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Was bleibt ... 10 erkämpfte Jahre Opel-Bochum 2004 bis 2014

Produktinformationen "Was bleibt ... 10 erkämpfte Jahre Opel-Bochum 2004 bis 2014"

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Aus dem Vorwort

"Dieses Buch dokumentiert die hart erkämpften letzten zehn Jahre des Bochumer Opel Werk 1 von 2004 bis 2014. Dabei ist es kein Buch über Autos, kein Buch über Manager und kein Buch über Betriebsratsfunktionäre. Es ist ein Buch über Arbeiter.

Ein Buch über eine unbeugsame Belegschaft, die 10 Jahre die Schließung ihres Werks verhindert hat und damit über Ländergrenzen hinweg ein Symbol und Vorbild wurde. Eine Belegschaft, die für ihren Kampf die Sympathie und Solidarität der ganzen Arbeiterbewegung erhalten, aber auch den ganzen Hass der Herrschenden und ihrer Intimfreunde auf sich gezogen hat.

Um sich dieses Beispiels zu entledigen, mussten General Motors und die Regierung dieses Werk um jeden Preis und aus rein politischen Gründen schließen – und haben es Ende 2014 getan. Brechen oder gar für die Werksschließung gewinnen, konnten sie die Belegschaft nie. Wir sind erhobenen Hauptes aus dem Werk gegangen und tragen unsere Lehren wie eine Fackel in alle Welt. Dazu soll auch dieses Buch beitragen.

Die Belegschaft von Opel Bochum hatte von Beginn an eine kämpferische Tradition. Über 50 Streiks und Kämpfe gingen von dieser Belegschaft aus. Der Höhepunkt war der siebentägige selbständige Streik im Oktober 2004, der mit Werksbesetzung und Blockade verbunden war. Mit diesem Streik und dem internationalen Aktionstag leitete die Belegschaft einen Übergang zur Arbeiteroffensive auf breiter Front ein. Allein durch diesen Streik blieb das Werk weitere zehn Jahre erhalten. ...

Dieses Buch dokumentiert den Kampf, die harte Arbeit, den Zusammenhalt und die Auseinandersetzungen der Opel Belegschaft. Dieses Buch ist dementsprechend nicht neutral, es ergreift Partei für die Arbeiterinteressen und gewerkschaftlichen Grundsätze.

Es beschreibt eine Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit, die den Arbeiter nicht auf seine Rolle als Produzent von Waren und maximalem Profit reduziert, sondern ihn als Mensch sieht. Als Mensch mit all seinen Fähigkeiten, Erfahrungen, seinem ganzen Leben, der Familie und der Umwelt, in der er lebt. Eine Arbeit, die damit auch wagt, über den Kapitalismus hinaus zu denken. ... Das Buch soll die Stärken, aber auch die Schwächen im Kampf der Belegschaft dokumentieren, so dass die ganze Arbeiterbewegung davon lernen kann.

Wir haben dieses Buch nicht geschrieben. Wir geben nur das heraus, was zig Kolleginnen und Kollegen über die Jahre erarbeitet und gesammelt haben. Das Buch dokumentiert Flugblätter, Reden, viele Bilder und bisher unveröffentlichte Originaldokumente. Es lädt zum Blättern und Nachdenken, Erinnern und in die Zukunft Schauen ein. Viel Spaß dabei."

Inhaltsverzeichnis

1. Kapitel: 2004 Der siebentägige Streik im Oktober
2. Kapitel: 2005-2007 Die Belegschaft organsiert sich
3. Kapitel: 2007 bis 2011 Die Arbeit wird auf viele neuer Felder erweitert
4. Kapitel: 2013 bis 2014 Der Kampf gegen die Werkschließung
5. Kapitel: Was bleibt … Auswertung und Schlußfolgerungen

HR1 Interview mit H.Fröhlich ein Opelarbeiter

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Annegret Gärtner-Leymann, Jahrgang 1977. Nach Ausbildung zur Industriemechanikerin bis zur Schließung vom Opel Werl I Montagearbeiterin in der Karosseriefertigmontage. Seit 2015 Lagerarbeiterin im Teile- und Zubehörlager von Opel in Bochum. Aktive Gewerkschaftlerin in der IG Metall, früher Jugendvertreterin und Betriebsrätin von 2006 bis 2015. Durch ihre führende Rolle im Kampf der Belegschaft über den Betrieb hinaus bekannt als Repräsentantin der internationalen Automobilarbeiterbewegung.

Steffen Reichelt, Jahrgang 1975. Nach Ausbildung zum Energieelektroniker bis zur Schließung vom Opel-Werk I Montagearbeiter in der Wagenendmontage. Seit 2015 Lagerarbeiter im Teile- und Zubehörlager von Opel in Bochum. Stellvertretender Vertrauenskörperleiter der IG Metall von 2012 bis 2016, seit 2015 Betriebsratsmitglied der Liste OFFENSIV.

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Autor: Annegret Gärtner-Leymann, Steffen Reichelt
Erschienen: 15. November 2016
Format: Taschenbuch
ISBN: 978-3-88021-437-8
Seitenzahl: 144 Seiten
Sprache: Deutsch
Stichwort: Arbeiterbewegung, Betrieb- und Gewerkschaftsarbeit, Opel

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Regulärer Preis: 22,95 €
WHAT REMAINS… 10 hard-won years at Opel Bochum, 2004 to 2014 – A documentation
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This book documents the last ten hard-won years of Opel Plant 1 in Bochum from 2004 to 2014. It is not a book about cars, not a book about managers, and not a book about works council functionaries. It is a book about workers. A book about an unbending workforce that prevented the closure of its plant for ten years and so became a symbol and example across national boundaries. A workforce that gained the sympathy and solidarity of the entire working-class movement for its struggle, but also incurred all the hatred of those in power and their cronies. This struggle provides impressive confirmation of what Karl Marx and Frederick Engels wrote in 1848 in their Manifesto of the Communist Party: “Now and then the workers are victorious, but only for a time. The real fruit of their battles lies, not in the immediate result, but in the ever-expanding union of the workers.” _________________________________________________________________________________________________________ Annegret Gärtner-Leymann, born in 1977. After training to become an industrial mechanic, assembly worker in body final assembly until the closure of Opel Plant 1. Since 2015 warehouse worker in the parts and accessories warehouse of Opel in Bochum. Active unionist in the metalworkers’ union IG Metall, former youth representative, and works council member from 2006 to 2015. Owing to the leading role she played in the struggle of the workforce, known beyond the plant as representative of the international automotive workers’ movement. Steffen Reichelt, born in 1975. Trained as energy electronics technician, assembly worker in vehicle final assembly until the closure of Opel Plant 1. Since 2015 warehouse worker in the parts and accessories warehouse of Opel in Bochum. Deputy head of the body of shop-floor union representatives of IG Metall from 2012 to 2016, since 2015 works council member for the OFFENSIV list. Aus dem Vorwort "Dieses Buch dokumentiert die hart erkämpften letzten zehn Jahre des Bochumer Opel Werk 1 von 2004 bis 2014. Dabei ist es kein Buch über Autos, kein Buch über Manager und kein Buch über Betriebsratsfunktionäre. Es ist ein Buch über Arbeiter. Ein Buch über eine unbeugsame Belegschaft, die 10 Jahre die Schließung ihres Werks verhindert hat und damit über Ländergrenzen hinweg ein Symbol und Vorbild wurde. Eine Belegschaft, die für ihren Kampf die Sympathie und Solidarität der ganzen Arbeiterbewegung erhalten, aber auch den ganzen Hass der Herrschenden und ihrer Intimfreunde auf sich gezogen hat. Um sich dieses Beispiels zu entledigen, mussten General Motors und die Regierung dieses Werk um jeden Preis und aus rein politischen Gründen schließen – und haben es Ende 2014 getan. Brechen oder gar für die Werksschließung gewinnen, konnten sie die Belegschaft nie. Wir sind erhobenen Hauptes aus dem Werk gegangen und tragen unsere Lehren wie eine Fackel in alle Welt. Dazu soll auch dieses Buch beitragen. Die Belegschaft von Opel Bochum hatte von Beginn an eine kämpferische Tradition. Über 50 Streiks und Kämpfe gingen von dieser Belegschaft aus. Der Höhepunkt war der siebentägige selbständige Streik im Oktober 2004, der mit Werksbesetzung und Blockade verbunden war. Mit diesem Streik und dem internationalen Aktionstag leitete die Belegschaft einen Übergang zur Arbeiteroffensive auf breiter Front ein. Allein durch diesen Streik blieb das Werk weitere zehn Jahre erhalten. ... Dieses Buch dokumentiert den Kampf, die harte Arbeit, den Zusammenhalt und die Auseinandersetzungen der Opel Belegschaft. Dieses Buch ist dementsprechend nicht neutral, es ergreift Partei für die Arbeiterinteressen und gewerkschaftlichen Grundsätze. Es beschreibt eine Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit, die den Arbeiter nicht auf seine Rolle als Produzent von Waren und maximalem Profit reduziert, sondern ihn als Mensch sieht. Als Mensch mit all seinen Fähigkeiten, Erfahrungen, seinem ganzen Leben, der Familie und der Umwelt, in der er lebt. Eine Arbeit, die damit auch wagt, über den Kapitalismus hinaus zu denken. ... Das Buch soll die Stärken, aber auch die Schwächen im Kampf der Belegschaft dokumentieren, so dass die ganze Arbeiterbewegung davon lernen kann. Wir haben dieses Buch nicht geschrieben. Wir geben nur das heraus, was zig Kolleginnen und Kollegen über die Jahre erarbeitet und gesammelt haben. Das Buch dokumentiert Flugblätter, Reden, viele Bilder und bisher unveröffentlichte Originaldokumente. Es lädt zum Blättern und Nachdenken, Erinnern und in die Zukunft Schauen ein. Viel Spaß dabei."

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Solange die Kapitalisten die Macht haben und die Politik diktieren, wird nicht nur unsere wirtschaftliche Existenz immer wieder in Frage gestellt. Das kann auch nicht mit einem Streik geändert werden. Aber unser Streik zeigt den zukunftsweisenden Weg auch für heute: Um jeweils konkrete Verbesserungen zu kämpfen, vor allem aber auch als Schule, wie wir Arbeiter in die Offensive kommen, unsere Stärke entfalten und diese Macht auch grundsätzlich in Frage stellen. Das wollen mit der heutigen Veranstaltung darlegen. Denn unser Streik sicherte nicht nur, dass das Werk I noch zehn Jahre bestand. Er war insbesondere ein Signal, das weit über unseren Werkszaun hinausreichte. Deshalb haben wir uns zu diesem Fest entschieden. Wir wollen die Erfahrung aus diesem Streik an andere Belegschaften, an die jüngere Generation weitergeben. Und auch das ist kein glatter Prozess, in dem wir berichten, und andere Belegschaften unsere Erfahrungen einfach in die Tat umsetzen. Es ist ein tiefgehender Selbstveränderungsprozess für uns alle. (Auszug aus der Rede)

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' Dies ist ein Tatsachenbericht über die persönlichen Erfahrungen mit Ausbeutung, Entwürdigung und Unterdrückung in einem ganz normalen kapitalistischen Betrieb. Millionen Kolleginnen und Kollegen machen ähnliche Erfahrungen mit Mobbing. Manfred Kaltenberg berichtet diese Erfahrungen auf eine Art und Weise, die den Leser unwillkürlich in die Geschichte hineinzieht, als sei man dabei. Man weiß, dass es so ist in der Tretmühle, täglich und stündlich. Jeder Handgriff wird beschrieben als würde ihn der Leser selbst machen. Der Autor bringt immer wieder mit verblüffender Direktheit die Situation auf den Punkt, bricht zugleich auch die bedrohlichen Erfahrungen mit Ironie und Sarkasmus. Ein Buch über Mobbing zu schreiben, was immer wieder zum Schmunzeln bringt, das ist schon eine Leistung! Es entlarvt die Lüge vom »freiwilligen« Ausscheiden aus dem Betrieb. Es regt dazu an, sich zusammenzuschließen und darüber nachzudenken, wie Mobbing funktioniert und wie man damit fertig werden kann. Werbeflyer zum Download __________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ Manfred Kaltenberg, Jahrgang 1973 aus Dortmund, nach der Schule selbstständig in der IT und im Sicherheitsgewerbe. Gelernter Informatiker. 2014 nach Eisenach gezogen und dort erst über eine Zeitarbeitsfirma, anschließend festangestellt bei Opel. '

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Gewerkschaften und Klassenkampf
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Mit dem REVOLUTIONÄREN WEG 11/12 wurde die grundsätzliche Ausrichtung der marxistisch-leninistischen Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit entwickelt. Er setzt sich sowohl mit opportunistischen wie linkssektiererischen Fehlern und Prägungen in dieser Arbeit auseinander, die zum Teil aus der Geschichte der deutschen Arbeiter- und kommunistischen Bewegung entstanden sind. Im Vorwort heißt es: „Die Frage der Entwicklung und Herausbildung der Arbeiteroffensive entscheidet sich nicht nur am spontanen Kampfwillen der Arbeiter. Im Gegenteil, unter den heutigen Bedingungen können die bürgerlichen Medien, Presse und vor allem Fernsehen, gezielt für Verunsicherung sorgen. Um dem zu begegnen und Klarheit in die Köpfe zu bringen, ist es erforderlich, sich sowohl die historischen Zusammenhänge als auch die grundlegenden Erfahrungen in den letzten Jahren vor Augen zu führen. Dazu soll dieses Buch einen Beitrag leisten.“ (REVOLUTIONÄRER WEG 11/12, S.9-10) Der RW 11 behandelt die Entstehung und Entwicklung der Gewerkschaften bis heute. Der RW 12 untersucht vor allem das Verhältnis zwischen gewerkschaftlichem Kampf und revolutionärem Klassenkampf. Er gibt eine ausgezeichnete Anleitung für die Arbeit als klassenkämpferisches Gewerkschaftsmitglied, Vertrauensmann oder Betriebsrat. Ausgangspunkt ist dabei, die Kämpfe der Arbeiter als Schule des Klassenkampfs zu verstehen.

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