einfluss zu gewinnen, findet in diesem Buch Hintergrundwissen und neue Perspektiven. Ein Buch für alle, die nicht nur Schlagzeilen lesen, sondern die Mechanismen hinter seiner Wirkung erkennen wollen. "Die AfD hat sich radikalisiert, Höcke nicht: Er war immer schon ein Rechtsradikaler. Das weist Schindlers starke Recherche schlüssig nach." Aus dem Vorwort von Robin Alexander Rezension: Wie hat Höcke es geschafft, die Partei in seinem Sinne zu verändern? Frederik Schindler hat ihn sich genau angeschaut und wirft Licht auf einen Mann, der sich schon früh radikalisiert hat. Jan Schröder The Pioneer Briefing 20250922 _______________________________________________________________________________________________________________________ Der Journalist Frederik Schindler berichtet seit 2018 über die AfD. Seit der Bundestagswahl 2021 ist er als Redakteur im Ressort Innenpolitik für die AfD-Berichterstattung der "WELT" und "WELT AM SONNTAG" verantwortlich und hat seitdem in zahlreichen Exklusiv-Geschichten das Innenleben der Rechtsaußen-Partei aufgedeckt. In seiner Kolumne "Gegenrede" schreibt Schindler vor allem über Islamismus und Antisemitismus.
Kein Land für Achtpunkt-Falter: Ein Weckruf aus Ozeanien
Julian Aguon schreibt von einem Teil der Erde, der aus der Perspektive des Westens meist nur im Kontext geopolitischer Strategien vorkommt: Guam ist ein Hoheitsgebiet der USA, die es vor allem als Militärbasis nutzen. Und es gehört zu Mikronesien - Tausenden pazifischen Inseln, die davon bedroht sind, in den kommenden Jahrzehnten vom Ozean verschluckt zu werden. An diesem Ort zeigt sich, wie verbunden Kolonialismus und Klimawandel wirken, doch das Guam von Julian Aguon ist auch eine Welt alter Überlieferungen, verwurzelter Gemeinschaft und einzigartiger Schönheit.Wir brauchen neue Geschichten, schreibt Aguon - "Geschichten über unsere kleinen Ecken der Welt, geschrieben aus Liebe." Als Rechtsanwalt und Aktivist kämpft er um Gerechtigkeit für die indigenen Menschen in seiner Heimat und anderswo. In seinem Buch öffnet Aguon uns die Augen für das, was wir verlernt haben zu beachten - in der Welt und in uns selbst. Und er legt Zeugnis ab von den Verlusten und der Schönheit Ozeaniens: mit dem Charisma eines Freiheitskämpfers und der Stimme eines Dichters._______________________________________________________________________________________________________________________Julian Aguon ist ein indigener Menschenrechtsanwalt und Autor aus Guam. Er ist der Gründer von Blue Ocean Law, einer progressiven Kanzlei, die an der Schnittstelle der Kämpfe um indigene Rechte und Klimagerechtigkeit aktiv ist. Seine Arbeit widmet Aguon dem Kampf der ozeanischen Völker um Befreiung von kolonialer Herrschaft, um den Schutz ihrer heiligen Stätten und um die Wiedergutmachung für begangenes Unrecht, von Nukleartests über medizinische Menschenversuche bis hin zu unrechtmäßiger Rohstoffgewinnung und dem Klimawandel. Er ist Mitglied des Beirats von Progressive International, einem globalen Kollektiv, das sich 2020 formiert hat, um wegweisende Kräfte überall auf der Welt hinter einer gemeinsamen Leitidee von sozialer Gerechtigkeit zu versammeln.
Verfassungsschutz: Wie der Geheimdienst Politik macht
Eine engagierte Reportage, die zeigt, warum der Verfassungsschutz zum Problem geworden ist.Schützt der Verfassungsschutz die Demokratie wirklich? Noch nie in der Geschichte der Bundesrepublik gab es so viele Agentinnen und Agenten, die im Inland die eigene Bevölkerung ausforschen. Das Personal des Verfassungsschutzes hat sich in den letzten 20 Jahren verdoppelt, sein Budget verdreifacht. Ein kritischer Blick hinter die Kulissen des Verfassungsschutzes Ronen Steinke recherchiert seit Jahren im Milieu der Inlandsspione. Er hat Spionagechefs interviewt und Agentinnen bei der Arbeit begleitet. Er zeigt, wie V-Leute vorgehen. Und er stellt eine fundamentale Frage: Schützt dieser Geheimdienst die Demokratie - oder schädigt er sie nicht eher? Wie tickt der Geheimdienst, der jahrelang von Hans-Georg Maaßen geführt wurde? Der deutsche Verfassungsschutz ist etwas sehr Besonderes. Einen solchen Geheimdienst haben andere westliche Demokratien nicht. Es ist ein Geheimdienst, der im Inland späht. Er richtet sich nicht gegen Kriminelle, sondern gegen Personen und Gruppen, die als politisch verwerflich erklärt werden. Er spioniert Bürgerinnen und Bürger aus, die keine Gesetze verletzen. Dabei hat der Verfassungsschutz enorm große Freiheiten, enorm große Macht. Er hat viel mehr Einfluss auf politische Bewegungen, als es der Öffentlichkeit bewusst ist. »Überzeugende Analyse. Klarheit der Argumentationslinien und Prägnanz im faktischen Detail machen die Darstellung eingängig.« FAZ Mit jeweils eigenen Kapiteln zum heimlichen Vorgehen der Inlandsspione gegen die Klimabewegung, zum Wirken rechter Netzwerke und der Causa Hans-Georg Maaßen. ________________________________________________________________________________________________________________ Ronen Steinke, Dr. jur., geboren 1983 in Erlangen, ist Leitender Redakteur und Kolumnist bei der Süddeutschen Zeitung. Er studierte Jura und Kriminologie, arbeitete in Anwaltskanzleien, einem Jugendgefängnis und beim UN-Jugoslawientribunal in Den Haag. Seine Promotion über die Entwicklung der Kriegsverbrechertribunale von Nürnberg bis Den Haag wurde von der FAZ als »Meisterstück« gelobt. Seine 2013 veröffentlichte Biografie über Fritz Bauer, den mutigen Ermittler und Ankläger der Frankfurter Auschwitz-Prozesse, wurde mit »Der Staat gegen Fritz Bauer« preisgekrönt verfilmt und in zahlreiche Sprachen übersetzt.
Das Grüne Band - aus einem etwas anderen Blickwinkel, 1393 km auf dem Kolonnenweg
' Walter Eberhard und sein Freund Michael Maier eint seit 30 Jahren die Laufleidenschaft als Ausgleich zum Alltag. Ihr Interesse verlagerte sich immer mehr auf Natur- und Geschichtsthemen. Der sportliche Aspekt rückte so zunehmend in den Hintergrund. Magisch angezogen fühlten sie sich beispielsweise von den historischen Grenzsteinen der ehemaligen Landesgrenze zwischen Baden und Württemberg, die sich auch durch ihren Heimatort Villingen-Schwenningen zog. Das weckte ihre Neugierde auf das Grüne Band – den ehemaligen Grenzstreifen zwischen BRD und DDR. Der wohl geschichtsträchtigste Pfad Deutschlands zieht sich 1393 km von der Ostsee bis ans Erzgebirge. Entlang der Strecke liegen nicht nur zahlreiche Grenz- und Industriemuseen, sondern viele Spuren des Faschismus sind noch heute sichtbar. Gleichzeitig imponiert das Grüne Band als wild gewachsener Rückzugs- und Wanderkorridor für bedrohte Tier- und Pflanzenarten. Es besteht aus 150 Naturschutzgebieten, die zusammen den größten Biotopverbund Deutschlands bilden. Deshalb schließen sich die beiden Freunde den Forderungen des BUND an: • Das Grüne Band ist nicht nur gesamthaft als nationales Naturmonument unter Schutz zu stellen. • Es verdient auch eine Aufnahme in das UNESCO-Weltnatur- und Kulturerbe. Inhaltsverzeichnis:Zeitzeugen – ein etwas anderer Reisebericht1 Der Reisebericht1.1 Die Idee1.2 Was bekannt war2 Die 32 Etappen in 5 Blöcken2.1 Block 1: Lübeck – Wolfsburg2.2 Block 2: Wolfsburg – Hohegeiß2.3 Block 3: Hohegeiß – Hörschel2.4 Block 4: Vacha – Roßfeld2.5 Block 5: Spechtsbrunn – Dreiländereck3 Hintergrundteil 3.1 Das Grüne Band zum Modell für den Erhalt der Artenvielfalt machen 3.2 Erdgeschichte: Wer schaut schon auf den Boden?3.3 Auszüge aus der deutschen Geschichte3.4 Faschistische Spuren, einst und heute3.5 Die beiden Weltkulturerbe an unserer Strecke4 Anhang4.1 Anmerkungen4.2 Literaturverzeichnis Flyer zum Buch '
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Covid-19 - neuartig, gefährlich, besiegbar! (4. aktualisierte und erweiterte Auflage)
' NEU: 4. aktualisierte und erweiterte Auflage. Der Artikel ist als Taschenbuch und als ePDF erhältlich. Ebenso gibt es eine Broschüre mit den wesentlichen Aktualisierungen und Erweiterungen der 4. Auflage im Vergleich zur 3. Auflage. Vorwort zur vierten AuflageDie erste Auflage dieses Buchs erschien im August 2020. Alle wesentlichen Aussagen haben sich als wegweisend erwiesen und sind unverändert aktuell. Das dargestellte Modell der Pathophysiologie (Krankheitsabläufe) von Covid-19 wird durch neuere wissenschaftliche Arbeiten bestätigt und vertieft.Die vielfachen positiven Rückmeldungen zeigen, dass unser Buch eine gute Orientierungshilfe ist – angesichts der komplizierten und dramatischen Entwicklung der Pandemie, die in Wechselwirkung steht zu anderen, das Weltgeschehen bestimmenden ökonomischen, politischen und ökologischen Krisen.Als Autorengruppe haben wir uns entschlossen, die 4. Neuauflage des Buchs nur durch ein aktualisiertes Kapitel zu den Covid-Impfstoffen und durch ein aktuelles Vorwort zu ergänzen. Dieses enthält zugleich ein Update mit Verweis auf einige wichtige wissenschaftliche Studien – zur Pathophysiologie von Covid-19 und Post-Covid, zur Impfstoff-Forschung und zur Therapie.Unvorstellbare Summen werden heute in Rüstung, Militarisierung und Kriege gepumpt. Ein Teil davon würde ausreichen für den weltweiten Ausbau der öffentlichen Gesundheitssysteme, zur Lösung des weltweiten Hunger- und Flüchtlingsproblems und für den Kampf gegen die immer näher rückende globale Umwelt- und Klimakatastrophe. (Auszug) Die Broschüre enthält:Vorwort zur vierten AuflageÜberarbeitetes Kapitel 18: Aussichten und Probleme der Impfstoff-Forschung Inhaltsverzeichnis: Vorwort zur vierten AuflageVorwort zur dritten AuflageVorwort zur ersten Auflage1. Was ist Covid-19? Wie die Pandemie begann2. Virusnachweis mit PCR und Antigen-Schnelltest Antikörper und Antikörper-Tests bei Covid-193. Blamable Bilanz des Robert-Koch-Instituts und der Bundesregierung4. Wann und wo waren die Epizentren?5. Coronaviren und SARS-CoV-26. Die Suche nach dem Zwischenwirt7. Natürlicher oder künstlicher Ursprung von SARS-CoV-2?8. Ein denkwürdiger Briefwechsel mit dem Robert-Koch-Institut Covid-19-Infektionen bei Kindern und Jugendlichen und die Auseinandersetzung um die Schul- und Jugendpolitik9. Was macht CoV-2 so gefährlich?10. Welche Besonderheiten zeigt das Immunsystem bei Covid-19?11. Einige Überlegungen zur Immunisierung und zur Therapie Ein hoffnungsvoller Therapieansatz: die photodynamische Therapie12. Bei welchen Beschwerden sollte man an eine Covid-19-Infektion denken?13. Der phasenhafte und wechselhafte Verlauf von Covid-19 • Infektion der Atemwege und akutes respiratorisches Distress-Syndrom (ARDS) • Gefäß-Innenhaut-Entzündungen (Endothelitis) und Thrombosen • Herzbeteiligung • Nierenbeteiligung • Beteiligung von Magen, Darm und Bauchspeicheldrüse • Schädigung des Geruchs- und Geschmacksinns • Beteiligung des zentralen Nervensystems • Immunsystem • Multiorganversagen • Post-Covid-Syndrom Welche Labordiagnostik sollte bei Verdacht auf Covid-19 durchgeführt werden?14. Der ACE-2-Rezeptor, das RAAS, Sauerstoffradikale und Covid-19-Langzeitfolgen15. Einige Konsequenzen für Diagnostik und Therapie von Covid-19 Die Bedeutung von Vitamin C und anderen Vitaminen, Mineralstoffen und pflanzlichen Heilstoffen16. Was man vorbeugend gegen Covid-19 tun kann17. Coronaleugner und neofaschistische Strategen mit dem irreführenden Namen „Querfront“: „Nur ein harmloser grippaler Infekt“? Das neue Infektionsschutzgesetz18. Wirksame und verträgliche Corona-Impfstoffe für alle!19. „Corona-Krise“ und globale Umweltkatastrophe20. Lehren für ein künftiges Krisenmanagement und die Perspektiven einer künftigen Medizin21. Gefragt: ein dialektisches Modell von Covid-1922. Covid-19 ist besiegbar!23. Praktische Hinweise und Erläuterung von Fachbegriffen24. Quellen und Belege25. Machen Sie mit Autorenporträt: Dr. Günther Bittel, Arzt für Allgemeinmedizin und Anästhesiologie, Träger des Deutschen Schmerzpreises der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin 2016, Schwerpunkte: Schmerztherapie, Naturheilverfahren. Dr. Willi Mast, Arzt für Allgemeinmedizin, seit 36 Jahren allgemeinärztliche Praxis in Gelsenkirchen. Schwerpunkte: Naturheilverfahren und umweltbedingte Krankheiten, behandelte seit Februar 2020 über 150 Covid-19-Patienten bzw. Verdachtsfälle und gesicherte Covid-19-Patientinnen und -Patienten. Günter Wagner, Facharzt für Allgemeinmedizin. Seit 35 Jahren in Gelsenkirchen als Hausarzt engagiert für eine gründliche Gesundheitsversorgung und eine Gesundheitspolitik für die Bevölkerung. Rezension im IPPNW-Forum, Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges/Ärzte in sozialer Verantwortung e.V. '
In Zeiten der Ansteckung
Der promovierte Physiker und Bestsellerautor Paolo Giordano beschreibt das Dilemma der Corona-Epidemie in Italien, aber es ist sozusagen eine "preview of coming attractions" für uns, denn die statistischen Verbreitungskurven sprechen eine deutliche, unleugbare Sprache: Auch uns erwarten Quarantäne, ein neuer Alltag, in dem es darum geht, die Kettenreaktion zu durchbrechen, um die totale Sprengung des Gesundheitssystems zu verhindern.Die Normalität ist ausgesetzt, und wir wissen nicht, wie lange. Nutzen wir die Zeit der Quarantäne, um über unseren Lebensstil nachzudenken.Jetzt ist die Zeit der Anomalie. Die Viren haben uns eines voraus - sie können sich schnell verändern. Das müssen wir von ihnen lernen."Ich habe keine Angst davor, zu erkranken. Wovor dann? Vor all dem, was die Ansteckung ändern kann. Davor, zu entdecken, dass das Gerüst der Zivilisation, so wie ich sie kenne, ein Kartenhaus ist."Paolo Giordano AutorenportraitPaolo Giordano wurde 1982 in Turin geboren, wo er Physik studierte und mit einer Promotion in Theoretischer Physik abschloss. Danach arbeitete er als profilierter Journalist. Sein erster Roman «Die Einsamkeit der Primzahlen» war ein internationaler Bestseller. Er wurde in über vierzig Sprachen übersetzt und verfilmt. Zuletzt erschien sein vielbeachteter Roman "Den Himmel stürmen". Giordano erhielt mehrere Auszeichnungen, darunter den angesehensten italienischen Literaturpreis, den Premio Strega. Paolo Giordano lebt in Rom.Kleiner, BarbaraBarbara Kleiner, geboren 1952. Übersetzerin u.a. von Primo Levi, Ippolito Nievo, Italo Svevo, Paolo Giordano, Davide Longo; ausgezeichnet 2007 mit dem Übersetzerpreis der Kulturstiftung Nordrhein Westfalen und mit dem Deutsch-italienischen Übersetzerpreis 2011.
Atlas der Seuchen
Atlas der Seuchen schildert auf eindrückliche Weise die Ausbreitung von Seuchen - vom Aussatz, der seit dem Altertum wütet, und der Pest, die im Mittelalter als Schwarzer Tod Europa verwüstete, über die Cholera-Epidemien im 19. Jahrhundert bis hin zu AIDS und Zika in der Gegenwart. Moderne Karten schildern in Kombination mit historischem Material und zeitgenössischen Illustrationen den Verlauf einiger der verheerendsten Pandemien. Der vorliegende Band zeichnet nach, wie Krankheiten den Lauf der Geschichte veränderten, die Medizin voranbrachten und welche Schlüsselrolle die Kartierung bei Prävention und Behandlung von Seuchen bis heute spielt.
Szenen aus dem Herzen
Greta Thunberg, die junge Klimaaktivistin, die die Mächtigen das Fürchten lehrt - dies ist ihre ganz persönliche Geschichte und die ihrer Familie. Aber es ist vor allem eine Geschichte über die Krise, die uns alle betrifft."Szenen aus dem Herzen" erzählt aus dem Inneren der Familie: Wie die Eltern Malena und Svante mit Gretas Asperger-Syndrom umgehen. Wie Greta erstmals vom Klimawandel hörte und seitdem nicht mehr aufhören konnte, darüber nachzudenken. Wie sie ihre kleine Schwester Beata und ihre Eltern davon überzeugt, für das Klima zu kämpfen. Wie die Eltern beschließen, nicht mehr zu fliegen und überhaupt ihre Lebensgewohnheiten grundlegend zu ändern - für das Klima und für die Zukunft.Bis zu Gretas erstem Schulstreik im August 2018 erzählt dieses Buch, wie Greta Thunberg die wurde, die sie heute ist - Vorbild, Inspiration und Ikone des Klimaschutzes.Eine Mitteilung der Familie:"Vor der Veröffentlichung dieses Buchs haben wir festgelegt, dass das Geld, das wir damit eventuell verdienen, an Greenpeace, WWF, die Institution für tiergestützte Pädagogik und Therapie Lära med djur, den Schwedischen Naturschutzverein und dessen Jugendumweltorganisation Fältbiologerna, den Verein für Menschen mit Beeinträchtigungen Kung över Livet, Kinder in Not und die Tierschutzorganisation Djurens Rätt geht.Und so ist es.PS: Das haben Greta und Beata entschieden." Rezension In dem Buch 'Szenen aus dem Herzen' verarbeitet die Familie Thunberg/Ernman auf lesenswerte Art und mit bestechender Offenheit ihren erschütternden Gang durch die Hölle. Eva Stegen der Freitag 20190621 AutorenportraitGreta Thunberg, geboren 2003, ist eine schwedische Klimaschutzaktivistin. Ihre Auftritte bei der UN-Klimakonferenz in Kattowitz und dem Weltwirtschaftsforum in Davos sorgten für großes Aufsehen. Die von ihr initiierten Schulstreiks für das Klima sind inzwischen zu der globalen Bewegung #FridaysForFuture geworden. 2019 wurde ihr der Alternative Nobelpreis verliehen. Gretas Eltern Malena Ernman und Svante Thunberg sind in Schweden nicht unbekannt: Malena ist eine erfolgreiche Opernsängerin und Mitglied der Königlich Schwedischen Akademie; 2009 vertrat sie Schweden beim Eurovision Song Contest. Svante ist Schauspieler und Produzent. Zusammen mit Gretas jüngerer Schwester Beata widmet die gesamte Familie ihr Leben dem Klimaschutz.
Seuchen
Seuchen sind die Geißeln der Menschheit. Die Pest entvölkerte ganze Landstriche, Choleraepidemien forderten bis ins 20. Jahrhundert hinein Millionen Tote, mit HIV trat in den achtziger Jahren eine völlig neue, zunächst unbeherrschbare Krankheit auf, heute versetzen uns Ebola, Sars oder Vogelgrippe in Angst.Woher kommen die Erreger dieser Seuchen, warum führen manche von ihnen zu Epidemien? Aber vor allem: Was können Medizin und Forschung dagegen tun?Fachlich fundiert erzählt Kai Kupferschmidt die lange, teils krimiartige Geschichte eines vielgestaltigen Phänomens, deren Ende - man ahnt es - nicht absehbar ist. Inhaltsverzeichnis UrsprungAusbreitungBekämpfungAusrottungVorhersageIm Anhang Lektüretipps Autorenportrait Kai Kupferschmidt, geb. 1982, studierte Molekulare Biomedizin und absolvierte im Anschluss eine Ausbildung an der Berliner Journalistenschule. Seit 2010 ist er als freier Journalist für große Tageszeitungen und Wissenschaftsmagazine tätig. 2013 erhielt er den Medienpreis der Deutschen Aids-Stiftung.
1918 - Die Welt im Fieber
Der Erste Weltkrieg geht zu Ende, und eine weitere Katastrophe fordert viele Millionen Tote: die Spanische Grippe. Binnen weniger Wochen erkrankt ein Drittel der Weltbevölkerung. Trotzdem sind die Auswirkungen auf Gesellschaft, Politik und Kultur weitgehend unbekannt. Ob in Europa, Asien oder Afrika, an vielen Orten brachte die Grippe die Machtverhältnisse ins Wanken, womöglich beeinflusste sie die Verhandlung des Versailler Vertrags und verursachte Modernisierungsbewegungen. Anhand von Schicksalen auf der ganzen Welt öffnet Laura Spinney das Panorama dieser Epoche. Sie füllt eine klaffende Lücke in der Geschichtsschreibung und erlaubt einen völlig neuen Blick auf das Schicksalsjahr 1918. Rezension "Spinney ist es gelungen, ein facettenreiches Bild von den Veränderungen in der Gesellschaft zu zeichnen, die auf die Pandemie zurückzuführen sind." Sascha Karberg, Der Tagesspiegel, 01.03.18"Packend erzählt die Wissenschaftsjournalistin Laura Spinney, wie die spanische Grippe die Welt veränderte ... Spinney ist nicht nur eine begnadete Erzählerin, sondern auch eine hervorragende Analytikerin." Patrick Imhasly, NZZ am Sonntag, 25.02.18"Spinneys Buch, das genau 100 Jahre nach dem Aufflammen der Krankheit erscheint, ist spannend zu lesen und wird Anklang finden bei allen, die sich für eine mentalitätsgeschichtliche Weltsicht begeistern." Maya McKechneay, ORF, 21.02.18"Laura Spinney analysiert, warum wir den Ersten Weltkrieg nicht ohne die Spanische Grippe verstehen können. Ein Perspektivenwechsel, so brillant wie überfällig." Anne Haeming, SPIEGEL online, 18.02.18"Es ist ein vielfarbiges Mosaik entstanden, ein Zeitgemälde, das den starken atmosphärischen Eindruck von einer Umbruchzeit hinterlässt, ohne sich auf die klassische Historiografie von Ursachen und Wirkungen zu kaprizieren. Laura Spinneys Zusammenschau von 1918 spricht wichtige Warnungen aus und liest sich wie eine unterhaltsame Impfung gegen Leichtsinn und Fatalismus." Martin Ahrends, Deutschlandfunk Kultur, 27.01.18"Es ist eine Stärke des minutiös recherchierten Buches, dass die Autorin wie in einem Kaleidoskop die unterschiedlichsten Aspekte beleuchtet und beredt die Auswirkungen dieser verheerenden Pandemie im Persönlichen wie im Gesellschaftlichen aufzeigt." Dagmar Röhrlich, Deutschlandfunk, 29.01.18 AutorenportraitLaura Spinney, geboren 1971, ist eine preisgekrönte britische Wissenschaftsjournalistin und Romanautorin. Sie schreibt für den National Geographic, Nature und den Economist. 1996 wurde sie mit dem Margaret Rhondda Award für Journalismus ausgezeichnet. Ihr Buch Rue Centrale (2013) wurde ins Französische übersetzt. Sie lebt in London.
Selbstorganisation der Materie - Dialektische Entwicklungstheorie von Mikro- und Makrokosmos
' 2. überarbeitete Auflage Woher kommen die vielfältigen Materieformen im Kosmos? Welche Gesetzmäßigkeiten treiben ihre Entwicklung? Die idealistische Richtung in der modernen Physik beantwortet diese Fragen mit der modernen Schöpfungsgeschichte eines Urknalls. Sie ersetzt dabei die Entwicklung der Materie durch eine Weltformel, die über der Materie stehen soll und deren Naturkonstanten durch wen auch immer „feinabgestimmt“ wurden. Diesen Theorien sind im krassen Widerspruch zur Beobachtung und Ausdruck einer tiefen Krise der Physik. In kritischer Auseinandersetzung mit solchen idealistischen Deutungen entwickelt das vorliegende Buch die dialektisch-materialistische Theorie der selbstorganisierten Entwicklung der Materie. Es behandelt dabei Selbstorganisationsprozesse von den Quantenfeldern und subatomaren Bausteinen, über Materieformen unserer Alltagswelt bis hin zu den gigantischen Strukturen der Galaxiensuperhaufen und Strukturen des Makrokosmos. Dabei wird herausgeschält: Naturgesetze stehen nicht über der Materie, sondern spiegeln näherungsweise ihre unterschiedlichen gesetzmäßigen Bewegungsformen und Umwandlungsprozesse im menschlichen Bewusstsein wider. Die moderne Physik muss sich frei machen von den weltanschaulichen Einflüssen des Idealismus und Positivismus, um mit einer Entwicklungstheorie aller Materieformen im Kosmos einen Ausweg aus der Krise zu finden. Der Autor will keine fertigen Antworten vorlegen, sondern zur Diskussion und weiterführenden Arbeiten anregen. Prof. Dr. Hans J. Fahr, Bonn: “Zumindest auf dem deutschsprachigen Buchmarkt ist ein Buch mit diesem reichhaltigen Angebot an neuesten Erkenntnissen einmalig. Wenn hierbei auch viele Dinge in der Fachsprache der Theoretischen Physik gesagt werden, so entsteht doch für jeden Leser ein wertvolles Bild des neuen physikalischen Wissens um die Materie und ihre Fähigkeiten. Das Buch kann in jedem Falle allen, die wissen wollen wie es um die Welt steht, sehr empfohlen werden.” rezension von Prof.Dr. Hans J. Fahr, Bonn Prof. Dr.-Ing. Prof. h.c. Josef Lutz, Chemnitz: “Das Buch von Christian Jooß dringt nun in die gegenwärtigen Erkenntnisse der Physik jenseits der Atomkerne und Quarks ein und stellt sie verständlich dar. Es erfordert einen Leser, der bereit ist, sich einzuarbeiten. Die sich ergebenden Erkenntnisse sind weitgehend. Wenn man die allgemeine Relativitätstheorie von Einstein nicht als Dogma, sondern innerhalb der Grenzen ihrer Anwendbarkeit diskutiert, ergibt sich eine Erklärung der Rotverschiebung entfernter Galaxien ohne Expansion des Universums. (…) Ein starkes Buch, das an die Grenzen der heutigen physikalischen Erkenntnisse geht und hoch aktuell ist. Ein mutiges Buch, das Lehrsätze hinterfragt, ihre Grenzen aufzeigt, und bestehende Denkgebäude sprengt. Ein revolutionäres Buch.” rezension von Prof. Dr.-Ing. Prof. h. c. Josef Lutz, Chemnitz Dr. Manfred Pohl, Potsdam: “Die Darlegungen im Buch „Selbstorganisation der Materie – Dialektische Entwicklungstheorie von Mikro- und Makrokosmos“ von Christian Jooß unterscheiden sich in sehr grundsätzlicher Art und Weise von den Auffassungen der heutigen Physik, die in fast allen Bereichen von positivistischem, religiösem, ja zum Teil sogar mystischem Gedankengut durchsetzt ist. Der Autor besticht mit einer consequent materialistischen Denkweise und ist dadurch in der Lage, die Krise der heutigen Physik, in die sie zunehmend seit Beginn des 20. Jahrhunderts geraten ist, zu erkennen und zu bewerten. Bereits im Titel des Buches kommt zum Ausdruck, daß die Bewegung der Materie durch die ihr innewohnenden Kräfte gesteuert wird und nicht durch Kräfte, die sich außerhalb der Materie befinden und durch fremde, nichtmaterielle Ursachen bedingt sind. (…) Zusammenfassend sei festgestellt, dass das vorliegende Buch ein Werk verkörpert, das als Standard für die wissenschaftliche Bildung an Universitäten gelten sollte.” Rezension von Dr. Manfred Pohl, Potsdam Prof. Herbert Hörz, Berlin, ehemaliger Vizepräsident der Akademie der Wissenschaften der DDR, langjährig Präsident der Leibniz-Sozietät: “Das Buch des forschenden und lehrenden Physikers Jooß belegt die Dialektik der Natur im Mikro- und Makrokosmos. Begründet weist er die verschiedenen Formen des physikalischen Idealismus zurück. Studierende, Forschende, Lehrende der Physik und Interessenten an ihren Erkenntnissen erhalten viele Anregungen zum Nachdenken über wesentliche Zusammenhänge zwischen Mikro- und Makrokosmos, über die Entwicklung von Strukturen in Systemen auf unterschiedlichen Niveaus und ihre Wechselwirkung. Das Buch hebt sich so erfreulich von zwei Tendenzen gegenwärtiger Wissenschaftsentwicklung ab, die problematisch für eine dialektisch- materialistische Welterklärung sind, weil sie den Blick auf wesentliche Zusammenhänge versperren. Einerseits ist eine Flucht in die Spezialisierung festzustellen, die antidialektisches Denken fördert. Andererseits werden phänomenologisch Spezialerkenntnisse eklektisch zusammengefügt und die Frage nach den tieferen Ursachen des Geschehens nicht beantwortet. Damit werden weltanschauliche Kurzschlüsse gefördert, die zu idealistischen, reduktionistischen, positivistischen Welterklärungen führen: Man kann also nur wünschen, dass viele Leserinnen und Leser diese Streitschrift gegen den Idealismus und für eine dialektisch-materialistische Erklärung des physikalischen Geschehens als Anregung zum Weiterdenken über aktuelle Probleme nehmen." Rezension von Prof. Herbert Hörz, Berlin _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ Christian Jooß, Jahrgang 1967, ist Universitätsprofessor für Physik in Göttingen und arbeitet in den Bereichen Festkörper-, Material- und Quantenphysik. Er hat besonders die Entwicklung neuer Materiezustände durch kollektive Selbstorganisation in stark wechselwirkenden Vielteilchensystemen, wie Supraleitern und magnetischen Systemen untersucht. Aktuell forscht er an neuen Ansätzen für die erneuerbare Energiewandlung in stark korrelierten Materialien. Neben seinen Hauptarbeitsgebieten hat er sich mit fachlichen und weltanschaulichen Entwicklungen und Kontroversen in vielen Bereichen der Physik befasst. Ehrenamtlich ist er in der Arbeiter- Umwelt- und Jugendbildung aktiv, sowie in verschiedenen Wissenschaftseinrichtungen. '
Patient ohne Verfügung
In deutschen Kliniken wird operiert, katheterisiert, bestrahlt und beatmet, was die Gebührenordnung hergibt - bei 1.600 Euro Tagespauschale für stationäre Beatmung ein durchaus rentables Geschäft. Dr. Matthias Thöns berichtet aus seiner jahrelangen Erfahrung von zahlreichen Fällen, in denen alte, schwer Kranke mit den Mitteln der Apparatemedizin behandelt werden, obwohl kein Therapieerfolg mehr zu erwarten ist. Nicht Linderung von Leid und Schmerz, sondern finanzieller Profit steht im Fokus des Interesses vieler Ärzte und Kliniken, die honoriert werden, wenn sie möglichst viele und aufwendige Eingriffe durchführen. Thöns' Appell lautet deshalb: Wir müssen in den Ausbau der Palliativmedizin investieren, anstatt das Leiden alter Menschen durch Übertherapie qualvoll zu verlängern. Inhaltsverzeichnis Begleitwort von Karl Lauterbach Einleitung 1 Lungenversagen: Der letzte Atemzug ist kein Grund zu sterben 2 Chemotherapie ohne Wenn und Aber3 Chirurgische Eingriffe: Deutschland als OP-Weltmeister 4 Herzversagen: Paradedisziplin für teure Hightechmedizin 5 Wehrlos im Wachkoma 6 Dialyse: Lohnende Blutwäsche 7 Demenz: Vergessen und abkassiert 8 Strahlentherapie: Quelle strahlender Gewinne 9 Künstliche Ernährung: Lukrativ, aber oft sinnlos 10 Schmerzen: Weniger ärztliches Eingreifen ist mehr11 Notarztdienst: Vom Nicht-sterben-Lassen 12 Palliativversorgung: Mehr Lebensqualität, weniger Umsatz 13 Reden wir über Geld 14 Das Sterbeverlängerungskartell 15 Ausblick oder Lichtblick Anhang I: Patientenverfügung Anhang II: Schriftliche Stellungnahme vor dem Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz des Deutschen Bundestages Danke Anmerkungen Stichwortverzeichnis Rezension "Jeder sollte das Buch gelesen haben.", Trust, 05.06.2017 Personenportrait Prof. Karl Lauterbach, geboren 1963 in Düren, studierte Medizin und Gesundheitsökonomie in Deutschland und den USA. Er ist der Direktor des Instituts für Gesundheitsökonomie und Epidemiologie (IGKE) an der Universität zu Köln und lehrt an der Harvard School of Public Health. Der SPD-Politiker und Bundestagsabgeordnete war Mitglied der Rürup-Kommission, des Sachverständigenrats zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen und gehörte der Verhandlungskommission zur Gesundheitsreform an. Autor Matthias Thöns, geboren 1967 in Witten, ist Anästhesist und seit 1998 als niedergelassener Palliativmediziner tätig. Er ist stellvertretender Sprecher der Landesvertretung NRW der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin und war Sachverständiger im Rechtsausschuss des Deutschen Bundestags zur Sterbehilfe-Debatte. Sein Anliegen vertrat er u. a. bei Markus Lanz, im Spiegel und in der ZEIT.
Ändere die Welt! - Warum wir die kannibalische Weltordnung stürzen müssen
Die Kriege sind zurück, Hunger und Not gehören auch in Europa wieder zum Alltag, aufklärungsfeindliches Denken gewinnt an Boden. Die Welt verfügt zum ersten Mal in ihrer Geschichte über die Ressourcen, Hunger, Krankheit, Tyrannei auszumerzen; und doch wird der Kampf um knappe Güter menschenverachtend in immer neuen Dimensionen ausgetragen. Jean Ziegler, der seit Jahrzehnten Elend, Unterdrückung und Ungerechtigkeit anprangert, blickt zurück und befragt sich selbst, was er mit seiner wissenschaftlichen und politischen Arbeit bewirkt hat. Warum gelang es den Menschen in den westlichen Gesellschaften bisher nicht, ihre inneren Ketten abzuschütteln, die sie hindern, frei zu denken und zu handeln? Ziegler ruft dazu auf, die Welt zu verändern und zu einer sozialen Ordnung beizutragen, die nicht auf Beherrschung und Ausbeutung basiert. Seine Hoffnung richtet sich auf eine neue weltumspannende Zivilgesellschaft, die antritt, die Ursachen der kannibalischen Weltordnung zu bekämpfen. ___________________________________________________________________________ Jean Ziegler, geboren 1934 im schweizerischen Thun, lehrte bis zu seiner 2002 erfolgten Emeritierung Soziologie an der Universität Genf und als ständiger Gastprofessor an der Sorbonne/Paris, er war von 2000 bis 2008 UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung, Mitglied im Beratenden Ausschuss des Menschenrechtsrats und im Beirat von "Business Crime Control". Jean Ziegler wurde in jungen Jahren geprägt von seiner Freundschaft zu Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir sowie durch einen zweijährigen Afrika-Aufenthalt als UN-Experte nach der Ermordung Patrice Lumumbas („Ich habe mir geschworen, nie wieder, auch nicht zufällig, auf der Seite der Henker zu stehen.“). Bis 1999 war Jean Ziegler Nationalrat im Parlament der Schweizer Eidgenossenschaft. Seine Publikationen wie »Die Schweiz wäscht weißer« und »Die Schweiz, das Gold und die Toten« haben erbitterte Kontroversen ausgelöst und ihm internationales Ansehen. Zuletzt erschien der Weltbesteller »Das Imperium der Schande«“ im C. Bertelsmann Verlag. Ziegler gehört zu den international profiliertesten und charismatischsten Kritikern weltweiter Profitgier und ist derzeit Mitglied des UN-Menschenrechtsrates.
Rettet das Spiel!
Der Mensch ist nur da ganz Mensch, wo er spielt. Was Schiller einst dachte, bestätigt heute die Neurowissenschaft: Im Spiel entfalten Menschen ihre Potenziale, beim Spiel erfahren sie Lebendigkeit. Doch das Spiel ist bedroht - durch seine Kommerzialisierung ebenso wie durch suchterzeugende Online-Spiele. Der Hirnforscher Gerald Hüther und der Philosoph Christoph Quarch wollen sich damit nicht abfinden. Sie erläutern, warum unser Gehirn zur Hochform aufläuft, sobald wir es spielerisch nutzen, erinnern an die Wertschätzung des Spiels in früheren Kulturen und zeigen, welche Spiele dazu angetan sind, Freiräume für Lebensfreude zu öffnen - damit wir unsere spielerische Kreativität nicht verlieren! Autorenportrait Dr. rer. nat. Dr. med. habil. Gerald Hüther, geb. 1951, ist Professor für Neurobiologie an der Psychiatrischen Klinik der Universität Göttingen. Zuvor, am Max-Planck-Institut für experimentelle Medizin, hat er sich mit Hirnentwicklungsstörungen und mit der langfristigen Modulation monoaminerger Systeme beschäftigt; als Heisenbergstipendiat hat er ein Labor für neurobiologische Grundlagenforschung aufgebaut. Autorenportrait Christoph Quarch, geb. 1964, hat Philosophie, Theologie und Religionswissenschaften studiert. Seit 2000 Studienleiter des Evangelischen Kirchentages, seit 1. Oktober 2006 Chefredakteur bei Publik Forum. Autor zahlreicher spiritueller Publikationen und Herausgeber verschiedener Bücher von Willigis Jäger. Er leitet philosophische Soireen, Seminare und Workshops zu Themen an der Schnittstelle von Spiritualität und Philosophie. Verheiratet, Vater von zwei Kindern. Er lebt in Fulda.
Revolutionärer Weg 35 - Der Klassenkampf und der Kampf um die Einheit von Mensch und Natur
Immer mehr lokale und regionale ökologische Katastrophen drangsalieren die Menschheit. Sie kennzeichnen einen Prozess des beschleunigten Umschlags der Umweltkrise in eine globale Umweltkatastrophe. Weil ihre Hauptursachen in der kapitalistischen Profitwirtschaft liegen, erfordert die Umweltfrage heute einen gesellschaftsverändernden Kampf. Dazu brauchen wir eine neue Umweltbewegung, die einen klaren Trennungsstrich gegen den imperialistischen Ökologismus zieht, sich organisiert, kämpferisch, zielstrebig und weltumspannend gegen die mutwillige Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlagen durch die Herrschenden Front macht. So ist das Buch ausdrücklich eine Streitschrift, die sich in die Strategiedebatte um die Lösung der Umweltfrage einmischt und unmissverständlich positioniert. Zu diesem Buch führt der Autor Stefan Engel aus: "Es wird eine Reihe grundlegender Erkenntnisse und Analysen enthalten, die uns helfen werden, mit der Unterschätzung der Umweltfrage fertig zu werden. Weltanschaulich mussten wir erst zurück zu Marx und Engels. Wir mussten die in der internationalen marxistisch-leninistischen und Arbeiterbewegung weitgehend verschütteten grundlegenden Erkenntnisse über die Einheit von Mensch und Natur vollständig begreifen und auf die neue Situation anwenden. Politisch mussten wir unsere Analysen über die Entwicklung der globalen Umweltkrise vorantreiben. Wir sind bereits zu dem einschneidenden Ergebnis gekommen, dass wir nicht mehr erst am Beginn des Umschlags in eine globale Umweltkatastrophe stehen, sondern uns inzwischen bereits mitten drin befinden. Vier Faktoren veranlassten uns, seit den 1990er Jahren vom begonnenen Umschlag in die globale Umweltkatastrophe zu sprechen: der Treibhauseffekt, das wachsende Ozonloch, die beschleunigte Vernichtung tropischer Regenwälder und die drastische Zunahme regionaler Umweltkatastrophen. Sie haben sich beschleunigt weiterentwickelt. Zum anderen sind neue Faktoren der Umweltkrise dazugekommen, die in ihrem Zusammenwirken eine neue Qualität ausmachen: die Versauerung, Verschmutzung und Erwärmung der Weltmeere; die Zerstörung von regionalen Ökosystemen und das daraus folgende Artensterben; der Raubbau fossiler Rohstoffe sowie die Verschwendung von Energie bis zur Erschöpfung der natürlichen Ressourcen und schließlich die Vermüllung und Vergiftung der natürlichen Umwelt – so auch mit Millionen Tonnen von verstrahltem Atommüll." Das Buch macht Mut, den Kampf gegen die mutwillige Zerstörung der Einheit von Mensch und Natur aufzunehmen und entwickelt, wie dieser Kampf international geführt werden muss. Es gehört in die Hand jedes Menschen, dem die Zukunft der Menschheit am Herzen liegt.