Produktinformationen "Friedrich Engels: Der Ursprung der Familie, des Privateigentums und des Staats"
Mit seiner 1892 in der endgültigen Fassung veröffentlichten Schrift zur Entwicklungsgeschichte der menschlichen Gesellschaft gilt Friedrich Engels als unmittelbarer Vorläufer der modernen Wirtschafts- und Staatssoziologie. Zunächst betrachtet der Autor die schrittweise Entwicklung von der barbarischen Urgesellschaft bis zur Durchsetzung der Zivilisation in Gestalt des römischen Reichs. In einem zweiten Schritt parallelisiert Engels diesen Prozess dann mit der Entstehung der verschiedenen Familienformen und der daraus hervorgehenden Vorstellung des Privateigentums.
Autor:
Friedrich Engels
Erschienen:
19. Oktober 2016
Format:
Taschenbuch
ISBN:
978-3-95455-059-3
Seitenzahl:
128 Seiten
Sprache:
Deutsch
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Nach der Niederlage der Revolution von 1848 erinnert Friedrich Engels an die Bauernkriege der Reformationszeit, den »Angelpunkt der deutschen Geschichte«. Keine nüchterne historische Darstellung hatte er dabei im Sinn, sondern eine ermutigende Streitschrift für Zeitgenossen: »Auch das deutsche Volk hat seine revolutionäre Tradition.« Seine glänzend geschriebene Darstellung der Aufstände verbindet sozialgeschichtliche Analysen mit einer packenden Erzählung: Ein literarisches Meisterwerk ist neu zu entdecken.
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Friedrich Engels (1820-1895), Journalist, Philosoph, Gesellschaftstheoretiker und wichtigster Mitstreiter von Karl Marx, stellte nach dessen Tod 1883 seine eigenen Veröffentlichungen zurück (seine »Dialektik der Natur« blieb Fragment) und gab die Werke des Freundes (etwa den zweiten und dritten Band von »Das Kapital«) heraus.Heinrich Detering, geb. 1959, lehrte deutsche und vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Göttingen. Engels gab er bei Reclam bereits in dem Band »Natur und Gesellschaft« (ISBN 978-3-15-014270-7) heraus.
Am Vorabend der bürgerlichen Revolution von 1848 erschien dieses erste kommunistische Programm. Sein Schluss hat nichts an Aktualität verloren: „Mögen die herrschenden Klassen vor einer kommunistischen Revolution zittern. Die Proletarier haben nichts zu verlieren in ihr als ihre Ketten. Sie haben eine Welt zu gewinnen. Proletarier aller Länder, vereinigt euch!“
Friedrich Engels hätte die Fabrik des Vaters übernehmen oder mit seinen schriftstellerischen und philosophischen Talenten ein Star im bürgerlichen Kulturleben werden können. Doch er geht einen anderen Weg. Angetrieben von seinem Gerechtigkeitssinn rebelliert er: gegen das Elternhaus, gegen die politischen Unterdrückung, gegen die geistige Bevormundung des Glaubens. Dabei schont er sich selbst nicht, prüft hartnäckig und kritisch das eigenen Denken und Handeln. So macht er sich auf zu einer neuen Weltanschauung, die ein wissenschaftliches Fundament für die Befreiung der Menschheit bildet. Walter Baumert, der versierte und engagierte Erzähler, nimmt den Leser mit in die Zeit der beginnenden Industrialisierung, der harten weltanschaulichen Auseinandersetzungen, der politischen Unterdrückung der damaligen Zeit und der Not und dem Elend der Arbeiter und den ersten Klassenkämpfen. Der Kampf mit den verschiedenen Richtungen des Glaubens und der idealistischen Philosophie ist verbunden mit dem Mut und Witz von Engels, wenn es um Solidarität und praktisches Engagement geht. Die Liebe zu den unterdrückten Arbeitern und der Hass gegen alles Duckmäusertum zeigen Engels als einen Rebellen, der bis heute tief beeindruckt.Der Autor Walter Baumert – mehrfacher DDR-Preisträger - erzielte mit diesem 1981 erstmals veröffentlichten Roman einen internationalen Durchbruch. Interessant, dass in der DDR-Ausgabe der Untertitel „die rebellische Jugend des Friedrich Engels“gecancelt wurde. Baumert musste sich wegen seiner realistischen und gesellschaftskritischen Darstellung eines wachsenden Drucks der DDR-Staatsführung erwehren. Wir empfehlen dieses Buch besonders für Jugendliche – es ist für „Nicht-Leseratten“ sicher eine gewisse Herausforderung, jedoch ist es in seinem Engagement für Gerechtigkeit und Solidarität ein hervorragendes und notwendiges Kontrastprogramm zur den vielen oberflächlichen Jugendsendungen und –büchern, in denen sich die jugendlichen „Helden“ und ihre Cliquen nur mit sich selbst beschäftigen....
Neuerscheinung - anläßlich 200 Jahre Friedrich Engels »Dialektik der Natur« – ein grundlegendes Werk des Marxismus-Leninismus, in dem Friedrich Engels eine dialektisch-materialistische Verallgemeinerung der wichtigsten Errungenschaften der Naturwissenschaften in der Mitte des 19. Jahrhunderts gibt. Er entwickelt die materialistische Dialektik weiter und polemisiert gegen die metaphysischen und idealistischen Konzeptionen in der Naturwissenschaft.